W I D E R H A L L ~ Nr. 55
M a i / J u n i - 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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B l i c k ~ i n ~ d i e ~ Z u k u n f t .


Immer wenn ich allmonatlich die Statistik des WIDERHALL
bei T-Online bemühe, stelle ich fest, daß es praktisch
eine unschlagbare Seite in der WIDERHALL-Serie gibt, die
allmonatlich zu den eindeutigen Spitzenreitern zählt:
Die Seite "Blick in die Zukunft" in Nr. 22 vom 14. Mai
2004. Hans-Wolff Graf, München, serviert uns dort die
Zukunft der Menschheit, wie sie seit Jahrhunderten von den
Illuminati angestrebt wird. Dazu gibt es auf dieser Seite
noch zwei weitere Zukunftsblicke über die Islamisierung un-
seres Landes. Obwohl das alles inzwischen ein "alter Hut"
für uns ist, sind diese Texte die meist frequentierten des
WIDERHALL; immer wieder Monat für Monat.

Ob der heutige Text eines Zukunftsblickes diese Popularität
erreichen wird, steht in den Sternen. Angesichts der jetzt
und hier geschilderten Problematik, müßte er eigentlich das
Rennen machen. Während uns H.-W. Graf in 2004 den Werdegang
zur Eine-Welt-Diktatur durch die Großfinanz mittels der
Illuminati darstellt, plus der Berichte über die Islamisie-
rung, gibt uns heute Karl J.J. Gschwendtner einen Einblick
in die zukünftige Menschheits- Katastrophe, von der die
Deppen-Gesellschaft noch keine Vorstellung hat.

Während die Eine-Welt-Diktatur und/oder die Islamisierung
die Möglichkeit offen läßt, sich und die Familie durch
Anpassung und Katzbuckeln durchzuwursteln, gibt es bei der
von Herrn Gschwendtner vorgestellten "Zukunft" weder faule
Kompromisse noch unterwürfige Anpassungs-Möglichkeiten. Da
inzwischen die Volksgemeinschaften liquidiert sind, wird
es nur das Recht des Stärkeren, des Intelligenteren und des
Gerisseneren geben, um die hier vorausschauend beschriebene
Menschheits-Katastrophe zu überleben. Immer nach Gschwendtner.

Diese viel existenziellere Zukunftsgefahr als die "Eine-
Welt-Diktatur" der Hochfinanz, sollte eigentlich Anlaß sein,
dieser neuen WIDERHALL-Seite über die Zukunft der Menschheit
eine Faforitenrolle in der Besucherstatistik zuzuweisen.

Zumal als Ausklang noch ein Bericht dokumentiert wird, der
den sensationellen Titel trägt "London: Angst vor Überbevöl-
kerung - 30 Millionen Briten sollen wieder weg!"

Karl-Heinz Heubaum.

* * *


Was erwartet uns? Eine Reise durch die Zeit......

Von Karl. J. J. Gschwendtner


Vorbetrachtungen.

Die Zukunft hat noch jeden Menschen interessiert, sei es in handfester Form der eigenen Lebensplanung
und Lebensgestaltung, sei es in Form von Betrachtungen im allgemeinen oder über "Gott und die Welt",
oder sei es, sich Zukünftiges gar aus Karten, Horoskopen oder Kristallkugeln heraus lesen zu lassen. Die
derzeitige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung lässt Spekulationen wild ins Kraut schießen -
Inflation oder Deflation, Papierwerte oder EMs, raus aus der Immobilie oder rein, horten oder investieren,
usw.

Eindeutig, wir befinden uns in einer umfassenden Krise. Nicht nur wirtschaftlicher Art, sondern auch in
den Bereichen Weltanschauungen, Gesellschaftsformen, Klimawandel, Religionen, usw. Das ist kein
Zufall, denn die jeweilige Wirtschaftsform der Menschen hat die jeweilige Gesellschaftsform maßgeblich
geprägt; und natürlich gilt umgekehrt, dass die jeweilige Gesellschaftsform die Form des Wirtschaftens
prägt. Wer war zuerst, die Henne oder das Ei? Ist ja egal, denn "Wirtschaften" heißt in erster Linie, das
Überleben und Auskommen der jeweiligen Gesellschaft, sprich des Einzelmenschen, zu gewährleisten.

Als ausgebildeter Historiker (keine Angst, ich war zeitlebens in der freien Wirtschaft tätig) reizt es mich in
den Leben verblichener Generationen und Gesellschaften herum zu stöbern um heraus zu finden, was
haben diese anders gemacht, wie haben sie es gemacht, und, hatten sie bessere Lösungen als wir sie heute
haben, oder machten sie die gleichen Fehler und hatten nichts aus der Geschichte gelernt. Was können wir
aus der Geschichte lernen?

Glauben Sie mir, das ist echt spannend! Der schottische Historiker Niall Ferguson hat ein hochinteressantes
Buch über Geld geschrieben "The Ascend of Money" (Die Entstehung des Geldes) und eine TV-Serie mit
der BBC darüber gedreht (Google Video, YouTube). Ich muss hier aber einschränken, Ferguson erklärt das
Geld und nicht das Wirtschaften, und dies auch erst ab dem 13. Jahrhundert in Oberitalien.
Wirtschaftsgeschichte geht aber viel weiter zurück und ist umfänglicher!

"Aber", so werden Sie sich fragen: "was hat das alles heute mit mir zu tun?" Viel mehr als Sie ahnen!
Lassen Sie sich überraschen! Eine Bitte: Haben Sie etwas Geduld! Ich muss vieles zunächst vorab erklären,
damit Sie die Zusammenhänge sehen können. Hierbei betone ich die wirtschaftliche Gesamtentwicklung
im allgemeinen und die Nahrungsproduktion im speziellen. Bewusst vernachlässige ich hierbei den
Finanzbereich, denn die tagtägliche Beschäftigung damit verursacht nicht selten eine Art Betriebsblindheit
- man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Mir geht es hier um die großen (historischen)
Zusammenhänge des Wirtschaftens, deren Auswirkungen wir heute dramatisch zu spüren bekommen.
Übersicht und Klarheit erzielt man am besten durch Distanz; nur so gewinnt man einen echten Überblick.
Und dann werden Sie verstehen, was ich Ihnen sagen will. Sie kriegen tellergroße Augen und eine -
Gänsehaut! Versprochen! Und danach werden Sie wissen, was Sie wirklich für sich und Ihre Angehörigen
tun können. Viel Spaß und fette Beute!

*

I M ~ S C H W E I N S G A L O P P ~ D U R C H ~
U N S E R E ~ W I R T S C H A F T S G E S C H I C H T E .

V o m ~ F a u s t k e i l ~ z u m ~ H ü h n e r s t a l l .

Sattsam bekannt ist, dass unsere Ältestvorderen alle von Beruf Jäger und Sammler waren. D.h., sie haben
ausschließlich von der Natur und mit der Natur gelebt. Sie haben also streng genommen nichts
"produziert", sondern ausschließlich Naturgüter konsumiert. Vor etwa 100.000 Jahren war es dem
Menschen gelungen, sich zum höchst entwickelten Raubtier und Fleischfresser auf dem Planeten "Erde" zu
entwickeln. Mittels Feuer, Werkzeugen (Faustkeile, Äxte), Waffen (Speere, Pfeil und Bogen) und
Intelligenz (Fallenstellen), wurde die Spezis "Homo sapiens sapiens", das sind wir, zum neuen
Tyrannosaurus Rex des Planeten; nichts konnte ihn mehr an seiner Ausbreitung hindern. Die damalige
Hierarchie sah also folgendermaßen aus:

Was waren die Folgen daraus? Zunächst wurden die anderen fleischfressenden Großraubtiere (Großkatzen,
Wölfe, Bären, etc.) als "Mitbewerber" verdrängt und großräumig ausgerottet, und die wild lebenden
Pflanzenfresser/Friedtiere stark dezimiert. Durch mangelnde Jagdbeute und zusätzlich durch klimatische
Veränderungen (Eiszeiten, Trockenzeiten) war der Mensch als Jäger und Sammler jetzt gezwungen, eine
neue Lebensweise anzunehmen oder auszusterben. Dies ist soweit bekannt.

Weniger bekannt ist folgender Zusammenhang: In der Natur kann man ein Verhältnis von rund 1:10
erkennen, wenn das Gefüge stabil bleiben soll. Auf 1 Fleischfresser/Raubtier kommt die 10-fache Menge
an Pflanzenfressern/Beutetieren, und auf die 10-fache Menge der Pflanzenfresser kommt die 100-fache
Menge an Futterpflanzen/Biomasse.

Nun hatte der Mensch bereits damals so massiv in den Naturhaushalt eingegriffen, dass diese 1:10-Regel
nicht länger galt, und somit seine bisherige "Wirtschaftsform" des Jagens und Sammelns unwiederbringlich
verloren gegangen war. Achtung! Hier wurde erstmalig ein bestehender "Wirtschafts"kreislauf zerstört!

*

V o m ~ H ü h n e r s t a l l ~ z u r ~ D a m p f m a s c h i n e .

Auch dies ist sattsam bekannt: Unsere vormaligen Großwildjäger wurden zunächst
"Nebenerwerbslandwirte", und nach und nach "Vollerwerbslandwirte" und/oder Viehzüchter, zuzüglich
Jagdrevier für den Sonntagsbraten.

Die bedeutendste Veränderung in der weiteren Entwicklung des Menschen dürfte die nun möglich
gewordene Arbeitsteilung gewesen sein. Vorratshaltung und landwirtschaftliche Ertragssteigerungen
erlaubten jetzt folgendes:

1. Die Menschheit vermehrte sich stark und in der Folge entstanden Großsiedlungen (Dörfer und Städte)
und größere Staaten.

2. Größere Menschenmassen konnten außerhalb der Landwirtschaft beschäftigt werden in neuen
Berufsgruppen, oder sie durften an Großprojekten (Tempel, Bewässerungsanlagen, etc.) mitschuften. Diese
weitreichende Arbeitsteilung wurde zur Grundlage der menschlichen Zivilisation.

