W I D E R H A L L - Nr. 56
J u l i / A u g u s t ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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"Töten auf tschechische Art".

Tschechische Fernsehsendung.

*
Und . . . . . auf französische Art.


Vorwort Seitenbetreiber:
Hier gebe ich Text und Bilder aus einer tschechischen
Weltnetzseite wieder, die einen Film beschreibt, der
kürzlich im tschechischen Fernsehen vorgeführt wurde.
Die Massaker an deutschen Zivilisten (und anderer Na-
tionalität, z.B. Ungarn), aber auch an deutschen ge-
fangenen Soldaten geschahen nach dem Kriegsende, nach
dem 8. Mai 1945. Und ganz besonders hervorzuheben ist,
daß die Zahl der deutschen Menschen, die nach dem be-
sagten Kriegsende durch Maßnahmen der Feindmächte zu
Tode gekommen sind nachweislich um Millionen größer
ist, als die Zahl der durch direkte Kriegseinwirkung
vor dem 8. Mai 1945 umgekommenen deutschen Soldaten
und Zivilisten (Bombenterror). Durch den 2.Weltkrieg
verloren insgesamt über 11 Millionen Deutsche ihr Leben,
davon sieben Millionen nach Kriegsende. Schon deshalb
ist es eine Verhöhnung des deutschen Volkes und seiner
Kriegstoten, wenn die Lakaien der Alliierten heute
beim 8. Mai vom "Tag der Befreiung" faseln.
Karl-Heinz Heubaum.

* * *

Ein umstrittener Film über Massenmorde nach dem 8. Mai 1945.


Die erste Maiwoche steht jedes Jahr im Zeichen der Gedenkfeiern zum Ende des Zweiten Weltkrieges, zum
Prager Aufstand gegen die deutschen Besatzer. Am Donnerstagabend wird im Tschechischen Fernsehen
eine Dokumentation laufen, welche die andere, die grausame Seite der Befreiung zeigen will. "Töten auf
tschechische Art" heißt der Film und erinnert an Massenmorde an deutschen Zivilisten auf tschechischem
Boden. Christian Rühmkorf hat vor der Ausstrahlung beim Macher des Films, David Vondrácek,
nachgefragt, was in der Dokumentation zu sehen sein wird.

David Vondrácek (Foto:
www.ceskatelevize.cz)

Jirí Chmelícek steht ein oder zwei Tage nach dem offiziellen Kriegsende im Mai 1945 mit seiner
Amateurkamera in der Prager Siedlung Borislavka und filmt: Zu sehen ist eine lange Reihe von über 40
Männern in Zivilkleidung. Die meisten, aber nicht alle sollen Deutsche gewesen sein. Sie stehen am
Straßenrand mit dem Rücken zur Kamera und fallen - wie zufällig ausgewählt - von Kugeln getroffen in
den Graben.

Anschließend zermalmt ein Lkw der Roten Armee die Körper. Diese Aufnahmen waren für die späteren
kommunistischen Machthaber brandgefährlich. Chmelícek und schließlich seine Tochter Helena
Dvorácková versteckten sie sorgfältig. Erst jetzt kommen sie an die Öffentlichkeit.

Aus dem Film "Töten auf tschechische Art".

"Es gibt eigentlich keine Aufnahmen, die - quasi wie in einer
Live-Übertragung - das Töten von Zivilisten zeigen. Aber hier
ist es dem Amateurfilmer Chmelícek zufällig gelungen, diese
Exekution festzuhalten", sagt David Vondrácek, der Regisseur
der rund einstündigen Dokumentation "Töten auf tschechische
Art", die nun im Tschechischen Fernsehen gezeigt wird.
Gerade an diesem Titel entzündet sich aber noch vor der
Ausstrahlung eine hitzige Debatte. Regisseur Vondrácek:

Aus dem Film "Töten auf tschechische Art": Deutsche auf
einem Lastwagen verfrachtet.

"Nach Ansicht von Historikern schießen hier tschechische Revolutionsgarden und selbsternannte Hurra-
Partisanen. Und dann überrollt ein sowjetischer Soldat - wahrscheinlich in sadistischer Lust - mit einem
Lkw die zum Teil noch lebenden Menschen."

