W I D E R H A L L - Nr. 56
J u l i / A u g u s t ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Michael Nier

Neopatriotismus und deutsche Nation -
Wie weiter nach der Globalisierung?


Die Deutschen sind in einer eigenartigen Lage. Um sie herum und in der gesamten EU sind die Völker
und auch schon manche Regierungen in nationalistischer Bewegung. Je dramatischer die finanzielle
und wirtschaftliche Lage wird, um so mehr gewinnen dort nationalistische Parteien an Boden. In
Ungarn beispielsweise. Auch in der Slowakei. Wütend besinnt man sich auf sich selbst und hat was
gegen die anderen. Alte nationalistische Klischees werden hervorgeholt und offener Rechnungen aus
der Geschichte erinnert man sich. Die Griechen halluzinieren, dass ihnen über 50 Mrd. Euro Kriegs-
Reparationen aus Deutschland zustehen könnten. In allen Ländern Europas hatten wir zwar auch
Infiltrationen der US-amerikanischen Lebensweise und transatlantische Elitenförderung, aber keine
jahrzehntelange Umerziehung. Die positive Bewertung der Nation und das Verfolgen nationaler
Interessen gelten dort als normal.

Je intensiver die Krise wird und je mehr die Völker durch den US-dominierten IWF (von dem Horst
Köhler kam - KHH.), die EZB und die EU gezwungen werden, die durch die Oberstschichten und die
Finanzbranche erzeugten Staatsschulden abzuarbeiten und vom Munde abzusparen, wird Wut
entstehen. Diese Wut nimmt immer mehr nationalistische Züge an. Die der Argentinienkrise ähnelnde
Griechenlandkrise und die sich im Jahr 2010 weiter verschärfenden Länderkrisen der EU führen zur
Kritik an den Deutschen, welche die armen Länder wirtschaftlich gewalttätig an die Wand gespielt
hätten. Die bösen Deutschen hätten die anständigen Völker des Ostens und Südens in Schuldenfallen
manövriert und würden nun eine neoliberale Inkassopolitik durchsetzen. Der böse Deutsche hat sich
wieder als aggressiv und unverbesserlich gezeigt. Früher kam man mit Wehrmacht und Panzern, heute
mit der Deutschen Bank und den Krakenarmen der deutschen Konzerne.

Das, was die deutschen Banken und die Konzerne angestellt haben, das wird nun in der Gegenreaktion
den kleinen Deutschen treffen, den in der südlichen Sonne lebenden Rentner, den Besitzer einer
Ferienimmobilie und den Touristen. Letzterer muss aber nicht hinfahren. Der dortige Pöbel sieht ihn
schuldig am nationalen Desaster in den PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien).
Wie reagieren nun die Deutschen im Ausland und daheim? Derzeit kaum. Das hat einfach damit zu tun,
dass die Krise noch nicht richtig im Bewusstsein des Volkes angekommen ist. Die Besserverdienenden
versuchen schon eine Weile ihre spanischen Ferienimmobilien loszuwerden. Die Urlaubsreisen
reduzieren sich bereits, auch weil sich wirtschaftliche Unsicherheit breit macht. Doch noch ist keine
Panik ausgebrochen. Erst wenn der Sozialabbau, die Steuererhöhungen, rasche Inflation und eventuell
Währungsreformen, mit denen die Oberschichten der EU die in Staatsverschuldung gewandelten
Bankschulden abarbeiten wollen, bei den Völkern ankommen werden, wird die Lage dramatisch.

Dann kommt nationale Besinnung und auch Nationalismus wieder hervor. Dann und erst dann
beginnen die Deutschen sich zu besinnen. Um sich zu retten, werden die liberalistischsten,
kosmopolitischsten und korruptesten Politiker auf einmal glühende Nationalisten und Volkstribunen.
Auch für Deutschland gibt es schon Zeichen, dass das politische Reizen mit der nationalen Karte
vorbereitet wird. Sarrazin spricht aus seiner geschützten Lage gegen unangepasste Einwanderer und
angepasste Arbeitslose. Er scheint als Minenhund voranzutapsen. Wo es hingehen wird, ist noch nicht
klar. Die alten Formen des Nationalismus aus der deutschen Geschichte kommen sicher nicht wieder,
mit denen wird nur auf der Straße gespielt. Aber ohne einen neuen nationalen Aufbruch werden wir die
große Wirtschaftskrise nicht bewältigen können. Diesen neuen Nationalismus werden die
Oberschichten für die Unter- und Mittelschichten über PR-Agenturen und Medien produzieren lassen.
Im Ernstfall legen sie alle Hemmungen ab. Dem Volk werden vielleicht wieder Gruppen gezeigt, auf
denen sich Schuld abladen lässt. Sie müssen auch äußerlich anders aussehen und häufig vorkommen,
das macht die Sache leichter. Wichtig ist, dass das kapitalistische System keinen Schaden dabei nimmt.