Aber! Hatten zuvor die Jäger und Sammler massiv in den Lebensbereich "Tiere" eingegriffen, griff jetzt
der Bauer massiv in den Lebensbereich "Pflanzen" ein. Pflanzenselektion und Rodungen drängten nach
und nach die natürlich Flora zurück, oder der Bauer rottete diese aus. (Dieser Prozess setzt sich bis heute
herauf fort.) In der Folge kam diesmal das 1:10-Verhältnis zwischen Pflanzenfressern und Biomasse
kräftig durcheinander. Zum einen, weil die Haustiere den Wildtieren die besten Reviere (Wiesen und
Weiden) streitig machten, und zum anderen, weil die Menschen traditionelle Weidegründe unter den Pflug
nahmen und Getreide darauf anbauten. Der natürliche Lebensraum "Biomasse" (insbesondere Wald)
begann dramatisch zu schrumpfen. Und auch in der Fauna wurde die Vielfalt der Wildtiere zugunsten
einiger weniger Haustierzüchtungen (Rinder, Ziegen, Schafe, etc.) dramatisch reduziert. In beiden Fällen
galt nicht länger die 1:10 Regel. Heute stellt sich dieses über Jahrtausende stetig gewachsene
Missverhältnis folgendermaßen dar:

Damit ich hier richtig verstanden werde sei folgendes ergänzt: Das Verhältnis 1:10 bezieht sich darauf,
dass sich der Mensch beim Verhältnis 1:10:100 zu 100% aus der Natur mit Nahrungsmitteln versorgen
könnte, ohne zusätzlich etwas "künstlich" anbauen zu müssen. Derzeit bewegen wir uns im Verhältnis von
etwa 1:1:10 zur Natur. Dies bedeutet, dass die gesamte Menschheit sich (noch) durch Pflanzenanbau und
Tierhaltung ausreichend ernähren kann. Würden sich folglich diese Anbau- und Haltungsquoten verringern
oder gar komplett ausfallen, bedeutete dies, dass im schlimmsten Fall 9 von 10 (90%!) der Menschen
innerhalb einer Ernteperiode verhungern müssten! Denn - die Weltnahrungsbestände reichen derzeit nur
für etwa drei Monate!

Über die Jahrhunderte veranstaltete der Mensch ein Wettrennen gegen die Natur, um durch
Neuflächengewinnung (Rodung, Entwässerung), Neuzüchtungen (Pflanzen, Tiere) und neue
Anbautechniken (3-Felderwirtschaft, Düngung) die stetig wachsende Bevölkerung ernähren zu können.
Mitte des 18. Jahrhunderts gesellte sich verstärkt noch die Technik hinzu, welche schließlich die gesamte
Landwirtschaft revolutionieren sollte. Es sei klar gesagt, dass der Beginn des Industriezeitalters
eingeläutet wurde aufgrund zweier Hauptbedürfnisse:

1. die Waffentechnologie und

2. die Abbau- und Anbautechnologie (Bergbau und Landwirtschaft). James Watt erfand die
Dampfmaschine ausschließlich um Wasserpumpen zu betreiben, welche die englischen Kohle- und
Erzgruben entwässern sollten. Die Dampflokomotive kam erst später.

Um 1850 - 1900 waren die wichtigsten industriell angefertigten Massenprodukte (neben Waffen aller Art)
Landwirtschaftsgeräte (1-Schar-, 2-Schar-Radpflüge, Eggen, Gabeln, Mäh- und Dreschmaschinen, usw.),
welche die Landwirtschaft unwiederbringlich verändern sollte. Bis dahin lebten rund 90% der Bevölkerung
auf dem Land und arbeiteten und lebten von der Land-, Forst- und Fischwirtschaft. Die moderne
Landwirtschaftstechnologie vernichtete massenhaft die ländlichen Arbeitsplätze. Um 1900 waren nur noch
ca. 40% der arbeitenden Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Um das Jahr 2000 betrug dieser Anteil in
den Industrieländern nur noch 3%!

Der große Exodus setzte ein. Die arbeitslos gewordenen Landarbeiter zogen in die Städte und wurden
Arbeiter in den Industriebetrieben, deren Erzeugnisse sie zuvor arbeitslos gemacht hatten. Das Land dünnte
aus, und die Städte wuchsen rasend schnell. Heute leben rund 70 - 90% der Menschen der entwickelten
Nationen in Städten. Nun hatte der Mensch ein weiteres Mal so massiv in den Naturhaushalt eingegriffen,
dass diese 1:10-Regel nicht länger galt, und somit seine bisherige Wirtschaftsform "Ackerbau und
Viehzucht" unwiederbringlich verloren gegangen war.

Achtung! Hier wurde zum zweiten Mal ein bestehender "Wirtschafts"-kreislauf zerstört!

*


V o n ~ d e r ~ D a m p f m a s c h i n e ~ z u m ~ P u d e l f r i s e u r .

Die Ära des Industriezeitalters bescherte uns einerseits die Segnungen eines erhöhten Lebenskomforts
(Kühlschränke, Waschmaschinen, Bügeleisen, Radio, TV und Automobil), und andererseits den Fluch der
Massenvernichtung durch die Materialschlachten einer nicht abreißenden Kette von Kriegen. Es sei kurz
erwähnt, dass es die weit überlegene Kriegstechnologie der Europäer war, welche die Weltvorherrschaft im
19. Jahrhundert brachte, und nicht, wie oft geglaubt, die Überlegenheit der "Weiße Rasse". (*1)

Massenproduktion von Waren jeder Art bestimmte für etwa 100 Jahre das Bild menschlichen
Wirtschaftens. Doch bereits anfangs der 1960er-Jahre war der Zenit überschritten. Die bisherige Dominanz
der Wirtschaftsform "Industrie" war unwiederbringlich verloren gegangen. Achtung! Hier wurde/wird zum
dritten Mal ein bestehender "Wirtschafts"-kreislauf zerstört!

Zwar stiegen insgesamt noch die Produktionszahlen, aber seit dieser Zeit sinkt die Zahl der Arbeiterschaft
stetig, und der prozentuale Anteil am Bruttosozialprodukt sinkt ebenfalls stetig. Es ist nicht zu fassen, aber
nach über 40 Jahren stetigen Niedergangs der industriellen Warenproduktion faseln unsere Politiker immer
noch vom "bald einsetzenden Konjunkturaufschwung" durch Steigerung der Warenproduktion. Können
diese keine Zahlen lesen? Weltweit sank der Anteil der Warenproduktion am Welt-Bruttosozialprodukt
(BSP) auf nur noch ca. 31%! Der Anteil der Nahrungsmittelerzeugung und -herstellung beträgt im Welt-
Bruttosozialprodukt nur noch 4% ... Es fehlen noch 66% um auf 100% zu kommen...

Nebenbei: Die Entwicklung der führenden Wirtschaftsnation, der USA, verlief noch dramatischer. Hier
setzt sich die Aufteilung für das Jahr 2006 folgendermaßen zusammen (das war vor der Krise):

Beschäftigte: Nahrungsmittel 3%, Warenerzeugung 25%, Dienstleistung 72%.

Anteil BSP: Nahrungsmittel 1%, Warenerzeugung 21%, Dienstleistung 79%.

Wer Zahlen zu lesen vermag kann sehen, dass die führende Weltökonomie USA auf sehr tönernen Füßen
steht. Wankt die Basis, wankt der Überbau (Dollar, Militärmacht, Weltdominanz).

Den Löwenanteil am Welt-BSP von 66% erwirtschaftet mittlerweile auch weltweit die Dienstleistung. Die
Dienstleistungsgesellschaft erzeugt nichts und produziert nichts. Sie "dienstleistet" eben. Es gibt wichtige
Dienstleister wie Medizin, Banken, Teile der Verwaltung, etc., weniger wichtige Dienstleister wie die
Medien, und überflüssige Dienstleister wie ein Großteil der Verwaltung, Parlamentarier, Rechtsanwälte
und Anlageberater.

Der Grund für das unglaubliche Anschwellen des Dienstleistungsbereichs im menschlichen Wirtschaften ist
denkbar einfach:

Erste Kreislauf-Zerstörung:
Die "Jäger und Sammler" mussten Bauern und Viehzüchter werden, um nicht zu verhungern.

Zweite Kreislauf-Zerstörung:
Nachdem Jahrtausende die Landwirtschaft für die meisten Menschen "Lohn und Brot" hergab, verdrängte
die industrielle Massenproduktion die Handarbeit. Um nicht zu verhungern, mussten die "Landarbeiter" in
die Städte ziehen, um dort nach Arbeit zu suchen, weil es auf dem Land keine Arbeit mehr gab.

Dritte Kreislauf-Zerstörung:
Die bestehende Schwerindustrie wurde in 3. Welt-Länder "ausgelagert", und in der Leichtindustrie wurden
durch Roboter- und anderer IT-Technologien die Stückkosten der industriellen Warenfertigung konsequent
gesenkt, die Produktionsquoten konsequent erhöht. D.h., immer mehr Arbeiter wurden so überflüssig und
gefeuert (pardon, für den Arbeitsmarkt frei gestellt). Um nicht zu verhungern, mussten die
"Industriearbeiter" in den Städten bleiben, denn auf dem Land gab´s immer noch keine Arbeit. Sie mussten
sich "irgendwelche Arbeit" selbst erfinden. Dies gilt für den Großteil der Weltbevölkerung. In der EU wird
natürlich die "Dienstleistung-Erfindung" in den Arbeitsämtern verwaltet und "gestaltet" (Umschulung,
ABM, Ich-AG, etc.). Und genau an dieser Stelle - hier und heute - beginnt die Tragödie!

*


V O N ~ E I N E M ~ D E R ~ A U S Z O G ~ U M ~ D A S ~ F Ü R C H T E N ~ Z U ~ L E R N E N .

S a c k g a s s e n ~ u n d ~ a n d e r e ~ U n b i l l e n .

Die angekündigte Tragödie ereilt uns auf sehr heimtückische Weise. Wir können sie nicht direkt sehen,
denn sie versteckt sich hinter dürren, abstrakten Zahlen, so heimtückisch wie Radioaktivität - die kann man
auch nicht sehen, riechen oder schmecken.