Der Militärhistoriker Eduard Stehlík hält dem entgegen: "Es sind eindeutig Angehörige der Roten Armee,
die hier eine Gruppe von Zivilisten hinrichten."

*

Eduard Stehlík

Diejenigen Tschechen, die vor allem auf dem Lande deutsche Zivilisten hingerichtet hätten, seien oftmals
Kollaborateure
gewesen, die durch ihr brutales Vorgehen beweisen wollten, auf der richtigen Seite zu stehen, so Stehlík.

Der Film "Töten auf tschechische Art" - und das rechtfertigt nach Ansicht des Regisseurs Vondrácek den
Titel, dokumentiert auch andere Massentötungen, an denen Tschechen nach Kriegsende beteiligt waren.
Eines der bekanntesten Beispiele ist der Massenmord an deutschen Zivilisten im nordböhmischen
Postoloprty / Postelberg. Über 760 Männer zwischen 15 und 60 Jahren wurden hingerichtet (*).

Vondrácek stellt Postelberg und weitere tschechische Massenmorde an deutschen Zivilisten in einen
größeren Kontext:

Massenmord an deutschen Zivilisten im nordböhmischen
Postoloprty (Postelberg) nach dem 2. Weltkrieg.

"Die Toten von Postelberg sind Teil des größten Massenmordes zwischen dem Ende des Zweiten
Weltkrieges und den Ereignissen im bosnischen Srebrenica 1995."

Vondrácek hofft, dass viele Fernsehzuschauer den Film und die Ereignisse schon ohne ideologische
Augenklappen bewerten können. Aber:

"Sicher wird ein Teil der tschechischen Öffentlichkeit diese Tatsachen nicht wahrhaben wollen. Ich meine,
diese Phase der Selbstreflexion über die Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg steht erst an ihrem
Anfang."

*

[2010-05-06] Autor: Christian Rühmkorf

*

Quelle: http://www.radio.cz/de/artikel/127632
Czech Radio 7, Radio Prague.

(*) = "Der Schutzbund für das Deutsche Volk" schreibt in einem Offenen Brief an den Münchner
Oberbürgermeister Christian Ude von etwa 2000 deutschen Opfern - auch Kinder - in Postelberg
(Sudetenland). Dazu käme ein weiteres Massaker am 31. Juli 1945 in Aussig mit ebenfalls 2000 deutschen
Opfern. Siehe Direktlink unten.

* * * * * *

Seitenbetreiber: Wie immer wenn es um Verbrechen an Deutschen in Tschechien, Polen oder anderen
ehemaligen Ostblockländern geht, wird versucht die Sowjets (die russische Rote Armee) in die Schuld
einzubeziehen: "Anschließend zermalmt ein LKW der Roten Armee die Körper." Und "Es sind eindeutig
Angehörige der Roten Armee, die hier eine Gruppe von Zivilisten hinrichten." So will man das eigene
Gewissen beruhigen. Man verstehe mich nicht falsch: Es ist klar, daß die vom stalinistisch/jüdischen
Schriftsteller, Kriegsberichterstatter und Propagandisten Ilja Ehrenburg (1891-1967)

(Es werden tatsächlich noch immer im Beitrittsgebiet/Mitteldeutschland
Straßen nach ihm benannt, z.B. in Rostock, Bild oben)

aufgehetzten Rotarmisten [Ein Tag an dem du keinen Deutschen getötet hast, ist ein verlorener Tag, töte,
töte, töte und mach dir die germanische Frau zur Beute (sinngemäß)] auch nach dem Krieg ungezählte
Verbrechen an Deutschen begangen haben. Doch das ändert nichts an den Nachkriegsverbrechen der
Tschechen an den vornehmlich Sudetendeutschen, die dann noch von tschechischen Präsidenten Benesch
mit Sondergesetzen (Benesch-Dekrete) nachträglich legalisiert wurden. Auch der Hinweis oben im Bericht,
daß die Verbrechen an Deutschen "oftmals" von Kollaborateuren (die zuvor mit Deutschen
zusammengearbeitet hatten) begangen worden seien, die damit beweisen wollten, daß sie gute
tschechische Patrioten sind, ist nur der Versuch die tschechischen Nachkriegsverbrechen kleinzureden.
Hier ist auch der Versuch, diese tschechischen Mordorgien an Deutschen mit "den Ereignissen im
bosnischen Srebrenica 1995" zu verbinden, einzureihen.