Die Frage wird sich stellen, ob sich die Unter- und Mittelschichten einen solchen Nationalismus
aufdrücken lassen oder selbst einen eigenen Neopatriotismus von unten hervorbringen. Wir haben dank
der neoliberalen Deformation der Gesellschaft und der Massenarbeitslosigkeit unter Gebildeten in der
Gesellschaft ein intellektuelles Potential für nationalrevolutionäres Denken. Natürlich haben wir auch
viel westlerisch verdorbene, illusionär-libertäre Intellektualität. Nur eine gesamtnationale Initiative
kann letztlich die eingetretene gesellschaftliche Fehlentwicklung Deutschlands und die Wirtschaftskrise
überwinden. Käme sie allein von den bisherigen Eliten, würde die Entwicklung wieder nur in deren
Interesse laufen. Neuer Nationalismus wäre dann wieder Massenmanipulation.

Wir brauchen deshalb dringend die Initiative von unten und aus der Mitte. Das Volk muss sich auf die
Nation besinnen. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts war der Gedanke verbreitet, dass es in jeder Nation
zweie geben würde, eine kapitalistische und eine proletarische Nation. Damals waren alle nach ihrer
Interessenlage nach nationalistisch, heute sind die sogenannten Eliten der Nation feindlich gesinnt. Vor
allem in Deutschland. So würde ein von unten kommender Neopatriotismus sich wohl gegen die
Oberschichten richten.


Die deutsche Nation existiert.


Neopatriotismus hat nur einen politischen Sinn, wenn die Nation existiert und politisch mobilisiert
werden kann. Gibt es die deutsche Nation noch oder ist sie nur noch ein aus der Geschichte
schimmerndes Trugbild?

Eine Nation ist eine mit dem Kapitalismus entstandene gesellschaftliche Gemeinschaftsform eines
Volkes oder sich zusammenfindender verwandter Völker, die über gemeinsames
Wirtschaftsterritorium, vereinigende Politik, sich herausbildende Kultur (im weitesten Sinne alle in der
Nationalgeschichte geschaffenen Artefakte), Sprache und spezifische soziale Psyche entsteht und sich
dann als stabile Gemeinschaft immer wieder auf sich bezieht. Die Nation, wenn sie also entstanden ist,
lebt in permanenter Rückkopplung auf sich selbst. Die Nation zeugt sich permanent fort, in Menschen,
Verhältnissen und in Werken. Es erfolgt also eine permanente Stabilisierung, sofern nicht aus äußerem
Einfluss und innerer Destruktion Gegenimpulse zur Wirkung kommen. Die kapitalistische Nation ist
vor allem eine durch industrielle Arbeit hervorgebrachte. Marx sprach mal von "Nationen als Ateliers
der Produktion".

Die deutsche Nation ist besonders geprägt durch die Nachwirkungen des zünftigen Handwerks, die
Industrialisierung, die industriebezogene Hochschulbildung, die Intensität kulturellen Schaffens in den
Einzelterritorien Deutschlands, durch staatlich umfassend geförderte Wissenschaften mit
Forschungsfreiheit und eine öffentliche Volksbildung mit Nationalerziehung. Nationen sind immer
Subjekt-Objekt-Beziehungen, d.h. die einzelnen Mitglieder der Nation leben ihre Beziehungen zu den
anderen Mitgliedern und zu den objektiven nationalen Gegebenheiten. Die Deutschen hatten oder
haben "Industriedisziplin". Dazu gehört Pünktlichkeit, technisches Verständnis und Geschick,
Zuverlässigkeit und Ordnung. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom "deutscher
Ordnungssinn". In den 60er Jahren warb die DDR mit "deutscher Wertarbeit aus der DDR".

Zu der nationalen Identität gehören Traditionen, Brauchtum und Mentalität. Darin gerinnen die
historischen Erfahrungen und sie bilden die nationale Lebensweise. Damit verbunden ist einen
Gefühlsstärke des nationalen Empfindens, mit der man sich für die eigene Nation einsetzt und von
anderen Nationen abgrenzt. Die Nation existiert natürlich immer durch die Menschen, welche die
Nation sozusagen "weiterleben". Bildung, Erziehung, eigenes interessiertes Aneignen der Kultur, sich
national typisch verhalten und andere bei Fehlverhalten zurechtweisen gehören dazu. Als ich 1978 an
der Lomonossow-Universität in Moskau ein halbes Jahr ein Zusatzstudium absolvieren musste, haben
mich meine dortigen russischen, ukrainischen, jüdischen, belorussischen und kasachischen
Kommilitonen schon in der ersten Woche zum "Starost" (Ältester) befördert: "Der Deutsche macht
das!" Der Deutsche hält Ordnung und wir lassen uns von ihm vertreten.