Die Tragödie nimmt ihren Lauf, denn bereits nach nur ca. 30 Jahren "Dienstleistungs-Zeitalter" sind auch
hier die Beschäftigtenzahlen bereits stetig rückläufig. Der Arbeitsmarkt "Dienstleistung" wird zukünftig
dramatisch einbrechen, weil Großteile davon volkswirtschaftlich gesehen nicht lebensnotwendig (Friseure),
oder gar dekadent-überflüssig sind (Hundebestattungsinstitute). Ich mache mich über diese Auswüchse
nicht lustig, da jeder rechtschaffene Mensch "irgendwie" versucht, Geld zu verdienen. Denn an dem was
"überflüssig" ist, wird zuerst gespart sobald das Geld knapp wird. Mit "Geld" ist hier Einkommen oder
Lohn gemeint, der für "Arbeit" gezahlt wird. Ist aber jemand arbeitslos geworden, weil seine Dienstleistung
(Arbeit) nicht mehr nachgefragt wird, wird dieser automatisch "geldlos"; aus einem "Markt-Nachfrager"
wird ein "Sozial-Bedürftiger".

Bislang vermochte es die Menschheit immer wieder, in neuen Nischen und Feldern Arbeit zu finden. Vom
"Jäger und Sammler" zum "Bauern und Viehzüchter", zum "Industriearbeiter", und schlussendlich zum
"Dienstleister".

Aber - nach dem "Dienstleister" ist kein neues Tätigkeitsfeld mehr in Sicht!!
Wir alle stehen jetzt buchstäblich mit dem Rücken an der Wand; ausweglos!
Jeder Arbeitsplatz der jetzt verloren geht, wird nicht mehr an anderer Stelle
neu geschaffen werden können, weil es keine neuen Arbeitsfelder mehr gibt!


Mit den Zerstörungen der (z.T. natürlichen) Wirtschaftskreisläufe begann die weitere wirtschaftliche
Entwicklung nicht länger zirkulär zu verlaufen, sondern linear oder gar exponential! Und jetzt - nach
Abfahren einer langen Einbahnstraße -sitzen wir alle in einer Sackgasse fest! (Bekanntlich kommt man da
nur wieder heraus, indem man die ganze Strecke wieder zurückfahren muss.)

Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich gibt es sogenannte Wirtschafszyklen wie z. B.
prozyklisches Verhalten (z. B. Schweinezyklus), oder den länger laufenden Kondratjeff-Zyklus. Aber diese
Zyklen greifen zu kurz. Ein Beispiel: Einen Kreislauf erleben wir hierzulande als Frühling-Sommer-
Herbst-Winter-Zyklus (Zeitraum 1 Jahr). Dieser Zyklus bleibt zunächst auch erhalten, wenn eine
langfristige Klimaveränderung (Zeitraum 100 - 200 Jahre) stattfindet. Irgendwann haben sich dann aber
die Gegebenheiten so weit verändert, dass ein neuer Zyklus (z. B. Regenzeit - Trockenzeit - Regenzeit -
Trockenzeit) sich eingependelt hat. Hier entwickelt sich zunächst die unumkehrbare Veränderung linear,
die schließlich in einem neuen Zyklus endet.

Kritiker können hier natürlich eine Kerbe hauen und sagen: "So ein Blödsinn, noch nie wurde weltweit
gerade jetzt so viel Neues erfunden, werden neue Patente erteilt bis zum Abwinken, und in allen Branchen
jagt eine Innovation die andere (z.B. Nanotechnologie). Es brummt im Kessel!" Gegenfrage: "Wirklich?"
Keine einzige weltverändernde Technologie ist (mit Ausnahme des Computers) jünger als 80 - 100 Jahre!
I-Pot, Blueberry, Flachbildschirm, ja sogar das Handy sind "Folgeprodukte" und haben größtenteils keine
neuen Arbeitsplätze geschaffen, sie haben "lediglich" die Bestehenden für einige Jahre erhalten. Keine
neuen Produktionssparten entstanden. Die bereits existierenden Konzerne haben nur Produktionsschienen
verändert oder neu aufgebaut, und so ihre Auftragslage für einige Jahre gesichert. "Firlefanz" (gadges) wird
in die Welt geschüttet, Produkte die niemand ernstlich braucht. Trotz dieser "brandneuen Entwicklungen"
verliert die Warenproduktion dennoch unbeirrt und ständig an Boden. Arbeitsplätze in diesem Feld werden
weiter abgebaut, und der Prozent-Anteil am BSP sinkt weltweit unbarmherzig weiter.

Seit ca. 80 Jahren gibt es keine bahnbrechenden, essentiellen, Produktentwicklungen in der
Massenproduktion mehr! An Auto, Kühlschrank, Staubsauger, Waschmaschine, Telefon, Radio, TV,
Zentralheizung, E-Herd usw. kann nur noch ein bisschen "herumgeschraubt" oder "verschlimmbessert"
werden. Heißt das, unsere Generation sei einfallslos geworden? Selbstverständlich nicht! Wir haben
einfach schon alles Notwendige erfunden, und alles steht schon in unseren Wohnungen herum. Neubedarf
gibt es keinen mehr, nur noch Ersatz oder Ergänzung. Selbst MicroSoft hat seine liebe Not mit neuen
Betriebsprogrammen. "XP" ist so gut, dass sich die Leute weigern, etwas neues zu kaufen. Es gibt nichts
mehr groß zu verbessern, und neuer Schnickschnack, der ständig abstürzt? Der Markt ist satt, Optimum
und Maximum sind erreicht. Fall Sie es nicht glauben, dann frage ich SIE: "Was bitte müssten Sie jetzt
noch für sich anschaffen an lebensnotwendigen Gütern?" - Wahrscheinlich gar nichts.

Was die Computertechnologie betrifft, der Boom im Hardware Bereich ist auch schon lange vorbei,
Arbeitsplätze (Warenproduktion!) werden massiv abgebaut, Fabriken geschlossen. Die eigentlichen
Nutznießer waren die Dienstleister. Jeder Programmierer, Software-Entwickler und ein jeder, der nur
irgendwie eine Tastatur bedienen und ein Textverarbeitungsprogramm beherrschen konnte, hatte einen
neuen Job. Die Dienstleistungsbranche brummte. Aber das ist ebenfalls alles längst vorbei. Nur die
Arbeitsämter haben es immer noch nicht mitgekriegt; nach wie vor bieten sie
"Fort"bildungsmaßnahmen ("Fort" von der Realität) am Computer im Schnee von gestern an.

*

W i r ~ h a b e n ~ e i n ~ e i n z i g e s ~ P r o b l e m ,
w i r ~ h a b e n ~ k e i n e ~ e c h t e ~ N a c h f r a g e ~ m e h r !

Was hierzulande seit 150 Jahren passiert ist, sollte uns zu denken geben. Von 90% aller damaligen
Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sind nur noch 3% übrig geblieben; und hierin sind auch alle
Arbeitsplätze der Lebensmittelhersteller mitenthalten. Seit 100 Jahren blieben von ca. 65% aller damaligen
Arbeitsplätze in der Warenproduktion nur noch ca. 25% übrig. Seit 30 Jahren sind bis heute ca. 72 % aller
Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor beheimatet. Wie lange noch? So dramatisch schnell dieser Bereich
zugenommen hat, so dramatisch schnell wird dessen Abbau sein. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Die
meisten Dienstleistungen sind nicht essentiell. Jeder Marktteilnehmer kann problemlos darauf verzichten
ohne bedeutsame Einschränkungen hinnehmen zu müssen; gespart wird also hier zu allererst.

Die folgende Graphik zeigt neben den Wirtschafssektoren I - IV indirekt eine weitere, dramatische
Entwicklung auf: Die Einzelsektoren entwickelten sich (vereinfacht dargestellt) exponential!

Innerhalb der letzten 30 - 40 Jahre entwickelte sich weltweit Sektor IV (Dienstleistung) so rasch, dass jetzt
bereits 2/3 aller Erwerbstätigen weltweit hierin beschäftigt sind.

Aber! Ebenso rasant können diese Arbeitsplätze wieder abgebaut werden. Wohin sollen diese dann
abwandern? In den "trans-existenten" Sektor V (Nirwana)? Die exponentielle Entwicklung hat sich so
beschleunigt, dass, rein theoretisch betrachtet, in nur 5 Jahren mindesten 20 - 30% aller Berufstätigen nach
dorthin "umgelagert" werden müssten. Und dann ...? Erneut Endstation!

Fassen wir also diese ganze Entwicklung nochmals in einem weiteren Diagramm zusammen (siehe unten).
Die Luft wird dünn -Dieser Wirtschaftssektor befindet sich im senkrechten Sturzflug - nur keiner hat es
bemerkt. In diese mathematische Trickkiste greift so mancher Bilanzist. Aus einem Minuszeichen wird
dezent ein Pluszeichen gemacht; das bisschen Schummelei merkt doch keiner ... erst wenn der
Konkursverwalter anrückt ... aber dann ist es meistens leider zu spät.

Wir sind bereits auf dem besten Weg zur sogenannten 20% : 80% oder 1 : 5 Gesellschaft. Es gibt nur noch
für jeden 5. Arbeitswilligen echte Arbeit. Der Rest der Gesellschaft ist "überflüssig" geworden und lebt
dann vom "Sozial-Transfer". (Eine Quote von ca. 60 : 40 haben wir bereits erreicht.) Wie das weiter gehen
soll und was daraus werden wird, sei Ihrer eigenen Phantasie überlassen.

Unsere Krise ist mit der Großen Depression der 30-iger Jahre nicht vergleichbar, und kann daher mit den
damalig angewandten Mitteln und Maßnahmen überhaupt nicht "bekämpft" werden.

