W I D E R H A L L - Nr. 56
J u l i / A u g u s t ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Rolf Winkler

Die BR Deutschland eine DDR 2.0 ?
Oder wird die DDR rückblickend geadelt?


Inoffiziell wird die BRD heute schon mal als DDR 2.0 bezeichnet. Was soll damit
ausgedrückt werden? Daß sich die gesellschaftlichen Systeme ähneln? Oder
die größer gewordene BRD auf das Niveau der DDR "gesunken" ist?

Die Frage muß lauten: Wird die gegenwärtige Politik überhaupt noch an den
Bedürfuissen und Wünschen der Menschen im Land ausgerichtet?


Die gegenwärtige Politik, ihre Repräsentanten, Teile der Wirtschaftsverbände und -kammern, die Justiz
und Medien der BRD befinden sich allesamt im Eifer zur multiethnischen Umwandlung unseres Landes.
Worum geht es? Es geht um die Zersetzung gewachsener traditioneller Strukturen, also des gesamten
Gemeinwesens. Dazu ein Blick in den Pressespiegel der letzten Tage:

- Berlin wird erstes Land mit Integrationsgesetz. (Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister SPD und
Carola Bluhm, Linke

- Ministerin führt anonyme Bewerbung ein. (Kristine Schröder, Familienministerin CDU)

- Anonymer Lebenslauf - Raus aus der Schublade (Diskriminierungsbeauftragte Martina Köppen, SPD)

- Ausländer rein! (Markus Ulbig, sächs. Innenminister CDU)

- Die Attraktivität Deutschlands für Fachkräfte aus aller Welt müsse erhöht werden.(Anette
- Schavan,Bildungsministerin CDU)

- Lockprämie und Begrüßungsgeld für Ausländer. (Rainer Brüderle, FDP)

- Fachkräftemangel gefährdet unsere Wachstumspotentiale. (Achim Dercks, Vize DIHK)

- Neue Regeln, um mehr ausländische Fachkräfte anwerben zu können. (Dieter Hundt)

- Deutsch als Nachteil. (Peter Grottian, Politologe)

- Der Konzern ist zu weiß, zu deutsch, zu männlich... (Peter Löscher, Siemens Chef)

- Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit... sind eine Bereicherung für uns alle.
- (Maria Böhmer, Ausländerbeauftragte CDU)

- Bundespräsident Wulff wünscht sich bei seiner Vereidigung eine bunte Republik (CDU)

*

Wenn das nicht Dummheit der politischen Entscheidungsträger ist, was ist es dann, Programm?! Geht es
überhaupt um Arbeitsplätze? Wohl sicher nicht, denn die Fakten sprechen eine andere Sprache.



Stellenabbau in der BRD.


Im letzten Jahr von Schwarz-Rot (2.12.2002 - 5.10.2009) = 534.843 Arbeitsplätze abgebaut.
Seit dem Schwarz-Gelb (6.10.2009 - 4.8.2010) = über 507.000 Arbeitsplätze abgebaut.

[Quelle: http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12700cFrame-SetAlmanach.html]

Nur die Krise schuld?
Mitnichten, die sieben Jahre unter Schwarz-Rot von 2.12.2002 bis 5.10.2009 gab es 5.712.282 Arbeitslose
(in Worten: Fünf- Millionen-Siebenhundertzwölftausend-Zweihundertzweiundachtzig).



Alle haben Angst.


"Mann ohne Profil" schreibt das politische Magazin ZUERST! über den neuen Bundespräsidenten
Christian Wulff. Wer hat denn noch Rückgrat in der Klasse der Herrschenden?

Das System BRD ist zum Selbstläufer geworden. Alle, die noch bezahlte Arbeit haben, haben Angst etwas
zu verlieren, was sie bei einem 'weiter so' bereits verloren haben.