Natürlich sind die Nationaleigenschaften und auch die Teilhabe an der nationalen Kultur bei den
einzelnen Mitgliedern der Nation unterschiedlich verteilt. Es gibt auch faule, unpünktliche, dumme und
ungebildete Deutsche. Um diese nicht nach einem elitären Selektionsverfahren auszusondern, hatte der
frühere Gesetzgeber als Kriterium festgelegt, dass der Deutscher ist, der von Deutschen in Ketten von
Generationen geboren wurde. Das hat natürlich nie unterbunden, dass der aus anderen Nationen oder
Völkern ins Land gekommene nach einer Zeit der Integration und Assimilation Deutscher wurde und
sich als Deutscher verstand. Wir sehen das an den französischen oder slawischen Namen. Die
dauerhafte oder zeitweise Integration der Fremden in der DDR erfolgte durch die Arbeitskollektive. Ich
erlebte selbst Chilenen, Griechen, Vietnamesen, Kubaner, Ungarn, Rumänen und Bulgaren. Die
meisten gingen wieder und behielten die DDR und ihre Arbeitskollegen in guter Erinnerung. Die
westdeutsche Meinung, dass die DDR-Bürger noch nie Ausländer erlebt hätten und deshalb
ausländerfeindlich seien, ist Dummschwatz. Noch heute treffen sich in Sachsen gebliebene
Vietnamesen mit ihren ehemaligen Arbeitskollegen aus den von der Treuhand liquidierten
Industriebetrieben.

Auch heute ist Deutschland ein beliebtes Ansiedlungsland für Fremde, von denen aber nicht alle
Deutsche werden möchten und wo viele den Deutschen nicht den Respekt entgegenbringen, zu dem sie
sich als Gäste dieses Landes verpflichtet fühlen sollten. Diese Leute nennt man zu Recht "Migranten".
Der zuwandernde Fremde kann immer nur dann eine kulturelle Bereicherung werden, wenn er selbst
Träger der Kultur seines Herkunftslandes ist und der deutschen Nationalkultur positiv begegnen will.
Viele, die zu uns kommen, bringen nicht ihre Kultur mit, sondern nur ihre Mentalität.

Wenn eine Nation über Jahrhunderte entstanden ist, kann sie nicht einfach abgeschafft werden, es sei
denn, man liquidiert alle Angehörigen der Nation und tilgt alle ihrer Spuren. Zum Ende des II.
Weltkrieges sind in den USA solche Gedanken über die Zukunft der Deutschen ernsthaft bedacht
worden. Dort hat der eliminatorische Rassismus ja seine Heimat. Es scheint, als ob die Deutschen
durch Umerziehung entnationalisiert worden sind, Nationalismus oder Patriotismus wäre nur noch bei
absonderlichen oder zurückgebliebenen Randgruppen vorhanden. Diese Meinung geht von einem
engen Verständnis des Wesens der Nation aus. Nation wird als etwas verstanden, was nur an die
Menschen gebunden ist und auch dort nur als Einbildung auftrete.

Antideutsche fordern immer, die Nation zu zeigen, wie man ein chemisches Element oder eine
Schraube vorzeigen kann. Nationen seien ein Phänomen subjektiver Einbildung und bei den Deutschen
eine besonders böse Einbildung. Wenn man die Einbildung beseitige, dann sei auch die Nation weg.
Diese Strategie verfolgen die Antideutschen in der Linkspartei und auch die sogenannten Gutmenschen
in anderen Parteien der Bundesrepublik. Auch das Bildungs(un)wesen ist davon gezeichnet. Im Grunde
lag dem Projekt der Umerziehung der Deutschen eine solche subjektivistische Theorie der Nation
zugrunde. Der Kopf muss zum Stinken gebracht werden, um den ganzen Körper zum Faulen zu
bringen. Doch bei den westlichen Alliierten war der Nationenbegriff schon immer weiter. Die
Zerstörung der historischen und kulturellen Kerne deutschen Städte durch britische und amerikanische
Fernbomberverbände hatte ja den Sinn, die deutsche Nationalkultur in Form von Bau- und
Kunstwerken zu zerstören. Es galt, der deutschen Nation die Geschichte zu zertrümmern und möglichst
viele Zivilisten zu liquidieren. Auf den Rheinwiesen 1945 ging es darum, möglichst viele deutsche
Soldaten und damit soldatischen Geist verrecken zu lassen. Die welthistorischen Auseinandersetzungen
der Imperialismen im 20. Jahrhundert hatten starke nationale Züge. Die über Deutschland siegreichen
Mächte waren und sind noch immer nationalistisch.

Heute existiert in Deutschland natürlich die deutsche Nation weiter und wird nicht totzukriegen sein.
Das hat einfach damit zu tun, dass Nation nicht nur Geist ist, sondern Leben und Sein. Wir leben trotz
Amerikanisierung, Abbau weiter Teile von Handwerk und Industrie, inhaltlicher und moralischer
Degradation des Bildungswesen sowie liberalistisch-libertärer Meinungsführerschaft von Medien und
politischen Gremien nach wie vor in einem Deutschland der deutschen Nation. Die Leistungsfähigkeit
der deutschen Wirtschaft ist trotz Amerikanisierung der Führungsetagen, trotz angelsächsischer
Unternehmensberatungen und trotz liberalistischer Desorganisation der Bildungsinhalte noch
vorhanden. Man arbeitet in den Betrieben noch deutsch. Wäre man sonst eines der wichtigsten
Exportländer der Welt mit Erzeugnissen, die kein anderer in der Qualität herstellen kann? Als ich - wie
eben erwähnt - 1978 in Moskau studierte, sagte mir ein russischer Kollege: "Was bei Euch noch
funktioniert, das ist noch deutsch. Was bei Euch schon nicht mehr funktioniert, das ist schon
sozialistisch." Heute könnte man für die Bundesrepublik Deutschland formulieren. "Was hier noch
funktioniert, das ist noch deutsch. Was schon nicht mehr funktioniert, da sind Umerziehung und
angelsächsischen Neoliberalismus mit seinen, der angelsächsischen Finanzwirtschaft verpflichteten
Unternehmensberatern darüber gegangen."