Nun mögen die umerzogenen Gutmenschen unter uns einwenden, die Untaten der Tschechen seien
aufgrund vorangegangener von Deutschen verursachter Drangsal verständlich. Nein! Eben das ist
grundfalsch. Sie sind praktisch unverständlich, denn die Tschechoslowakei war im Krieg ein von
Deutschen besetztes Protektorat, deren Bevölkerung das am erträglichsten geführte Dasein von allen durch
Deutsche besetzten Ländern erlebten. Sie litten in keiner Hinsicht wirklich Not, die Versorgung war mit die
beste in Europa und zwar auf jedem Gebiet. Mitunter besser als im Deutschen Reich selbst. Woher die
plötzliche Bestialität kam, ist selbst Historikern "guten Willens" praktisch ein Rätsel. Auch der Hinweis auf
Lidice ist keine Erklärung. Fest steht nur, daß plötzlich bewaffnete kommunistische tschechische
Partisanen mit roten Armbinden zum Kriegsende auf den Plan traten und mit den Mordattacken gegen
Deutsche und andere mißliebige Aus- und Inländer begannen. Das muß wohl ansteckend gewirkt haben.

Empfehlenswert WIDERHALL Nr. 25 vom Mai 2005 (Der 8. Mai), Direktlink unten in der Linkliste. Dort
geht es um die Verbrechen der Alliierten insgesamt in 1945 gegenüber deutschen Menschen. Inzwischen
wurde mir ein Auszug aus dem Grabert-Buch "Der große Wendling", Richtigstellungen zur Zeitgeschichte,
zugestellt, der ein dunkles Kapitel der französischen Militärs erhellt, indem er das verbrecherische Wirken
der franz. Truppe speziell des Generals Leclers' auf dem Weg von der Normandie bis ins Berchtesgadener
Land beschreibt:

Karl-Heinz Heubaum

*

Töten auf französische Art.
General Leclercs Völkerrechtsverbrechen.


Aus die Reihe "Richtstellungen zur Zeitgeschichte - Der Große Wendig" Band 2, Seite 262
Herausgegeben von Grabert Verlag, 72006 Tübingen, Postfach 1629.

Es ist allgemein bekannt, daß der französische General Leclercs am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation
der deutschen Wehrmacht, in Bad Reichenhall zwölf französische Freiwillige der deutschen Division
"Charlemagne" ohne Gerichtsurteil erschießen ließ - ein Kriegsverbrechen. Erst später kam heraus, daß
seiner, Leclercs, Division auf ihrem Weg von der Normandie bis ins Berchtesgadener Land noch zahlreiche
weitere Kriegsverbrechen beging und zu verantworten hat, ohne daß je einer der Täter zur Verantwortung
gezogen worden wäre. Im Gegenteil: "Hauptschuldige machten große Karriere im Nachkriegsfrankreich."

Wie Studiendirektor a.D. Friedrich Pohl berichtete (*1) hat sich der französische Geschichtsforscher Daniel
Guérain mit diesem heißen Eisen befaßt, im Zuge seiner Nachforschung deutsche und französische
Zeitzeugen befragt und die Orte der Kampfhandlungen aufgesucht. Er hat seine Erkenntnisse in dem Buch
"Die Kehrseite der Legende, Geschichte einer Befreiung" (*2) niedergeschrieben.