Politiker, Staatsanwälte, Richter, Journalisten, Historiker, Generäle, wissenschaftliche und philosophische
Institutionen... haben voreinander gegenseitig Angst! Deshalb haben sie sich im Windkanal der politischen
Korrektheit glattschleifen lassen. Und sie haben Angst vor dem Volk, weshalb es Maulkorbgesetze mit
Verurteilungsgarantie gibt. Auch das Volk hat Angst. Vor den Regierenden, deshalb wagt es nicht zu
sagen, was es denkt. Jedenfalls noch nicht.

Der ZUERST!-Artikel regte mich zu einem Abriß über die Politik der DDR an. Die Politiker habe ich auch
nicht sonderlich gemocht, doch ein Vergleich mit der heutigen politischen Klasse adelt sie, die oft als
"Betonfraktion" Karikierten. (*) Wolf Biermann nannte seine Ausbürgerung aus der DDR: "Vom Regen in
die Jauche gekommen." Aber das verstand ich damals noch nicht.

Den gegenwärtigen Politikern steht ihre Fadheit ins Gesicht geschrieben. Keine Ecken, keine Kanten, keine
Emotionen, kein Charme, nichts Väterliches oder Mütterliches ... Es besteht doch ein kausaler
Zusammenhang von Physiognomie und Charakter, den untersuchte und beschrieb bereits Prof. Wahle in
seinem Buch "Entstehung der Charaktere" von 1928.



Mitte der 1960er Jahre in der DDR.


So manchen kauzigen Charakter hatten wir Kinder schon damals im Unterbewußtsein durch seinen
Gesichtsausdruck erkannt. Damals, das soll ein Rückblick auf die 1960er Jahre ff. sein - der Beginn meiner
kleinen Erzählung, die Zeit, an die ich mich gut erinnern kann.

Unser Wohngebiet einschließlich Rathaus war nach den Bombennächten weitgehend wieder kulturvoll
aufgebaut. Modern mit großzügigen Wohnungen, hohem sanitären Standard, große Waschmaschine mit
Gasfeuerung und separater Schleuder für alle Mieter auf dem Boden eines jeden Hauses und auch
Trockenboden. Die Wäsche plättete meine Mutter im zentralen Mangelraum. Ich half ihr wenn immer es
ging, faszinierte mich doch die große Maschine (Wäschemangel) voller Wackersteine mit dem
Transmissionsriemen.

Bild oben: Wir, das waren die Kinder vom Elefantenhof
in Dresden-Mitte. In unserem Hof stand ein stattlicher
Elefant, modelliert aus Beton. Der Rüssel war die
Rutschbahn und mit Messing bekleidet, im Bauch hatten
mehrere Kinder Platz. Im Stadtgebiet gab es noch andere
Elefanten, doch unser war ein Kunstwerk an Harmonie mit
hohem Spielwert.


Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerk (NAW) pflanzten unsere Eltern im Hof Bäume und Sträucher, wir
halfen dabei. Fast nur Birken, der alte Forstrat Landbeck brachte ein paar Eichen mit. Hinter dem Rathaus
bis zum Hauptbahnhof begann die Wildnis, wie wir es nannten. Es war die alte ehrwürdige und bekannte
Prager Straße. Das einzige Haus, das erkennbar noch als Ruine stand war des Hotel Exzelsior.

Ein paar Tag vor der Zerstörung ging meine Mutter - sie hatte Fronturlaub - auf der Prager spazieren - um
sich die Zeit beim Schaufensterbummel bis zur Weiterfahrt zum Genesungsort meines späteren Vaters zu
verkürzen.