Die totale Kommerzialisierung aller Lebensbereiche im
Interesse der Finanzbranche des Westens läuft unerbittlich.


Die Deutsche Bahn, die Deutsche Post, das Gesundheitssystem und auch das Rentensystem sind
sichtbare Beispiele. Was bei der Bahn noch funktioniert, ist noch Reichsbahn, was schon nicht mehr
funktioniert, das fährt an die Börse. Die Totalkommerzialisierung des Gesundheitssystems läuft
planmäßig. Die Finanzbranche bringt mit Hilfe der politischen Klassen in allen Ländern Europas die
Rentensysteme in ihre Hände. Es gibt deshalb sogar ein gesamteuropäisches Elitenproblem. Auch in
Deutschland stehen die Eliten Volk und Nation ignorant oder sogar feindlich gegenüber. Wir sind in
einem weiter laufenden, universellen nationalen Destruktionsprozess. Diese nationale Destruktion halte
ich jedoch noch für reversibel, eben weil die Nation eine innere Stabilität aufweist, die nicht politisch
weggelabert werden kann. (*1)

||==========================================
|| IM INTERESSE DER FINANZBRANCHE: TÜRKEI.
|| Beginn der Privatisierung der dortigen Stromnetze.
|| "Die Privatisierung mehrerer regionaler Stromnetze
|| hat dem türkischen Staat Einnahmen von fast sechs
|| Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) beschert.
|| Wie die türkische Presse meldete, bezahlten türkische
|| Netzbetreiber allein für das Stromnetz im europäischen
|| Teil Istanbuls drei Milliarden Dollar (2,3 Milliarden
|| Euro). Privatisiert wurden auch die Netze in Izmir, in
|| der Region um das nordwesttürkische Edirne sowie
|| um das südosttürkische Diyarbakir." Aus der "Neuen
|| Osnabrücker Zeitung" vom 11. Aug. 2010. Da dürfen
|| sich demnächst die betroffenen Stromkunden auf
|| höhere Preise freuen, zugunsten des internationalen
|| Raubtierkapitalismus. KHH.
||==========================================



Zur Lage der Nation.


Man kann die Lage der Nation in politische Zahlen fassen. Da kann man die Lage schönrechnen oder
als katastrophal darstellen, je nach den politischen Zielen. Ich werde die wesentlichen Zusammenhänge
qualitativ beschreiben. Die kann man dann mit Zahlen nach Gusto illustrieren und Geschichten aus dem
Leben anhängen. Viele Bürger haben heute noch kein Interesse, sich den Ernst der nationalen Lage zu
durchdenken.

1.
Da wir historisch in der finanzimperialistischen Periode des Kapitalismus
sind, dominieren auch in Deutschland die Interessen der internationalen
Finanzbranche. Die Finanzbranche steht über den Regierungen und natürlich
über dem politischen Souverän, dem Volk.

2.
Deutschland hat mit dem Vertrag von Lissabon seine staatliche Souveränität an
demokratisch nicht legitimierte EU-Gremien verloren, die wiederum transatlantisch
vernetzt sind.

3.
Deutschland hat keine eigene Währung und damit eine eingeschränkte (keine -
KHH.) Finanzhoheit.

4.
Deutschland hat keine nationale Verteidigungsarmee, sondern ist auf Gedeih und
Verderb über die Nato in die militärische Globalstrategie der USA eingebunden.

5.
Deutschland ist seit über 50 Jahren unter politischer, ideologischer und kultureller
Hegemonie der USA. Ein scheinintellektueller Jargon mit amerikanischen und ähnlich
klingenden Worten gilt in bestimmten und bestimmenden Kreisen als schick und wird
über die Medien auf die Bevölkerung gekippt. Die Gaunersprache der Bankster und
die Ergüsse der Werbefuzzis sind dafür symptomatisch.

6.
Das dichtbesiedelte Deutschland ist zum Einwanderungsland erklärt worden. Die
Agentur für Arbeit wirbt für Auswanderung der Arbeitslosen und die
Unternehmerverbände werben für Einwanderung von Arbeitskräften. (Planmäßige
Vernichtung des deutschen Volkes - KHH.)

7.
Die Substanz der deutschen Nationalkultur ist ausgezehrt. Sie existiert zwar noch
als historische Vorlage, wird aber durch Bewertungen eitler Beliebigkeit oder
politische Korrektheit (exzessiver und aggressiver Gleichheitsliberalismus) unkenntlich
gemacht. Gebildete Vertreter fremder Kulturen sind in der Regel erschrocken über
den Zustand der deutschen Kultur.