Damals bestand noch die Warenproduktion der USA (Schwerindustrie, Maschinenbau, etc.) und
beschäftigte rund 60% der Werktätigen. Im "New Deal" wurden vom Staat Großprojekte (Staudämme,
Straßen, Brücken, also "Warenproduktion") angeschoben, welche den damaligen "Kernbereich Industrie"
(und die 60% Arbeiter) wirtschaftlich unterstützte. Aber erst der 2. Weltkrieg brachte den
Warenproduktionsboom in Form vielfältigster Waffenproduktion! (Achtung! Die US-Amerikaner haben
die beiden Weltkriege - im Gegensatz zu uns Europäern - vornehmlich als Boom-Zeiten mit
Vollbeschäftigung erlebt. Es besteht daher die latente Neigung der USA, ihre kränkelnden
Wirtschaftsbilanzen mit einem "bisschen Krieg" wieder zu "liften". Seien wir gewarnt!)

Heute aber sind die Arbeitsplätze zu 70 - 80% im Dienstleistungssektor beheimatet. Wie um alles in der
Welt will hier Vater Staat helfend eingreifen? Friseurgutscheine verteilen? Jeden Bürger 3x die Woche
gratis zum Haareschneiden schicken? Jeden Geschäftsbrief von 3 Sekretärinnen 3x tippen lassen? Die
Gastronomie wiederbeleben mit Freibier und Zwangskomasaufen, damit die Taxifahrer und Krankenhäuser
an diesem "Konjunkturaufschwung" mit partizipieren können? Ganz klar gesagt: Der Staat kann ~ n i c h t ~
helfend eingreifen indem er sogenannte "Wirtschaftspakete" schnürt, weil der größte Teil unserer
Wirtschaft im stark diversifizierten Dienstleistungsbereich angesiedelt ist. Um es in ein Bild zu fassen:
Dienstleister gleichen einem Riesenschwarm vieler kleiner Sprotten oder Sardinen. Der Staat wirft nun
seine Konjunkturnetze aus, welche aber nur für den Heringsfang geeignet wären. Die Folge: Die Maschen
sind zu groß, das Konjunkturnetz fischt ins Leere. Nur für die großen Fische bleibt etwas hängen
(Großunternehmen, Banken, Versicherer).

Um Sie, liebe Leser, etwas zu schonen, sprach ich bisher von nur einer Tragödie. Es sind aber derer
mehrere. Und vertrackter Weise hängen sie alle irgendwie miteinander zusammen. Es bleibt also spannend.

*


I n ~ M ü n c h e n ~ s t e h t ~ e i n ~ H o f b r ä u h a u s . . .

Und nicht nur dieses eine, sondern viele, viele andere Häuser nebendran. Und was haben
Hofbräuhausbesucher und diese vielen, vielen Häuser nebendran gemeinsam? Sie drängeln sich alle dicht
an dicht. Und in diesen vielen, vielen großen Häusern sind viele, viele kleine Appartements. Und was
haben diese Häuser mit den Appartements gemeinsam ...? Sie haben es erraten, sie drängeln sich
aneinander. Dieses Hühnerfarm-Phänomen nennt man Urbanisierung. In München liegt der "Single-
Haushalte-Anteil" bei ca. 54%, Tendenz steigend. Und was haben Berlin, Paris, London, Rio, L.A.,
Schanghai, Karatschi mit München gemeinsam ...? Genau, der Single-Haushalt ...

Lange Rede, kurzer Sinn. Laut UN-Angaben wohnt seit 2007 erstmals weltweit über 50% der
Weltbevölkerung engst an engst in Städten! Tendenz stark steigend. Derzeit liegt der Urbanisierungsgrad in
der 1. Welt bei 70 - 90 %, die 2. Welt folgt dicht auf, und die 3. Welt wird diese Quote innerhalb der
nächsten 20 - 30 Jahre ebenfalls erreicht haben. In nur 20 Jahren sind bereits über 1 Milliarde Menschen
zusätzlich in die Städte abgewandert. Und warum ist das für uns wichtig? Ganz einfach: Über kurz oder
lang werden 80 % der Weltbevölkerung von der unmittelbaren Lebensmittelproduktion (Land) komplett
abgeschnitten sein! Was dies bedeutet sehen wir später in Teil 4.

Warum diese gigantische Landflucht weltweit? Nun, ich habe Ihnen schon erzählt, was bei uns hier vor 150
Jahren mit unserer Landbevölkerung geschah, und das passiert jetzt weltweit. Auf dem Land gibt es keine
Arbeit mehr, weil gigantische Agrar-Großkonzerne mit Hightech-Landmaschinen die Kleinbauern platt
machen (das "Bauernlegen" feiert wieder fröhliche Urstände.), oder die EU subventionierte Agrarprodukte
billigst in die 3. Welt verhökert und die dortige Bauernschaft damit ruiniert. Nur die Stadt verspricht Arbeit
und eine bescheidene Zukunft. Der Preis der dafür bezahlt werden muss ist in jeder Hinsicht hoch.

*


U r b a n i s i e r u n g :
E i n ~ p r o b a t e s ~ u n d ~ k o s t e n l o s e s ~
M i t t e l ~ d e r ~ G e b u r t e n k o n t r o l l e .

Lärm, Dauerstress, Schlafmangel, Zusammenpferchen auf engsten Raum, all das sind bewährte
Foltermethoden um jemanden zum Reden zu bringen, oder - eine Lebensweise, wie sie bereits 50 % der
Menschheit ertragen muss. Man hat in Versuchen mit Ratten, Mäusen und Meerschweinchen solche
Horrorszenarien nachgestellt, untersucht, und Symptome bei den armen Tieren festgestellt, die fatal an die
Symptome der Großstädter erinnern, als da wären: Kürzere Lebenserwartung, Nervenleiden, Impotenz,
geringerer und kränkelnder Nachwuchs, erhöhte Aggressivität, Angstverhalten, usw.

Eine Erkenntnis ist dabei wenig bekannt und zugleich verblüffend. Man hatte bislang immer angenommen,
dass unsere Geburtenrate rückläufig sei wegen höherem Lebensstandard, Sexualaufklärung,
Verhütungsmitteln, Bildung, Frauen in Berufen, etc. und diesbezüglich dann finanzielle "Anreize"
geschaffen, damit die "Reproduktionsquote" wieder steigen soll. Ohne Erfolg. Die eigentliche Ursache ist
so einfach wie verblüffend: Urbanisierung/Verstädterung. Die westliche Welt hatte viel früher eine hohe
Urbanisierungsquote erreicht als andere Teile der Welt. Jetzt aber, wo auch die kinderreiche 3. Welt rasend
schnell verstädtert, tauchen die gleichen Phänomene auf wie bei uns - auch dort sinkt die Geburtenrate in
den Städten! Die meisten dieser Frauen sind völlig ungebildet, kennen keine Familienplanung,
Verhütungsmethoden etc., und doch sinkt die Geburtenrate!

Auf dem Land, wo jeder seine Hütte oder sein Haus hat, macht es den Kohl nicht fett, wenn ein kleiner
Zwerg mehr im Garten herum tollt, ein Tellerchen mehr auf dem Tisch steht. In einer 1 - 2
Zimmerwohnung in der Stadt hingegen kann ich keine 10 Kinder unterbringen. Und wer passt auf sie auf,
wenn die Eltern bei der Arbeit sind? Spielplätze gibt es nicht. Wer kocht für sie? Gehen die Kinder auch
zur Schule? Usw., usw. Kurz: Das Land ist kinderfreundlich, die Stadt aber "hasst" Kinder. Auf Dauer
überlebt nicht einmal die Kleinfamilie in diesem Asphaltdschungel, sondern nur der erwachsene Single.

Auch für dieses Szenario gibt es Versuche mit Ratten, Mäusen und Meerschweinchen. Die Tiere bekamen
so viel Futter wie sie nur wollten, durften sich so oft vermehren wie sie nur wollen, aber der Lebensraum
blieb unverändert groß. Auch hier ist das Ergebnis verblüffend. Ab einer bestimmten Bevölkerungsdichte
dieser Versuchstiere vermehrten sie sich nicht mehr weiter, die Geburtenrate sank! Bislang ging man
immer davon aus, dass das Nahrungsangebot die entscheidende Größe sei, in welchem Umfang Tiere sich
reproduzierten. Wir müssen umdenken. Die Deutschen sterben nicht aus, sie passen sich nur der gegebenen
Urbanisierung an. Man sollte auch nicht vergessen, dass Deutschland eines der am dichtesten besiedelten
Länder der Welt ist. Würden die Deutschen plötzlich wieder zu einem Landvolk werden, stiege die
Kinderzahl wieder rasant nach oben an. Einfache Ursache - große Wirkung.

Natürlich könnte man mir jetzt vorwerfen, es sei unseriös, Demographie-Entwicklungen mit Tierversuchen
zu interpretieren. Aber auch hier bietet die UN wieder interessantes Zahlenmaterial. (ZPG = Zero Point
Growth = Nullwachstumspunkt)

Seit 1963 (sic!) nimmt die Wachstumsrate der Weltbevölkerung von 2,3% stetig ab und steht z. Zt. bei 1,2
%. Nach diesen Berechnungen ergäbe es sich, dass um 2075 die Zuwachsrate auf 0 % sinkt. Nach
Erreichen dieses Bevölkerungszenits von ca. 9,2 Mrd. Menschen, sinkt dann die Weltbevölkerungsrate
wieder. (Die Wachstumsrate sinkt aber rascher, weil die Urbanisierung sich rasant vollzieht.) Es scheint ein
recht einfaches (zynisches) Mittel zur weltweiten Geburtenkontrolle zu geben: 100 %-ige Urbanisierung.

*


S c h l a g z e i l e n ~ i n ~ 2 0 1 0 :

R o t k ä p p c h e n ~ t o t ! ~ V o n ~ G r o ß m u t t e r ~ g e f r e s s e n !

W o l f ~ ü b e r l e b t ~ s c h w e r ~ v e r w u n d e t !
V o n ~ G r o ß v a t e r ~ a n g e f a l l e n !

Das sogenannte Generationenproblem ist kein Generationenproblem, sondern ein Alters- oder
Alterungsproblem. Gutmenschen werden bei dem nun Folgenden ein Protestgeschrei anstimmen. Aber
beschimpfen Sie bitte nicht mich, denn ich habe die grausigen Fakten nicht in die Welt gesetzt. Sie sind
einfach da, und bleiben da, auch wenn wir uns alle 10 rosarote Brillen auf die Nase setzten.