Der Historiker gibt die Berichte von Augenzeugen, auch aus der französischen Division, wieder. Sie
berichten von zahlreichen, oft grausamen Norden an deutschen Gefangenen, besonders an Angehörigen der
Waffen-SS. So hätten zum Beispiel Soldaten der Division Leclerc deutsche Gefangene mit Benzin
übergossen und verbrannt. Auch auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris sei es zu einem Massaker an
Hunderten von deutschen Kriegsgefangenen gekommen, die durch Leclercs Panzer niedergewalzt wurden
(*3). Besonders brutal sei dabei der damalige Leutnant Robert Galley vorgegangen. Der französische
Soldat Albert Bisson schildert, wie es bei Andelot (Département Haute-Marne) zu heftigen Kämpfen der
französischen Einheiten mit deutschen Truppen gekommen sei. Die Franzosen erlitten Verluste, doch dann
brach der deutsche Widerstand zusammen. Eine große Zahl von "Boches", wie der Soldat sich ausdrückte,
ergab sich: "Schon nähern sich weitere 500 Kriegsgefangene. 'Wartet!' ruft Leutnant Galley. Er läßt die
Deutschen in eine Scheune treiben, setzt seine Panzer davor und befiehlt über sein Mikrofon: 'Turm nach
links. Stop! Handgranate! Feuer!.' Die Granate explodiert inmitten des Haufens der Boches. Die Splitter
zerreißen ihre Körper, Körperteile kleben an den Balken der Scheune. Wir erledigen mit dem
Maschinengewehr alle, die noch leben. Heute ist der Tag der Rache!"

Obwohl sich Leutnant Galley noch weiterer Kriegsverbrechen schuldig machte und, wie Studiendirektor
Pohl, sich dieser Schandtaten offen im Fernsehen rühmte, konnte er Minister unter de Gaulle, Pompidou
und Giscard d'Estaing werden und als Schatzmeister der Partei des französischen Staatspräsidenten Chirac
tätig sein.

Über die berühmt-berüchtigte Division Leclerc schrieb später ein früherer Angehöriger: "Diese Division
hat bei den Franzosen einen schmeichelhaften und weitgehend ungerechtfertigt guten Ruf gehabt und wird
ihn bestimmt noch lange Zeit haben. Sie ist Bestandteil des gaullistischen Mythos, und so noch dieser
lebendig bleibt, wird die 'Armee Leclerc" viele andere verdienstvollere und weniger glückliche Einheiten in
der Geschichte überstrahlen. .... Die 2. DB (2. Panzerdivision), die zur Pflege des 'Lothringer Kreuzes' in
Operationen von hohen Prestigewert, aber geringem Risiko (wie die von Paris, Straßburg und
Berchtesgaden) hinein katapultiert wurde, hat unter allen Umständen von der erdrückenden Macht der
Amerikaner profitiert und aus diesen leichten Siegen einen ziemlich widerlichen Überlegenheitskomplex
gezogen. Mit den Federn des amerikanischen Pfaus und der aufgesetzten Leclerc-Aura geschmückt, konnte
sich selbst der schlechteste Freiwillige praktisch alles leisten und sogar jede andere französische
Militäreinheit verachten, beispielsweise durch die Weigerung, Offiziere, die nicht der 2. DB angehörten, zu
grüßen. Vor und nach der Einstellung der Feindseligkeiten beging die 2. BDB in Bayern Ausschreitungen
und Plünderungen in einem solchem Ausmaß, daß die angewiderten Amerikaner selbst bereits nach einem
Monat deren Ausweisung aus ihrer Besatzungszone forderten" (*4)

Über die französischen Kriegsverbrechen an der deutschen Bevölkerung in Stuttgart berichtet ein anderer
Beitrag im Buch. (*5).

*

Anmerkungen
1 Friedrich Karl Pohl, in "Soldat im Volk", November 2000, S. 270 f,
2 Daniel Guérain, L'Envers de la Légende..Historie d'une libération, Bonneville 2002
3 Philippe Gautier, "Deutschenangst - Deutschenhaß", Grabert, Tübingen 1999, S. 135 - 139
4 Gautier, aaO. S. 137 ff
5 Beitrag "Französische Verbrechen in Stuttgart 1945"
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Abgeschlossen am 27. Juli 2010.
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