8.
Die anfangs kleinbürgerliche Kulturkritik der Frankfurter Schule ist zum
imperialistischen Herrschaftsinstrument gewachsen und dient der Zersetzung
nationaler Ordnung und gewachsener Lebenskultur. Die "Kritische Theorie" ist
intellektueller Teil der imperialistischen Herrschaftspraxis auch in Deutschland. Die
politischen und kulturellen Eliten sind von ihr durchseucht.

9.
Deutschland wird ideologisch vom angelsächsischen Neoliberalismus beherrscht
und entsprechend US-amerikanischer Blaupausen konzernradikal und
kommerzorientiert umgebaut. Ich spreche bewusst nicht von "marktradikal", denn
den "Markt" bestimmen Finanzkonzerne und wirtschaftliche Oligopole. Eine
Totalkommerzialisierung aller gesellschaftlichen Verhältnisse wird angestrebt. Ganz
unten bei den Subunternehmern, Praktikanten und Niedriglöhnern ist noch
Konkurrenz. Sie konkurrieren ums soziale Überleben.

10.
Deutschland hat seit dem neoliberalen Politikschwenk von Helmut Schmidt und
Helmut Kohl eine immer stärkere Polarisierung der Bevölkerung in eine kleine und
immer geschlossener agierende, immer unverschämter argumentierende, reiche
Oberschicht von etwa 5% und eine immer mehr anwachsende Unterschicht zu
verzeichnen. Durch die Monopolisierung, Automatisierung, Überschuldung,
Verlagerung vieler Branchen ins Ausland und Verarmung weiter Bevölkerungskreise
erodiert die Mittelschicht. Sie wird weniger, ärmer und sinkt in der Qualifikation ab.
Die Mittelschichten verproletarisieren ohne proletarisches Bewusstsein zu gewinnen
und fühlen sich immer noch den sie verachtenden Oberschichten verbunden. Die
FDP repräsentiert diese Schizophrenie.

11.
Deutschland ist im Zuge der noch laufenden neoliberalen Umgestaltung zu einem
Niedriglohnland geworden und die soziale Marktwirtschaft ist weitgehend durch das
angelsächsische System eine antisolidarischen und antinationalen Elitenherrschaft
ersetzt worden. Hartz IV und die dazu synchronen Medienkampagnen ist staatlich
organisierte Verachtung der nationalen Opfer der Globalisierungspolitik und des
Elitenversagens.

12.
Deutschland steht unter der ideologischen Herrschaft von Medienkonzernen,
welche die Interessen der Finanzwirtschaft und die Interessen der verschiedenen
Machtgruppen des Westens vertreten. Auch die sogenannten öffentlich-rechtlichen
Medien sind über dort agierende und überwachende Personen im
westlich-imperialistischen und antinationalen Sinne gleichgeschaltet und
kommerzialisiert. Es gibt kaum noch objektiv informierende Qualitätsmedien.

13.
Durch politische Umerziehung und die Förderung libertärer Lebensweisen ist ein
intellektueller und moralischer Abstieg erzeugt und zugelassen worden, der die
inneren Stärken der Nation schwerst geschädigt hat. Es gelang in- und
ausländischen Einflusskräften, beginnend mit den 40er Jahren, deutschfeindliche
und verzerrte Geschichtsbilder in die Gesellschaft zu pressen. Widerstand gegen
diese Geschichtsinterpretationen wird hysterisch zurückgeschlagen. Derzeit kann
man das an den wüsten Geschichten über die DDR studieren.

14.
Deutschland ist seit Jahrzehnten Teil des US-amerikanischen Kulturkreises und
wird in die industrialisierte Lebensweise der USA hineingezwungen. Konsum und
Genuss ohne Fähigkeiten und Kenntnisse wurden in den Mittelpunkt der
Lebensweise gerückt, womit für die Deutschen ein elementarer Fähigkeitenabbau
einhergeht. 60 % der US-Amerikaner und schon 40 % der Westdeutschen sind nicht
mehr in der Lage, sich selbst ein Mittagessen aus Grundzutaten zuzubereiten!
Die Deutschen sollen in der "Dienstleistungsgesellschaft" alles einkaufen und selber
nichts mehr können. Die Medien sind amerikanisiert und durch interessierte Kreise
wird die deutsche Nationalkultur verdrängt.

Deutsche Lieder werden nicht mehr gesungen und selbst Geburtstagsständchen
werden auf Englisch dargebracht. Wer deutsche Lieder singt, ist politisch verdächtig.

15.
In Deutschland inszenierten interessierte Kreise zusammen mit dem
laufenden neoliberalen Umbau eine nationale Entsolidarisierung, indem sie
Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufbringen oder sogar aufhetzen: Junge
gegen Alte, Patienten gegen Ärzte, Ossis gegen Wessis, "Linke" gegen "Rechte"
sowie Arbeitende gegen Arbeitslose. Auch Medienkampagnen wie "Kampf gegen
den Terror", CO2-Klimaschwindel, Seuchenhysterie, Missbrauchskampagne gegen
die katholischen Kirche, wegen des politisch und ökumenisch störrischen Papstes
und Menschenrechtskampagnen gegen den USA nicht genehme Staaten gehören
dazu. Die Deutschen sollen von einer aufregenden Verwirrung in die nächste
stolpern und die Fähigkeit zum eigenen Verstehen und Werten verlieren.