In der Römerzeit lag das Durchnittsalter der Menschen bei 16 (in Worten: sechzehn) Jahren. Um 1850 lag
das Durchnittsalter der Weltbevölkerung bei 18 Jahren, und um 2000 erhöhte es sich auf 27 Jahre. Bis
2050 wird es auf 40 Lebensjahre hochklettern. Was sagen diese Zahlen aus?

1.
Bis um 1850 war die Kindersterblichkeit sehr hoch (2/3 der Kinder starben vor Erreichung des 5.
Lebensjahres).

2.
Die Erwachsenen wurden durchschnittlich nur 40 - 50 Jahre alt.

3.
Ab 1850 bis 1900 erreichte es die moderne Medizin (Hygiene, Impfungen), dass die Kindersterblichkeit
stark sank.

4.
Dank moderner Medizin überlebten Erwachsene dank Impfungen, neuer Behandlungs- und
Operationstechniken viele Krankheiten, Seuchen und Unfälle, die zuvor tödlich waren.

5.
Gesünderes und vielseitigeres Nahrungsangebot verringerte vorzeitigen Körperverschleiß.

Innerhalb von nur rund 80 Jahren verdoppelte sich fast die Lebenserwartung eines Mitteleuropäers von 48
Jahren auf rund 80 Jahre! So erfreulich dies einerseits ist, so bedrohlich ist dies andererseits. Die
Bedrohung heißt Überalterung. Knallhart gesagt werden immer mehr Ressourcen heute von den Alten
beansprucht, welche der Reproduktionsseite (Kinder/Nachwuchs) dann fehlen. Wer viele Alte ernähren
muss, dem fehlen die Mittel für den Nachwuchs. Das derzeitige System ist so pervertiert, dass der größte
Teil der Mittel in den Händen alter Menschen liegt, während der arbeitende, reproduktionsfähige Teil der
Bevölkerung kaum mehr die Mittel aufbringen kann,

a) eine Familie zu gründen,

b) Kinder in die Welt zu setzen.

Die Urbanisierungsfolgen verschlimmern zusätzlich diese Negativentwicklung.

Verschärft sich die wirtschaftliche Lage, oder kollabiert gar die Wirtschaft, was nur noch eine Frage der
Zeit ist, und die Alten treten nicht zurück ins zweite Glied, dann gibt es ein Gemetzel. Nicht der, der mit
dem dicksten Geldbeutel herumwedeln kann, siegt dann, sondern der, der den dicksten Knüppel schwingen
kann.

Ich will hier nicht moralisieren, sondern nüchtern aufzeigen, wohin letztendlich diese Entwicklung
hinführen muss, falls sich nichts verändert. Die Biologie kennt dieses Phänomen unter dem Begriff
"Überalterung einer Spezis", und diese führt über kurz oder lang zu deren Aussterben. Je größer der Anteil
an Alten wird, desto mehr transformiert sich die Alterspyramide und steht am Ende auf dem Kopf. (Dass
die Pyramiden zunächst kleiner dargestellt sind, und in der Folge größer, zeigt grafisch auf, dass die
Menschen früher/jünger starben.)

99 % aller bisherigen Lebewesen auf diesem Planeten sind zwischenzeitlich ausgestorben. Glaubt jemand
allen Ernstes, wir Menschen blieben davon verschont? Wir sind der allerletzte Zweig der Spezis der
Hominiden. Alle anderen kehrten schon heim in die "ewigen Jagdgründe Manitus".

*


Z u s a m m e n f a s s u n g .

1.
Der Mensch hat im Laufe seiner Geschichte drei "natürliche" Wirtschaftskreisläufe (unbewusst) zerstört,
und diese durch "künstliche" Wirtschaftskreisläufe ersetzt. Der "Naturproporz" 1:10:100 ging
unwiderruflich verloren. Erst mit dem Aussterben des Menschen wird sich die Natur diese
"Naturkonstante" wieder zurückholen.

2.
Ausgerottet wurde eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren, und an deren Stelle davon extrem wenige Sorten
gezüchtet und verwendet. Die Zahl größerer Haustiere (Rind, Schaf, Ziege, Schwein, etc.) beträgt weltweit
nur 14! Zusätzlich einige wenige Kleintierzüchtungen (Huhn, Ente, Hasen, Meerschweinchen, etc.). An
Speisepflanzen ganze 5 (fünf) Getreidesorten, Reis, Mais, Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Soja) und
Gemüse. An Nutzpflanzen Baumwolle, Hanf und Flachs.

3.
Agrar- und Viehzüchtergesellschaften prägten Jahrtausende lang die Zivilisation der Menschheit.
Nahrungsmittelerzeugung war die vorrangige Arbeitsbeschäftigung (90 %).

4.
Hauptursache aller bedeutsamen Veränderungen in menschlichen Gesellschaften war die Entwicklung der
Technik. Die Technik eröffnete die Möglichkeit, anstatt Zyklen (Kreisläufen), lineare oder exponential
verlaufende Wirtschaftsweisen zu entwickeln. (Siehe Punkt 7)

5.
Die industrielle Massenfertigung von Waren und Gütern ermöglichte das Entstehen großer Ballungsräume.
Das frühere Gleichgewicht von Stadt und Land verschob sich zugunsten der Stadt. Die weltweite
Urbanisierung ist derzeit unumkehrbar, und in absehbarer Zukunft werden weltweit ca. 80 % der
Weltbevölkerung in (Mega)Städten leben.

6.
Der Anteil an der Lebensmittelerzeugung (Beschäftigte und BSP) sank weltweit auf 4 %, in der 1. Welt auf
1 - 3% ab.

7.
Die Technologie war es, die alte Wirtschaftszyklen (echte Kreisläufe) zerstörte und neue Wirtschaften
schuf [keine Kreisläufe mehr, sondern exponetielles "Wachstum" (= Krebsgeschwür)]. Deutlich gesagt, hat
die Technik langfristig gesehen mehr (dauerhafte) Arbeitsplätze vernichtet, als geschaffen. Früher hieß es:
"Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder." Heute muss es heißen: "Die Technik frisst ihre eigenen
Arbeitsplätze." Frage: Ist es nicht Hightechanwendung, welche menschliche Arbeit (= Einkommen =
Nachfrage) durch Roboter und IT (= Kostenersparnis = Abschreibung) vernichtet? Warum müssen
eigentlich Roboter keine Lohnsteuer bezahlen? (*2) Der Mensch wird hier benachteiligt!

8.
Der Dienstleistungssektor nimmt derzeit den größten Anteil ein, sowohl in den Beschäftigtenzahlen als
auch im BSP (Bruttosozialprodukt). Der Anteil an essentiellen Dienstleistungen (z.B. Medizin) am Ganzen
ist hingegen verschwindend gering. Ein Großteil dieses Sektors ist ebenfalls ein "Big Job Bubble"
(Arbeitstellen-Seifenblase), der genauso schnell wieder platzen kann/wird wie derzeit viele der
Finanzblasen tun.

9.
Nach dem Dienstleistungssektor gibt es (derzeit) keinen neuen Sektor mehr in welchen übergewechselt
oder ausgewichen werden könnte! Definitiv: Wer seine Arbeit jetzt verliert, verliert sie (in den meisten
Fällen) für immer. Sackgasse. Endstation.

10.
Die lebensnotwendigen oder wichtigen Massenprodukte wurden alle bereits vor 80 - 100 Jahren erfunden.
Neue, umwälzende Erfindungen gibt es derzeit nicht und sind auch nicht absehbar.

11.
Die Waren- und Güterproduktion sinkt ständig (Beschäftigte, BSP). Viele Bedarfsartikel werden nicht
mehr grundsätzlich neu angeschafft (echte Nachfrage), sondern nur noch nötigenfalls ersetzt.

12.
Die Urbanisierung/Verstädterung nimmt stetig zu; die Fertilität (Fruchtbarkeit - khh.) in den Städten nimmt
ab.

Jetzt werde ich alle Puzzleteile neu zusammen legen, und es entsteht daraus ein (nicht sehr erfreuliches)
Bild unserer nahen Zukunft. Immerhin zeigt es Möglichkeiten auf, was zu tun ist, um die kommenden
Zeiten gut zu überstehen. Aber eines sei gleich vorweg gesagt: Die Maßnahmen sind umfassender als
einem lieb sein kann, denn die Auswirkungen von dem was möglicherweise geschehen wird, habe auch ich
erst jetzt, durch die Beschäftigung damit, in ihrer ganzen Tragweite erfasst. Es erschreckt mich, und lässt
mich bescheiden und dankbar werden für jeden einzelnen Tag, den ich noch in Frieden (und mit vollem
Bauch) genießen darf. Zu Ende des 2. Weltkrieges kursierte ein Spruch in den Reihen der Privilegierten des
untergehenden Deutschen Reiches: "Genießen wir den Krieg, der Friede wird schrecklich sein!" Ersetzen
wir das Wort "Krieg" mit "Bubbles" (Seifenblasen - khh.) und "Frieden" mit "Zukunft", dann trifft heute
der Spruch den Nagel auf den Kopf.

*


W a s ~ b r a u c h t ~ d e r ~
M e n s c h ~ w i r k l i c h ~ z u m ~ l e b e n ?

Ein echter Asphalt-Cowboy überlebt natürlich mit nur drei Dingen am Mann: Handy im Hüfthalfter,
Kreditkarte und Zahnbürste in der linken Brusttasche (für Linkshänder die rechte). Die Asphalt-Squaw
macht es sich noch einfacher, sie kommt mit einem Utensil aus, dem Handtäschchen. In diesem Survival-
Kit (Überlebenssack) wird alles mögliche und unmögliche gehortet (Handy!!!, Lippenstift, Taschentücher,
Schminke, usw. usw.). Ein Mann bräche unter dieser Last zusammen.