Wir Kinder waren eine feste Gemeinschaft, Jungs und Mädels hielten zusammen. Es gab nur ganz wenige
Kinder die sich absonderten. Warum, wußte keiner. Eine war Nora. Sie ging ihre eigenen Wege.
Naturgegebenes Aussehen bzw. auch körperliche Mängel spielten bei uns keine Rolle. In der
Nachbarschaft - auf dem Szeged-Hof - wohnte ein Gehbehinderter, ein netter und intelligenter Bursche, er
bestritt jedes Abenteuer, sei es in den Ruinen oder die Erkundung der Kanalisation mit uns gemeinsam. Ja
selbst beim Fußball wurde er aufgestellt und bekam vor manch' Muttersöhnchen den Vorzug. - Noras
Eltern waren nicht wie unsere Eltern. Für uns Kinder recht eigensinnige Leute, die Mutter war aus
Rumänien, mehr wußten wir nicht.

Manchmal gab es Ärger mit den Kindern der Nachbarhöfe, die waren neidisch auf unseren schönen Hof
mit Elefant und wollten ihn nach Belieben in Beschlag nehmen.

Daraus entwickelten sich regelrechte Massenspieie, wir nannten sie Hofschlachten, von den Älteren unter
uns strategisch geplant. Es ging ordentlich zur Sache, wir beschossen uns mit Erdklumpen (von dem
Mutterboden der Grünflächen, die spritzten bei Aufschlag so schön auseinander) oder Drahtkrampen. Die
größte Wirkung ging von den Krampen aus nacktem Draht aus, das konnten auch geteilte Büroklammern
sein. Um die Wirkung bei denen mit lsolationsmantel zu erhöhen wurde durch diese eine Stecknadel
gespickt. Unsere Gegner waren auch nicht zimperlich. Kleine Verwundungen gab es, aber die heilten alle
wieder. Nur einmal war es brenzlig als mein Klassenfreund so eine Krampe unterhalb des Augapfels
abbekam, auch das ging Gott sei Dank noch glimpflich ab.

Unsere "Feinde" waren der Fischhof, die Kaffee- und Tee-Bande und der Szegedhof. Die Hansel vom
Altmarkthof spielten kaum eine Rolle, waren eher mit uns verbunden. Doch am nächsten Tag in der Schule
waren wir wieder alle miteinander Schulkameraden.

Trotzdem ließen wir an unserem Zusammenhalt nie Zweifel aufkommen und herrschten souverän.

Keiner von den "Fremden" durfte es auch nur wagen, in Überzahl einen von uns oder gar eines unserer
Mädchen, egal wo, auch nur verbal zu belästigen. Unsere Mädels waren restlos stolz auf uns. Nora hätte
mit uns den Kinderhimmel auf Erden haben können.

Aus uns allen ist etwas Ordentliches geworden, wie man so sagt. Auch Nora studierte. Sie wurde Lehrerin
für Geschichte und Deutsch und arbeitete auch als Historikerin. Heute ist Nora Goldenbogen die
Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde von Dresden, also die oberste Dienstherrin der Stadt.

Im gesellschaftlichen Leben der DDR waren Leute wie die Goldenbogens nichts besonderes, ebenso die
Zeugen Jehovas oder die Anhänger der amerikanischen Mormonen-Kirche, die richtige deutsche
Bezeichnung lautet: Die Kirche Jesu Christi der Heiligen Letzten Tage.

Keiner wurde, nur weil er dieser oder jener Glaubensgemeinschaft anhing, ausgeschlossen oder
diskriminiert, wie es uns heute ständig aufs Brot gestrichen wird. (Ausnahmen gehörten zur Regel.)

Sie waren das Salz in der Suppe. Doch Pieck, Ulbricht und später Erich Honecker und Erich Mielke
wollten keine versalzene Suppe. Und die Bürger erst recht nicht, das galt damals wie heute.

Beispiele: Die Großeltern der Mutter meines Sohnes waren bekennende und praktizierende Zeugen
Jehovas. Sie bewirtschafteten ihre eigene Gärtnerei bei Berlin, mit Angestellten, Putzfrau für den Haushalt
und was sonst noch dazu gehört. Für DDR-Verhältnisse waren sie gut betucht, lebten aber sehr bescheiden.
Viel von ihrem Geld ging an ihre Brüder und Schwestern (im Glauben - KHH.), wie sie es nannten.