16.
Deutschland ist unbeschränktes Operationsgebiet westlicher Dienste und die
Behörden bemühen sich devot, den USA jeglichen Zugang zu den Daten der Bürger
und Unternehmen zu sichern (Swift, WLAN-Ausforschung über Google,
Videoüberwachung mit Personenerkennung an öffentlichen Orten,
Vorratsdatenspeicherung, Flugpassagierdaten, ELENA, Verbindung von Maut- und
Fahndungssystem usw.).

17.
Berufspolitiker sind zu einer der verachtetsten politischen Gruppe in Deutschland
geworden.


Und trotzdem, die Lage der Nation ist ernst, aber nicht hoffnungslos.


Die Welt ist in Bewegung.


Die ganz große Depression ist auf dem Weg und wird das westliche Modell der Globalisierung
hinwegfegen oder doch zumindest zusammenstutzen. Noch kratzen die Politiker Geld zusammen, um
der Finanzbranche die Spekulationsverluste zu ersetzen und verschulden die Staaten exzessiv. Die
Bankschulden werden in Staatsschulden verwandelt. Die Finanzbranche macht weiter wie bisher und
will in der nächsten Finanzkrise wieder gerettet werden. Die nächste Finanzkrise scheint Ende April
2010 mit der Griechenlandpleite ausgebrochen zu sein. Es läuft eine Krise der Gewerbeimmobilien und
der Staatsanleihen. Die Eurozone kann bersten.

Den Regierungen der hochverschuldeten Länder Europas werden die giftigsten neoliberalen Medizinen
des IWF (Internationaler Währungsfond, von dem Horst Köhler kam - KHH.) verschrieben. Die
Koliken dabei können zu politischen Aufständen führen. Wie von mir schon lange vorausgesagt,
driften wir in eine historische Phase der politischen Instabilität in der Welt und natürlich auch in
Europa. Die Regierungen der EU, einschließlich der Bundesregierung der BRD, sind orientierungslos
und gehorchen den Ratschlägen der Hochfinanz (sowie den Bilderbergern, die mit der Hochfinanz
gleichzusetzen sind - KHH.), die nur an Geld und Machtsicherung interessiert ist. Die EU-
Administration will gerade 6 % mehr Geld zum Ausgeben, einen eigenen diplomatischen Dienst von
8000 Leuten, einen eigenen Geheimdienst, eine eigene Wirtschaftregierung und hat schon eine
Einsatzarmee gegen unbotmäßige Euroregionen aufgebaut. Wie historisch blind diese Kreise sein
müssen, kann man an den Ratschlägen zur Verschärfung des neoliberalen Kurses ablesen. Die Völker
sollen sich die Reichtumssicherung für die Superreichen vom Munde absparen. Das ist ein politisch
irrsinniges Programm. Ich glaube, die politischen Entscheider agieren blind, unwissend (*3) und
zugleich fanatisch.

Bundesbankpräsident Axel Weber hat in der Wirtschaftswoche Nr. 10/ 2010, vom 8.3.2010, S. 28, in
einem Interview offenbart: "In den vergangenen 10 bis 15 Jahren haben in der makroökonomischen
Forschung Konjunkturmodelle eine große Bedeutung erlangt, die den Finanzsektor völlig ausgeblendet
haben. Mit diesen Modellen konnten Ökonomen die Finanzkrise nicht erklären. Daher muss und wird
die Makroökonomie in Zukunft den geldpolitischen Transmissionsmechanismus und die
Vermögensmärkte stärker in den Focus nehmen. In der Forschung zeichnet sich bereits ein
entsprechender Umschwung ab." Oh Gott!

Diese Passage aus dem Interview kann man sich genüsslich auf der Zunge zergehen lassen.

1.
Die makroökonomischen Modelle der Wirtschaftsweisen, aus denen sie Prognosen
für die Politik sogen und Empfehlungen absonderten, waren jahrzehntelang falsch
und die Ratschläge Humbug.

2.
Die hochlöblichen Wirtschaftswissenschaftler des ökonomischen Zeitgeistes waren
nur Ideologen oder der Finanzwirtschaft hörig. Mathematische Girlanden hängten
sie um ihre ideologischen Konstrukte. Sie haben viel Geld gekostet und viel
Schaden angerichtet. Man sollte sie wenigstens entlassen.

3.
Auch die gegenwärtige Krisenbekämpfungspolitik der Regierungen hat kein
wissenschaftliches Fundament und ist deshalb unseriös. Wieder agieren die Politiker
nach ideologischen und eigensüchtigen Ratschlägen aus der Finanzbranche. Damit
können wir sicher sein, dass der historische Exzess der Weltfinanzbranche
irgendwann zu einem bitteren Ende führen wird.