Ich überzeichne etwas, aber die Realität ist nicht weit entfernt davon. Wir Mitteleuropäer haben ein echtes
Problem: Wir wissen nicht mehr was lebensnotwendig ist. Das Wort "Hunger" ist für uns ein abstrakter
Begriff geworden über den sich, während des Mittagessens, trefflich diskutieren lässt. Kräht unser Kleiner:
"Ich hab Hunger!", strahlt Mutti glücklich und schaufelt ihn mit einem "Fruchtzwerg" zu.

Die Maslow´sche Pyramide hilft uns ein wenig auf die Sprünge. Alle bisher gemachten Aussagen bezogen
sich nämlich auf den Bereich des oberen Pyramidendrittels, wie Selbstverwirklichung, Prestige usw. Diese
kommen aber erst dann primär zum tragen, wenn zuvor das untere Drittel der Pyramide befriedigt worden
ist. Seit drei Generationen ist aber für uns der untere Bereich kein Thema mehr gewesen, daher haben wir
den existentiellen Bereich überhaupt nicht mehr bewusst wahrgenommen.

(Da die Beschriftung nur mangelhaft rüberkommt, hier die Beschreibung
der Graphik von oben nach unten:
1. Spitze = Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.
2. Ich-Bedürfnisse: Achtung, Anerkennung, Prestige, Status.
3. Soziale Bedürfnisse: Kontakt, Zugehörigkeit, Zuwendung, Liebe.
4. Sicherheitsbedürfnisse: Angstfreiheit, Schutz, Vorsorge.
5. Unten/Basis = Grundbedürfnisse: Hunger, Durst, Schlaf, Erholung, Wärme. - KHH.)

Ich möchte das Thema präzisieren. Es gibt Bereiche in den Grundbedürfnissen, die ohne großen Aufwand
zu befriedigen sind, andere nicht. Schlüpfen wir in die Kleider eines Obdachlosen der kein Alkoholiker ist
(die gibt es auch, und sie nennen sich selbst "Berber"), der keinen Cent besitzt und auch nicht bettelt. Luft
steht uns grenzenlos zur Verfügung. Trinkwasser kriegen wir auch ohne größere Probleme. Und selbst
wenn man uns ein Glas Wasser verweigern würde, einen Bach oder Brunnen gibt es immer irgendwo.
Wärme erhalten wir durch weggeworfene Kleider, Lumpen, Zeitungen, die wir irgendwo aufgesammelt
haben. Zum Schlafen suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen im Park oder Wald, erholen uns da auch oder
teilen dort gelegentlich unser Sexualbedürfnis mit einer "Berberin". (*2)

Bleibt ein einziger wichtiger Posten offen: Essen!!

Einmal angenommen wir "Berber" ziehen durch die Stadt. Lebensmittel sind sehr knapp, kein Stück Brot
in der Mülltonne, keine Suppenküche hat auf, aber betteln gehen wir auch nicht. Gibt es irgendwo so etwas
wie einen "Bach" oder "Brunnen", wo wir ohne Arbeit und kostenlos Lebensmittel schöpfen könnten?
Leider nein. Nicht umsonst haben unsere "Jäger und Sammler"-Vorfahren die meiste Zeit nicht mit
Kartenspielen zugebracht, denn der Fußball war ja noch nicht erfunden, sondern Hirsche gejagt und
Schwammerl gesammelt; eine zeitraubende Beschäftigung. Den späteren Bauern erging es nicht besser.
Feldarbeit bis der Buckel krumm war und einem die Hacke aus der Hand fiel. Und als Freizeitgestaltung
noch ein wenig Fronarbeit.

Nahrung bedeutet Arbeit, Arbeit, Arbeit und Zeit, Zeit, Zeit. Denn erst muss das Korn in den bestellten
Boden. Dann dauert es ein halbes Jahr bis zur Reife. Dann ernten, dreschen, putzen, malen. Aber dann ist
das Mehl noch lange nicht zum Laib Brot geworden. Tierhaltung ist ähnlich aufwendig. Unsere
Überflussgesellschaft hat ein ernstes Problem: Wir haben den Bezug zu unseren Lebensmitteln verloren.
Wir kennen nicht länger den langen Weg ihrer Erzeugung, die vielen Arbeitsgänge in der Roh-, Weiter-
und Endverarbeitung. In unserer Welt hüpft die Fertigpizza aus der Tiefkühltruhe in unseren Mikrowellen-
Herd, und von da auf den Teller. Ganz so wie das weiße Kaninchen aus dem Zylinder des Zauberers heraus
hüpft. Der Satz: "Soll doch der Bauer verrecken, ich hole meine Brötchen aus dem Supermarkt" ist genau
so schwachsinnig wie: "Nieder mit den AKWs, ich hole meinen Strom aus der Steckdose".

Ich hacke deshalb so ausdauernd darauf herum, weil sonst die riesige Gefahr nicht erkannt wird, die auf
uns alle lauert. Fast kein Mensch kann es sich heute vorstellen, dass innerhalb nur zwei Wochen die
berstend vollen Regale der Supermärkte gähnend leer werden können, und für lange Zeit auch leer bleiben
werden. Unsere Lebensmittelerzeugung hat sich dramatisch verändert. Sie ist ein Wirtschaftszweig, der
ähnlich durchorganisiert und aufgebaut ist wie Audi oder Volkswagen. Produziert wird nach Auftragslage,
keine Lagerbestände, alles "just in time", Bevorratung Null.

Und vergessen wir eines nicht. Nur 1-3 % der arbeitenden Bevölkerung ist überhaupt noch in der
Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung tätig. Diese versorgt aber, dank Technik, 100 % der
Bevölkerung! Erinnern wir uns: Als es den technischen Fortschritt noch nicht gab, da hatten 70 - 90 % der
Bevölkerung 100 % der Bevölkerung ernährt. Im Rückkehrschluss bedeutet dies, dass bei einem
Totalausfall jeglicher Technik diese 3 % Land-, Vieh- und Fischwirte maximal 3 - 6 % der Bevölkerung
ernähren könnten. Die restlichen 94 % wären vom Hungertod bedroht!

Ausfälle gibt es schnell. Sollte beispielsweise flächendeckend in D/A/CH auf unbestimmte Zeit der Strom
ausfallen, gibt es innerhalb einer Woche keinen Liter Milch mehr, keine Butter, keinen Käse, und das auf
mehrere Jahre hinaus! Weshalb? Unsere Turbo-Milchkühe müssen täglich mindestens zweimal gemolken
werden. Die Zitzen sind "milchmaschinengerecht" angezüchtet worden und können nicht mehr von Hand
gemolken werden (Und wer kann heute noch melken?). Können aber die armen Viecher nicht innerhalb
von 1 - 2 Tagen maschinell gemolken werden, müssten die Euter aufgeschlitzt, oder das Rind
notgeschlachtet werden. Nahezu der gesamte Milchviehbestand müsste innerhalb einer Woche
notgeschlachtet werden! Und gäbe es dann immer noch keinen Strom, müsste aus den winzigen
Restbeständen alter Rassen ein komplett neuer Viehbestand aufgebaut werden. Zeitdauer: Viele Jahre. Das
war nur ein Beispiel.

Ein weiterer Gedanke zum Nachdenken. Das romantische Bild des pflügenden Bauern spukt noch in
unseren sentimentalen Gehirn-Blaupausen herum. (Hier einmal für unsere patriotischen Eidgenossen eine
Kröte zum Schlucken: Die Schweiz - autarkes Bollwerk! - und, neben dem Käse ist man gar stolz auf das
kernige Brot. Die Idylle bekommt Risse. 2/3 allen Brotgetreides wird von der Schweiz importiert - aus
Indien!) Denn weltweit wird der größte Teil der Lebensmittel von Agrarkonzernen produziert! Und das
Management kennt keine Sentimentalitäten. Diese Unternehmen unterliegen genauso der Rendite-Peitsche
wie jedes andere Big Business auch. Stimmt der Preis nicht, wird nicht produziert, Flächen werden
stillgelegt. Ob deshalb jemand verhungert, interessiert keinen. Spinnen wir den Faden weiter. Wenn durch
einen Wirtschaftskollaps ein Großteil der Menschen arbeitslos (und geldlos) geworden ist, der Staat
zwischenzeitlich auch zahlungsunfähig geworden ist und nichts mehr subventionieren kann, wer wird dann
die hungernde Bevölkerung kostenlos mit Nahrung versorgen? Der Bauer, der Agrarkonzern, der
Spekulant? Keiner! Wer nicht zahlen kann verhungert. Man könnte noch weiter fragen: "Womit bezahlen,
wenn das Geld doch nur noch aus wertlosen Papierschnipseln besteht?"

Bezahlt werden kann dann nur noch, wenn überhaupt, mit
a) erwünschten Dienstleistungen (Handwerk, Prostitution, etc.),
b) durch benötigte Tauschgüter,
c) durch Zahlung mit Edelmetallen (Münzen, Barren, Schmuck).

*


E d e l m e t a l l e ~ a l s ~ i n d i r e k t e ~
L e b e n s m i t t e l v o r s o r g e ?

Ich möchte an dieser Stelle bezüglich Edelmetallen und Lebensmittelvorsorge etwas einflechten. Immer
wieder ist auf einschlägigen Web-Seiten die Milchmädchenrechnung zu lesen, für wie lange man mit einer
Unze Silber oder Gold seine Familie in der Krise durchfüttern könne. Diesen (Milchmädchen)-Zahn
möchte ich den EM-Bugs (Edelmetall-Bugs) ziehen. Nicht um ihnen eins auszuwischen, sondern um sie
vor einer sehr gefährlichen Illusion zu bewahren. EMs sind ein Werterhaltungs- und Investitionsgut, aber
keine Dauerkonserven! Denn:

1.
Wer auf einen Wertanstieg von Gold und Silber (Münzen, Barren) im Verhältnis zum Dollar oder Euro
spekuliert, verfehlt das Ziel. Denn was nützt es mir, wenn meine 700 Goldunze plötzlich 7.000 wert
ist, ich aber dabei übersehe, dass der Euro inflationär bedingt ebenfalls nur noch 1/10 seines ursprünglich
Wertes besitzt. In welchem Verhältnis zu was zeigt sich dieser "Wertanstieg", wenn sich die
Vergleichswerte durch Deflation und/oder Inflation verzerren? Den besten Satz den ich diesbezüglich
gelesen habe lautet: "Alles was du schon hast, wird immer weniger wert (Deflation), und alles was du
brauchst wird immer teurer (Inflation)."