Anfang der 1980er bauten die Mormonen im Villenviertel auf der Tiergartenstraße am Großen Garten eine
Kirche von amerikanischem Geld. Zugegeben sie war recht überschaubar, aber sie steht da, postmodern.

Es gab also durchaus diese bemerkenswerte Offenheit und religiöse Toleranz in der DDR, auch wenn heute
der "sozialistische Kurs der DDR" in den Medien verpönt und vielmals so verfälscht dargestellt und
zerrissen wird.

Das gegenwärtige Hickhack um das Bildungswesen hierzulande ist ein Trauerspiel. Tatsache ist, daß in
vielen Schulen die Kinder durch die multiethnischen Konflikte nicht mehr beschulbar sind. Darüber hinaus
sind zu viele adipös, was sich direkt auf die Motorik, also den Aktionsdrang auswirkt...

Bild aus FAZ vom 29.7.2010:
Urauffi1hrung der Nietzsche Oper Dionysos in Salzburg.
Die Ekstase des Häßlichen, Siechen, Abartigen und Kaputten
hat längst auch die Schulen, Hochschulen, selbst die
klassischen Bühnen erreicht. - Da kann ich nur heilfroh
sein, in der DDR sozialisiert worden zu sein, ohne unermeß-
liche Schuld und Umerziehung, ohne Dekadenz, ohne Drogen,
ohne einen entarteten Kunst- und Kulturbetrieb amerikanischer
Prägung, ohne eine sexualisierte bzw. in ihrer ausgeprägten
Form einer pornographisierten Umwelt und ohne Überfremdung.
-


Heute sind die Bäume so hoch wie die 4- und 5-geschossigen Häuser unseres Viertels, das in den 50er bis
60er Jahren gebaut wurde. Der Elefant, der soviel Emotionen ausgelöst hatte, ist traurig geworden, seine
blanke Rüsselrutschbahn ist rauben Beton gewichen, kein Kind spielt mehr mit ihm, Begehrlichkeiten aus
den Nachbarhöfen gibt es schon lange nicht mehr.

Nach der politischen Wende 1989 hat sich in Dresden unglaublich viel verändert. Für die Mehrheit nicht
zum Besseren, wie sie hoffte.

Frau Goldenbogen bekam 2001 mit der neuen Synagoge ihren komfortablen Dienstsitz. Anfang 2006
wurden die Häuser des Elefantenhofes und der anderen Höfe an die amerikanische Heuschrecke Fortress
verschachert. Ja verschachert! Abgesehen davon, daß Infrastruktur grundsätzlich nicht in private,
schlimmer noch ausländische Hände gehört, sind 48.000 Dresdner Wohnungen und 1.300
Gewerbeeinheiten verramscht worden. Die LINKE Partei unter Christine Ostrowski stimmte für die
Enteignung von Volkseigentum in private Hände. Sie persönlich wurde mit einem Posten bei Fortress
belohnt.

Die Geschäfte des täglichen Bedarfs wurden geschlossen, die meisten wurden in das Konzept der
Erlebnisgastronomie überführt, die anderen stehen leer. Entsprechend sind die Höfe zu Wirtschaftshöfen
für das s.g. Kneipenviertel verkommen.

Der Schriftzug im Drempel meiner Berufsschule: "Wo das arbeitende Volk der Bauherr ist, kann der
Bauende glücklich sein, denn er richtet sein eigenes Haus auf" hat seine Bedeutung verloren.

In der Nacht zum 8. November 2009 gab es an der Dresdner Synagoge eine Schmiererei mit Hakenkreuz
und Davidstern, es waren eher Hieroglyphen dieser Art. Doch das reichte aus, um die Täter im Umfeld der
s.g. Rechten zu verorten.

Tage später stand die Stadtführung unter der rückgratlosen OB Helma Orosz in Bücklingpose vor der
Synagoge.