4.
Wenn die Dienstwissenschaften der Eliten unseriös und blind sind, dann werden
die zuhörenden und entscheidenden Eliten selbst nicht durchschauen, was sie
eigentlich tun. Damit sind die Eliten keine Eliten, sondern nur oben sitzende
Personen. In diesem Zustand haben sie moralisch kein Recht zu irgendeiner
Entscheidung. Moralisch wäre es, wenn sie dies zugäben.


Da laut Weber nun erst in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung das Neuland beackert werden wird, zu
dem in den letzten 15 Jahren permanent politisch entschieden worden ist, ist aus der Zeitgeistökonomie vorerst
nichts Seriöses zu erwarten. Nur akademisches Geschwätz. Auch bekannte Ökonomen reden, wenn ihre Aussagen
vernünftig scheinen, weniger aus ihren oder ihrer Assistenten mathematisch-ökonomischen Berechnungen,
sondern setzen auf die Reste ihres gesunden Menschenverstandes. Dann kann man Hans Werner Sinn zuhören.

Von unten aus, bei den Interessierten und Gebildeten wird wohl gesunder Menschenverstand aktiviert werden
müssen. Vorerst bezieht sich der gesunde Menschenverstand auf individuelle Krisenvorsorge. Man kann sich dazu
im Internet umfassend informieren. Politische Initiativen größeren Bekanntheitsgrades laufen nicht. Vielleicht
könnte aus www.nachdenkseiten.de was werden. Es gibt ja schon politische Gesprächskreise. Dort könnte der
Keim einer neuen sozialdemokratischen Bewegung liegen. Bei www.volks-initiative.info, den Seiten von Jürgen
Elsässer, gibt es sicher interessante Informationen, aber sehr stark steht die Vermarktung von Publikationen des
Chefs im Mittelpunkt. Für www.sache-des-volkes.info (*4) könnten sich in der verschärfenden Krise und dem
nächsten Schwall neoliberalen Sozialabbaus, neue Chancen ergeben. Die wütenden Bürger suchen nach neuen
politischen Strukturen. Das Abwürgen der Montagsdemos durch DGB, SPD und damals PDS hat die
demokratische Glaubwürdigkeit dieser Organisationen schwer erschüttert.

Auf jeden Fall wird die sich verschärfende Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa Bevölkerungsmassen in
Bewegung setzen. Sie kommen in politische Bewegung, weil sie sich gegen die wirtschaftliche Katastrophe
stemmen müssen. Man will sie für die Exzesse der Oberschichten zahlen und leiden lassen. Auch in Deutschland
werden die Oberschichten gegen das Volk losgehen. Wir werden das in Kürze erleben. Dagegen waren Hartz IV
oder die permanenten Verschlechterungen der Sozialrenten ein Klacks. Wie weit diese Proteste nationalistische
Züge annehmen werden ist noch nicht klar. In anderen Ländern ist der nationalistische Zug normal. Die Deutschen
sind aber im Denken und Fühlen weit entnationalisiert. Man hat ihnen die Fähigkeit genommen, Nationales und
Soziales zusammenzudenken. Die Deutschen sind in dieser Hinsicht unnormal.

Bei vielen Völkern ist Nationalismus in den verschiedensten Intensitätsgraden eine Haltung der Normalität. Er ist
einfach da. Nationalismus ist immer lebendige Geschichtserinnerung, Bekräftigung der Identität und zugleich
Haltung zu heutigen Fragen. Die Völker einigen und mobilisieren sich im Nationalismus. Die Kultur ist im Kern
immer national. Die nationalen Überlieferungen und Erinnerungen machen den Kern einer jeden Nation aus. Wie
Schleim oder Dreck legen sich die kulturähnlichen Kommerzprodukte aus dem Westen über die historisch
gewachsenen Kulturen der Völker. Man spricht zu Recht vom US-amerikanischen Kulturimperialismus. Sich von
ihm abzuwenden, ist kulturelle Befreiung. Immer wird es dabei nationalistische Momente geben. Nationalismus
erscheint als Reinigung und Befreiung. Damit die Deutschen auf der US-amerikanischen Seite gehalten werden, ist
Nationalismus als böse verschrien.

Bei den Deutschen gilt hochoffiziell Nationalismus als unbelehrbare Unanständigkeit oder bei manchen sogar als
Verbrechen. Den Deutschen wird ihre ganze Geschichte vorgeworfen und geduckte Demütigkeit gefordert. Das
ist die absurde Normalität. Doch es ist eine im fremden Interesse geschriebenes und aufgenötigtes Kultur- und
Geschichtsverständnis, das bei uns dominiert. In einer großen Krise, wo es um das Wohlergehen des Volkes geht,
ist Neuorientierung nötig. Patriotismus ist dann normal. Nationale Gefühle sind die tiefsten Gefühle, zu denen
Menschen fähig sind. Solche Gefühle, verbunden mit Verstand und Vernunft, führen aus der Krise. Sie wirken
einigend und mobilisierend. Ungeheure Kräfte sind nur so mobilisierbar.