2.
Selbst wenn der Wert Ihres Silber- oder Goldstücks real in sagenhafte Höhen geklettert wäre, wie wollen
Sie Ihre Familie für 1 Woche/Monat/Jahr ernähren? Sie haben diesen Silber- oder Goldtaler, aber kein
Kleingeld. Stellen Sie sich einfach vor, Sie hätten plötzlich eine 7.000 Banknote in der Hand und
wollten damit beim Bäcker Brot kaufen; er kann nicht herausgeben. Und, wenn Sie am verhungern sind,
rücken sie den Taler schon heraus, denn - auch Ihr Gold kann man nicht essen! Woouuww!! 1 Laib Brot
für 700 Euronen, ein tolles Geschäft ... für den Bäcker.

3.
Auch in sehr schlechten Zeiten gilt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Ich habe versucht
aufzuzeigen, wie extrem angespannt die Lebensmittellage sein wird. Eine Dose Tuna (heute ALDI 0,85
Cent) kann dann schon mal für einen "Philharmoniker" (700 Euro) über den Tresen wandern.

4.
Ich wiederhole mich: Wer glaubt, sich mittels EMs mit billigen Lebensmitteleinkäufen durch die Krise
mogeln zu können, ist seine Taler schneller los, als er schauen kann.

5.
Wer in solchen Zeiten mit EMs Lebensmittel auf dem Markt kaufen will, lebt nicht lange. In solchen Zeiten
haben Beutel- und Halsabschneider Hochkonjunktur; Gratis-Folter mit inbegriffen. (Man will Sie doch
schließlich komplett von dem schnöden Mammon befreien. Sie schlafen dann ruhiger.)

Edelmetalle haben ihren Platz in der Krisenvorbereitung, aber an anderer Stelle.

*



B a c k e , ~ b a c k e ~ K u c h e n , ~ d i e ~ K r i s e ~ h a t ~ g e r u f e n ...

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig die gewaltige Tragweite der derzeitigen Krise vor Augen führen. Es
geht nicht um Finanzblasen die gerade platzen, während schon die nächste kräftig aufgepumpt wird. Diese
Nummern sind lediglich der verzweifelte Versuch, Scheinnachfragen auf die große Kinoleinwand der
Wallstreet zu projizieren. Echtes Wirtschaftswachstum gibt es nur dort, wo physische Aufbauleistungen
vorzuweisen sind (China, Indien). In den USA ist nur noch die Abrissbirne in Bewegung. Das ganze
kapitalistische Wirtschaftssystem funktioniert nur mit stetig steigenden Wachstumszahlen. Da echtes
Wachstum schon lange nicht mehr erzielt werden konnte (Marktsättigung), wurde und wird stetig
Scheinwachstum (bubbles) vorgegaukelt, damit das System nicht kollabiert.

Bereits 78 % des BSP der USA werden im Dienstleistungssektor "erwirtschaftet"! Die Insel St. Helena im
Atlantik ist da noch weiter entwickelt. Deren Dienstleistungsanteil am insularen BSP beträgt satte 90 %.
Denn - fast jeder Einwohner dort ist in der britischen Kolonialverwaltung tätig, weil es kaum echte Arbeit
gibt; das Mutterland bezahlt diese ganze "ABM-Dienstleistungsmaßnahme". Wo man hinsieht lauter
Mogelpackungen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, wo dieser Schwindel nicht länger verborgen werden
kann. Das System bricht zusammen.

Nahrungsmittelerzeugung und -herstellung halten mit 1 % am BSP nur noch einen winzig kleinen Anteil in
der "künstlichen" Wirtschaft. Wenn diese vom Menschen erzeugte, künstliche Wirtschaft kollabiert, dann
wird die gesamte städtische Bevölkerung von dem abgeschnitten sein, was ihr Überleben überhaupt erst
ermöglicht: Der Nahrung. Die ökologische Pyramide steht auf dem Kopf. Es endet damit, dass viele
versuchen werden sich von dem Wenigen zu ernähren. Es gibt nur eine einzige Ressource die immer knapp
sein wird: Nahrung. Fehlt diese, herrschen Hunger, Mord und Totschlag, und ... Kannibalismus.

(Ich lebte einmal vier Monate in Neuseeland und sieben Monate auf den Fidschi-Inseln. Dort habe ich auch
in den Archiven gestöbert. Fazit: Es wurde weitaus mehr Menschenfresserei betrieben als offiziell
zugegeben wird. Ein Fidschi-Häuptling schoss dabei den Vogel ab. Er allein fraß während seiner 18-
jährigen Herrschaft mehr als 1.300 Menschen auf; alle 5 Tage einen. Nur ein Gräuelmärchen? Der
Häuptling ließ einen Steinhaufen errichten, einen Stein für jeden Gefressenen. Ein Missionar hatte sich um
ca. 1830 die Mühe gemacht und die Steine gezählt.)

Jagd und Landwirtschaft sind Vollzeitbeschäftigungen. Arbeitslosigkeit ist ein Phänomen der Zivilisation.
Die Wirtschaftsentwicklung hat den Menschen Schritt für Schritt von der einzigen Sache immer weiter
entfernt, von der sein Leben abhängt: Lebensmittel. Jeder Städter, ob reich ob arm, ist auf Gedeih und
Verderben von Dritten abhängig, um etwas zu essen zu bekommen. Vom Erzeuger zum Hersteller, zum
Transportunternehmen, zum Einkaufsladen. Gehen aber seine Verdienstmöglichkeiten verloren
(Arbeitsplatzverlust oder Hyperinflation), hat er nichts mehr, was er für Nahrung eintauschen könnte. Kein
Geld/Tauschmittel, kein Essen. Kein Essen ... so einfach ist das. Die Lebensmittelherstellung kann in
unglaublich kurzer Zeit nahezu komplett zusammenbrechen. Die Lebensmittelpreise werden in sagenhafte
Höhen schnellen. Auch für EM-(Edelmetall)Grossbesitzer wird dann die Luft dünn ...


Wie Sie überleben können.


1. Stufe:
Lebensmittel für 2 - 3 Jahre! Sie haben richtig gelesen. Denn - Wir haben in unseren Breiten nur eine Erntesaison.
Die zu 100 % technisierte Landwirtschaft kann nicht kurzfristig umgestellt werden auf ein Niveau der 50-iger
Jahre. Hybridsamen (*3) sind nicht reproduzierbar, und samenfeste Sorten als Saatgetreide oder Sämereien sind
nicht ausreichend vorhanden. Allgemeine Lebensmittelbevorratung in größerem Umfang existiert nicht. Ein
simples Beispiel: Für eine Goldunze im Wert von ca. 700 erhalten Sie derzeit 700 Bratheringsdosen. Was
müssten Sie später für eine Dose hinblättern, wenn es sie überhaupt noch zu kaufen gibt? Diese Vorräte sind
ausschließlich dazu gedacht, um zu überleben, nicht aber um zu tauschen! Zeigen Sie nie, dass Sie etwas zum
Beißen haben, sonst haben sie plötzlich jede Menge ungebetener "Gäste".

2. Stufe:
Silbermünzen und Tauschmittel. Münzen in möglichst kleinen Stückelungen und Tauschmittel, welche klein sind
und dringend benötigt werden: Feuerzeuge, Zigaretten, usw. Diese Mittel werden ausschließlich dazu verwendet,
zusätzliche Lebensmittel und sonstige benötigte Gebrauchsgüter zu beschaffen. Tausch und Kauf des "Kleinen
Mannes".

3. Stufe:
Goldmünzen und Barren. Diese Vorräte für Investitionen verwenden, wenn sich die Lage beruhigt hat und eine
gewisse Rechtssicherheit (Vertragsbindung) wieder eingekehrt sein wird. Wählen Sie in Ruhe und Sorgfalt aus,
wo Sie einsteigen wollen. Sie haben Zeit. Das Angebot wird unglaublich vielseitig und werthaltig sein. (Viele sind
nämlich verhungert.)

4. Stufe:
Samenfestes Saatgetreide und samenfeste Gemüsesämereien. Unter samenfest versteht man Züchtungen, welche
sich weiterzüchten lassen und über viele Generationen ihre Qualitäten bewahren. Meiner Einschätzung nach
werden mindestens 2 - 3 Hungerjahre ins Land ziehen. Während dieser Zeit können Sie von Ihren
Lebensmittelbeständen (1. Stufe) leben. Jetzt erst ist es dann an der Zeit selbst produktiv zu werden. Sie müssen
deshalb nicht zum Bauern werden. Wer aber jetzt über keimfähige Saaten verfügt, hat das Wertvollste was es
dann gibt. Denn Getreide und Sämereien sind der Grundstock für jedes zukünftige Wirtschaften der Menschen.
Sie stellen dann die Weichen für zukünftige Generationen!

Ich hoffe, ich konnte Sie dafür sensibilisieren, gesteigerte Aufmerksamkeit Ihrer Lebensmittelvorsorge zu
schenken. Gold kann man bekanntlich nicht essen. Es nützt ihnen nur, wenn Sie sich den Handlungsspielraum
schaffen, Ort und Zeit selbst zu bestimmen, wann Sie Ihre Investitionen tätigen wollen. Gold als Sicherheit
und/oder Investitionsgut einzusetzen ist klug. Aber zu glauben, mit einer Goldmünze Ihre Familie für einen Monat
mit Lebensmittel versorgen zu können, zeigt nur, wie weit sich ein solcher Mensch von der wahren Realität
bereits entfernt hat. Die wahre Realität ist, dass es nichts Wichtigeres für den Menschen gibt als sein täglich' Brot.