Man kann noch so viel politische Projekte gegen die Nationen und ihre Bürger fahren, letztlich entscheidet die
wirtschaftliche Lage alles. Die Bürger lassen sich zu Schönwetterzeiten viel gefallen, weil sie es ignorieren. Was
nicht wehtut, das gibt es nicht. Was wehtut, das gibt es. Tut es sehr weh, dann kann peinigender Schmerz Wut
auslösen. Die anderen Völker Europas stellen schon die Schuldfrage, wer denn für die Krise verantwortlich ist und
wer von diesen Krisen profitiert. Je dramatischer die wirtschaftliche Lage der Völker wird, um so schärfer und um
so volksbezogener werden die Fragen.

Man müsste nun etwas zu den Mechanismen der nationalen Wiederbesinnung generell und in Deutschland im
Besonderen sagen. Auf jeden Fall sind Zeiten der Not auch Zeiten der Besinnung und des Entstehens neuer
politischer Bewegungen. Da wir in unserer Entnationalisierung und Schläfrigkeit selbst Produkt fremder und in
Deutschland installierter Einflusskräfte sind, wird die Wiederbesinnung in Gegnerschaft zu den anmaßenden und
antinationalen Kräften geschehen. Sollten Verhältnisse unerträglich werden, dann rücken die Leute in den Focus
des Volksinteresses, denen die Schuld daran öffentlich glaubhaft gegeben werden kann. Das geht dann als
politischer Selbstläufer ab. Bewegungen bilden sich und gewinnen an Kraft. Der genaue Verlauf ist freilich nicht
vorhersehbar.

Doch es gibt Forschungsinstitutionen, die schauen seriös in die Zukunft und sehen die Deutschen nach dem
großen Finanz- und Wirtschaftskrach gut dastehen.

Die französische Forschungsgruppe LEAP/E2020 hat in ihrem Bulletin GEAP, Nr. 3, vom 18. März 2007
prognostiziert: "Das Wiedererstarken der deutschen Sprache: Das Ende der Trennung des europäischen
Kontinents und das Wiederentstehen Mitteleuropas als zusammenhängende Region als die Folge daraus, sowie ein
Verblassen der Erinnerungen an die Schrecken des Zweiten Weltkrieg führen aktuell dazu, dass Deutsch bis zum
Jahr 2025 zu einer der großen transeuropäischen Sprachen erstarkt. Die einsetzende Demokratisierung der EU,
also die wachsende Bedeutung der öffentlichen Meinungen im europäischen Entscheidungsprozess, unterstützt
auch die Bedeutung der deutschen Sprache, die ja die Muttersprache von 100 Millionen Menschen in Europa ist."
Die Verfasser prognostizieren ein Ende des Anglo-Amerikanischen als Hegemonialsprache. Sie betonen, dass die
Sprache letztlich nicht von den Eliten, sondern von den Menschen bestimmt wird. Es sieht so aus, als würde die
Geschichte ein schnelleres Tempo aufnehmen und auch wir Deutschen unseren Platz in Europa mit der
Krisenbewältigung neu bestimmen müssen. Wir werden uns einen guten Neopatriotismus leisten können, ja man
erwartet ihn von uns. Noch immer sind wir Deutschen nämlich nicht ganz normal.

*

Quelle: "Deutschland in Geschichte und Gegenwart", Grabert-Verlag Tübingen, 58. Jahrgang Nr. 2, Juni 2010, S.
13 - 18

*

Seitenbetreiber:

(*1) = Autor Michael Nier sieht noch die Nation in einer inneren Stabilität. Ähnlich - wenn auch nüchterner - sieht
das Alois Mitterer in seinem Referat "Über die geistigen Grundlagen des Volkslebens", das ich in dieser
WIDERHALL-Ausgabe veröffentliche. Direkt-Verweis unten in der Linkliste.

(*2) = Siehe oben unter *1!

(*3) = Nier meint, daß die "Entscheider" - das sind sie übrigens nur vordergründig - "unwissend" agieren. Dem
widerspreche ich entschieden. Mindestens ab der Ebene der Landesregierungen wissen diese Herrschaften ganz
genau, was ihre Aufgabe ist und wie sie dieserhalb zu agieren haben. Nicht für das Volk, nicht für das Land und
nicht für diesen Staat. Gegen das Volk haben sie den Zielen der allein selig machenden Hochfinanz bei der
Schaffung der "Eine-Welt-Diktatur" zu dienen. Wer denken kann, wird erkennen, daß alle Handlungen der
Politkaste gegen die ureigensten Interessen des eigenen Volkes gerichtet sind, auch wenn hin und wieder ein
Schritt "zurück" gemacht wird. Dafür folgen dann zwei, drei Schritte Richtung Völkerauflösung, Entsolidarisierung,
Sozialabbau, Privatisierung bis hin in jede Lebensecke einschließlich Kommunalverwaltungen, Erziehung
(Schulen), Renten, Krankenkassen bzw. Gesundheitswesen usw. usf. Alles reißt sich die Hochfinanz unter den Nagel.

(*4) = Für die hier angegebenen www-Adressen kann ich keine Haftung übernehmen. Siehe meine
diesbezüglichen Ausführungen im Abspann und im Haftungsausschluß.

Karl-Heinz Heubaum
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Abgeschlossen am 18. Juli 2010. Nachtrag am 11. August 2010.
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