* * *

© Text by Karl J.J. Gschwendtner - www. karl_gschwendtner (at) web.de

© Grafiken by Bill Gaede

Der Artikel kann gerne unentgeltlich im Netz weiterverbreitet werden a) nach Rücksprache b) unverändert, mit
Autorenangabe.

* * *

Anmerkung Seitenbetreiber:

(*1) = Überlegenheit der "Weißen Rasse". Eingefleischte Gutmenschen sehen die Geburtsstunde der Menschheit
in Afrika und folglich ist die "weiße Rasse" ein Abkömmlich der Schwarzen und damit verpflichtet den Afrikanern
mit Höchstachtung zu begegnen; wie man eben guten Vorfahren zu begegnen hat. Dieser Theorie traue ich nicht
über den Weg. Und wenn Herr Gschwendtner meint, daß nur die weit überlegene Kriegstechnologie die
Vorherrschaft der Europäer begründet hat, so sagt das doch nur, daß eben diese Technologie eine nicht zu
leugnende Rassenüberlegenheit begründen kann bzw. muß. Ob das nun politisch korrekt ist oder nicht, darüber
kann man sich streiten. Auch die Industrialisierung begann in Europa, wobei es völlig egal ist, ob man sie
gutheißen will oder nicht. Nahezu alle wesentlichen Erfindungen wurden von Europäern bzw. Weißen gemacht,
unsinnige und nützliche. Gut, daß Schießpulver und Porzellan haben die Chinesen als erste hergestellt. Aber.....
Andererseits kann man natürlich sagen, hätte es die Industrialisierung durch die Europäer nicht gegeben, wäre
eventuell der obige Aufsatz nie geschrieben worden, da man noch mit der Natur einigermaßen im Einklang leben
würde.

(*2) = Warum keine Lohnsteuer (oder wie immer man eine solche Steuer nennen will) auf Roboter? Die Frage ist
mehr als berechtigt und wurde bereits vor Jahrzehnten von einer deutschen Illustrierten aufgegriffen und zwar mit
begründetem Recht, denn die Roboter sind Ersatz für Menschen. Aber die heilige Kuh "Globalisierung" läßt
derartige nationale Alleingänge nicht zu. Die Industrie wäre noch schneller ins Ausland verlegt worden als
ohnehin schon. Es ist eben so, daß die Politik nie für das eigene Volk arbeitet, sondern die Befehle der
Hochfinanz-Strippenzieher auszuführen hat, die sie alljährlich auf ihren Bilderberger und Trilateralen Konferenzen
formuliert.

(*3) = Hybridsamen. Die Pflanzen aus Hypridsamen sind Kreuzungen, deren Frucht wohl zur Ernährung
verwendet werden kann, aber meistens nicht zur erneuten Aussaat: die Samen sind nach Gschwendtner
unfruchtbar. Der Samen- und Gentechnikkonzern Monsanto verkauft weltweit Samen, der nur nicht
reproduzierbare Pflanzen wachsen läßt. Ein teuflisches Spiel, damit die Landwirtschaft und der Bauer jedes Jahr
neuen Samen bei Monsanto einkaufen muß! Mein Großvater (Landwirt) konnte von seiner Ernte noch eine
bestimmte Menge zurückbehalten als Samen für das nächste Jahr. Die heutigen Samen lassen sich nur beschränkt
oder gar nicht weiterzüchten. Siehe oben unter der 4. Stufe am Artikelende.

*

Nachwort Seitenbetreiber: Ich mache hier noch einmal besonders auf den Haftungsausschluß aufmerksam:

Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Gültigkeit und neuestem
Informationsstand der veröffentlichten Texte, Grafiken und Informationen. Ich lehne jede Haftung für Schäden
jeglicher Art ab, die als Folge der Nutzung oder auch Nichtnutzung der hier gezeigten und geäußerten Texte,
Grafiken, Nachrichten und Informationen entstehen. Haftungsansprüche sind völlig ausgeschlossen. Das heißt auf
gut Deutsch: Wer nun aufgrund des Gschwendtner-Artikels sich ein Lebensmittellager einrichtet, geschieht das
auf eigene Gefahr und Kosten. Eine Haftung meinerseits kann nicht geltend gemacht werden. Natürlich auch nicht
im umgedrehten Falle des Nichtstuns. Weder beim Eintritt des Ernstfalles, noch beim Ausbleiben desselben.
*
Gewiß wird es Zeitgenossen geben, die auf das Sprichwort hinweisen werden: "Es wird nichts so heiß gegessen,
wie gekocht!" Ob man sich darauf verlassen kann? Besser wohl nicht.

Andere werden auf den Club of Rome hinweisen, der schon vor Jahrzehnten mit seinen Katastrophen-Szenarien
die Menschen in Angst und Schrecken versetzte, um so allmählich das Klima für eine Öko-Weltdiktatur zu
bereiten. Er führte die Formel von der Verdoppelung der Umweltverschmutzung durch den Menschen ein und
"bewies" damit, daß nur noch wenig Zeit bis zur weltweiten Umweltkatastrophe sei. Beispiel = Der See und die
Seerosen: Alljährliche Verdoppelung der Seerosen. Es würde nur wenige Jahre brauchen bis der See bei jährlicher
Verdoppelung der Seerosen zugewachsen sei. Anfangs würde man kaum etwas merken von der Verdoppelung der
paar Seerosen - und sich sogar über die schönen Seerosen freuen - bis eines Jahres ein Viertel des See's
zugewachsen ist. Dann dauert es nur noch zwei Jahre und der See ist "plötzlich" dicht. Bloß in der Realität der
Natur will das einfach nicht gelingen. Irgendwie schafft es die Seerose nicht den See total zu "verschmutzen".
Aber die Leute sind damals drauf reingefallen. Heute jagen die Knechte der Fiananzoligarchie das Publikum mit
der menschengemachten Klima-Erwärmung ins Bockshorn.

Gschwendtner führt die Kinderlosigkeit durch Urbanisierung an. Schön, aber ob das auf unsere islamischen
Mitbewohner in unseren Städten auch zutrifft? Erdogan und andere Türken freuen sich doch darüber, wie mit den
Bäuchen ihrer Frauen die brd erobert wird. - - -

Wie dem auch sei, doch nicht jeder Kassandra-Ruf ist eine leere Warnung. Wenn auch annodazumal Überbringer
schlechter Nachrichten um's eigene Leben fürchten mußten, will ich hier und heute der Leserschaft raten, die
existenziellen Warnungen des Herrn Karl Gschwendtner in ernste Überlegungen einfließen zu lassen. Jedoch unter
Vorgabe meines Haftungsausschlusses. Und nun noch den eingangs erwähnten Artikel aus London zur Rundung
der Problematik von Udo Ulfkotte, der mir vor einem Jahr zugeschickt wurde: (Karl-Heinz Heubaum)

* * *


London: Angst vor der Überbevölkerung -
30 Millionen Briten sollen wieder weg.


Von Udo Ulfkotte

In Großbritannien leben 60 Millionen Menschen. Premierminister Gordon Brown hatte (vor einem Jahr) eine
Studie auf dem Tisch liegen, die ihm wohl die Sprache verschlug. 30 Millionen Briten müssen weg. Sonst droht
dem Land eine ökologische Katastrophe. Und ernähren kann man sie zukünftig auch nicht mehr alle.

Bislang galt in Europa die Marschrichtung: Die Europäer sterben demografisch gesehen aus. Wir haben viel zu
wenige Europäer. Und deshalb müssen wir angeblich viele Menschen importieren, um zukunftsfähig zu bleiben.
Diese Aussagen waren politisch korrekt. Und deshalb hat die EU ja auch den Import von Millionen arbeitslosen
Zuwanderern beschlossen, die derzeit in Ländern wie Mali, Weißrussland, Moldawien und der Türkei angeworben
werden und in die Mitgliedsstaaten der EU kommen werden; etwa nach Deutschland, aber auch nach
Großbritannien. Das alles ist beschlossen. Und die Programme zum staatlich gelenkten Unterschichtenimport
laufen auf Hochtouren.

Jonathon Porritt ist der Berater des britischen Premierministers für Umweltfragen. Und in dieser Woche wird
Porrit beim Treffen der Mitglieder des britischen Optimum Population Trust (OPT) eine Studie vorstellen, die
allen wohl die Sprache verschlagen dürfte. Sie liegt schon auf Browns Tisch. Und darin heißt es, Großbritannien
müsse aus ökologischen Gründen nun wieder die Bevölkerungszahl des viktorianischen Zeitalters erreichen - etwa
30 Millionen Einwohner. 30 Millionen Menschen muss man also irgendwie wieder loswerden - aus ökologischen
und anderen Gründen. Die Times berichtet groß darüber - und die Briten reiben sich verwundert die Augen, weil
sie doch angeblich aussterben. Die britische Bevölkerung wird bis zum Jahre 2030 auf etwa 71 Millionen
Menschen anwachsen. Dazu werden ja derzeit immer mehr Menschen aus anderen Kulturkreisen importiert.

Und nun fordert einer der obersten Grünen des Landes mit Rückendeckung einer Studie, 30 Millionen Menschen
schnell wieder von der Insel loszuwerden. Man könne sonst die Treibhausgase nicht reduzieren. Und die Briten
könnten sich sonst auch nicht mehr ernähren. Zu viele Einwohner verschmutzen das Inselkönigreich. Die
europäischen Ureinwohner nehmen den Zuwanderern aus grüner Sicht offenkundig den Sauerstoff weg. Die
Briten sind schon einmal in Massen ausgewandert - damals aus wirtschaftlichen Gründen. Die Vorstellung,
Millionen Briten nun aus ökologischen Gründen auszuweisen, dürfte nicht nur die Grünen in Großbritannien in
tiefe Verzweiflung stürzen. Auch in anderen europäischen Ländern wird man sich nun die Frage stellen müssen,
ob der mit viel Geld finanzierte Import von Millionen Menschen aus Staaten der Dritten Welt nicht vielleicht auch
ökologisch ein Desaster für Europa bedeuten könnte.

© Das Copyright dieses Artikels liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Quelle: http://info.knopp-verlag.de/
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Abgeschlossen am 6. Juni 2010.
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Viele Grüße von Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de