Heute werden keine Elefanten mehr modelliert, heute werden Messer in Beton gegossen.

Bild: Da ist es wieder, das Pogrom, welches täglich
zur Unterdrückung der eigenen Bürger gebraucht wird.
Vor Scham mit krummen Rückgrat sollen wir Deutsche
uns bewegen. 18 Messer dieser Art sind im Stadtgebiet
geplant, um auf einen "alltäglichen Rassismus" hinzu-
weisen. - "Kunstinstallation zur Erinnerung an die
ermordete Ägypterin", so die Medien im Juli 2010.


Die Netzseite www.lslam.de sprang auf den Zug der Hakenkreuzschmiererei auf und schrieb: "Kurz vor
der Jährung der Pogromnacht und Urteilsverkündung im Mordfall Marwa wird in Dresden erneut ein
rassistischer Anschlag begangen."

Der Täter, so ermittelte später die Polizei, war ein Algerier.

Zum Schluß: Wer jetzt phrasenhaft fremdenfeindliche, antisemitische oder gar chauvinistische Klischees
bemüht, dem rufe ich ein Zitat von Romain Rolland (1866-1944), dem Namensgeber meines
altehrwürdigen Gymnasiums zu:

"Diskussion ist unmöglich, mit jemandem, der vorgibt, die Wahrheit nicht zu suchen, sondern schon zu
besitzen."

Rolf Winkler, 5. August 2010.

* * * * * *

(*) = Ob ein Vergleich der Politiker heute und DDR die der ehemaligen DDR "adelt" mag dem einen oder
anderen so vorkommen, aber ich sehe das anders. Diese andere Sicht brachte ich in einem Brief an den
Autor ansatzweise zum Ausdruck. Gekürzt will ich ihn hier wiedergeben, wie auch die Antwort Rolf
Winklers, der heute in München lebt.

Nach einleitenden Wort schrieb ich an den Autor Rolf Winkler weiter:

"Zu Ihrem Artikel selbst muß ich als ehemaliger Dresdener einige Anmerkungen machen. Ihr Artikel ist
hervorragend formuliert und die Sache (des verlorenen Vaterlandes, der untergehenden Heimat
im Mischmasch der einströmenden Fremden und der widerlichen Kultur) meisterlich herausgearbeitet.
Darauf kommt es mir an bei meiner Veröffentlichung.

"Aber ich finde es schade, daß die DDR-Wirklichkeit nur aus Sicht Ihrer schönen Kindheit zur Sprache
kommt, denn es gibt bzw. gab ja auch die andere Wirklichkeit, z. B. daß ich bei meinen
Verwandtenbesuchen in Dresden-Strießen kurz vor dem DDR-Ende den Verfall der Bürgerhäuser sah. Es
mußten teilweise die Fußwege abgesperrt werden, weil schon die Trümmersteine aus Haustüren und
Erdgeschoßfenstern über die kleinen Vorgärten auf den Fußweg quollen.

"Aber nicht weil annodazumal Bomben reingefallen wären, sondern weil man absichtlich die Bürgerhäuser
verfallen ließ. Sie sind wohl ein Dorn im Auge der Kommunisten gewesen, aus der verhaßten Feudalzeit
stammend. Übrigens es war verboten auf die Balkons im Hause meiner Verwandten zu gehen, wegen der
Baufälligkeit. - Und dann die Warterei vor den Gasthaustüren, wenn man zu Mittag essen wollte. Ich
erinnere mich in Moritzburg an das Lokal gegenüber dem Schloß Moritzburg neben dem großen Parkplatz.
Wenn man dann endlich am Mittagstisch saß und beim Essen die Schlange durchs Fenster vor der Tür sah,
verging einem fast der Appetit. Wie gesagt das gehörte auch zur DDR und noch so manches andere.

"Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

"Mit freundlichen Grüßen, Karl-Heinz Heubaum"

*



Es ist klar, daß man in einem ersten Kurzbrief das Ausmaß der DDR-Misiere nur streifen kann. Das "so
manches andere" zu bemängelnde wäre sicher das Spitzelwesen in der DDR. Da der Stasi-Kelch an meiner
Familie und mir nicht vorbeizog, weiß ich ein Lied davon zu singen. Aber hier nun die gekürzte Antwort
von Rolf Winkler:

*

Von: "Rolf Winkler" <rolf-winkler(A)t-online.de>
Datum: 07. Aug 2010 09:59
Betreff: Re: Ist die BRD in Teilen »sozialistischer« als die frühere DDR?

Lieber Herr Heubaum, ... ...

... Was Sie über die Zustände in Dresden bzw. der gesamten DDR schreiben, will ich gerne unterstützen.
Die alte Bausubstanz war einsturzgefährdet, die Elbe biologisch tot usw. Das hat mich auch alles sehr
gestört und auch wenn man in die Gesichter der Leute geschaut hat, dann waren viele resigniert oder waren
sie stoisch, abgeklärt, gefaßt, ohne Bedürfnisse
... Im Groll bin ich vor dem Mauerfall mit meiner Frau nach Bayern ausgereist. Aber die Menschen der
DDR waren politisch wacher, sie hatten Antenne für politische Belange, heute vermisse ich das bei einem
Großteil hier im Westen.

Doch, und das ist mir wichtig: Bei allem wirtschaftlichen Mißständen, die man ja beheben kann, was ich
auch hoffte mit unseren Brüdern und Schwestern aus der BRD, das Haus schnell in Ordnung zu bringen.
Es fing ja auch mit der Wende gut an, doch daß Kohl sich als Abrißbirne betätigen würde, hätte ich nie für
möglich gehalten.

Aber was heute abgeht, soll unser Volk irreparabel verändern, zerstören, d.h. wirklich den Volkstod
bringen. Alles andere läßt sich wieder aufbauen, doch - Gott sei Dank hat unser Volk noch viel Potential in
jeder Hinsicht.

Wir haben die Pflicht in die bürgerlichen Kreise informativ und ordentlich hineinzugehen. Eine
Revolution, ob heiß oder kalt wird nicht von den s.g. Nationalen, Freien Kräften, der NPD oder der Masse
von Hartz4lern kommen, das kann nur mit der bürgerlichen Mitte erfolgen. Die s.g. Rechte einschließlich
der NPD sind mir in weiten Teilen suspekt. So schön das neue Kommunikationsmittel ePost und Internet
auch ist - so habe ich Sie schließ kennengelernt, Ihre Beiträge haben mir schon immer gefallen, aber das
Sie auch noch Dresdner sind, - doch mit PC-Revolutionären, die nur im eigenen Saft schmoren, kommen
wir auch nicht weiter. Und wie viele Agenten mag es unter den besonders "scharfen" geben?

Mit meinen Briefen, die ich weit ins bürgerliche Lager hinein verschicke, habe ich weitgehend gute
Erfahrungen gemacht. Anfangs vor Jahren kamen Rückmeldungen, die meinen "braunen Mist" nicht
wollten. Die gibt es nicht mehr. Einige schreiben sehr zustimmend, natürlich schreiben die Meisten nicht,
aber auch das ist Zustimmung. Und eben Angst von der Masse. Doch sie müssen wissen, daß es Menschen
gibt, die bereit sind und die auch Verantwortung übernehmen können. ... ... ...

Herzliche Grüße ... Ihr Rolf Winkler.

*

Seitenbetreiber: Ich lasse mal die Aussagen über die "Rechten" und die "bürgerliche Mitte" kommentarlos
hier so stehen. Aber die Meinung zu ePost und Internet wundert mich ein wenig, auch wenn sie nicht
grundlos ist, da Rolf Winkler doch selber mit diesen Medien erfolgreich zu arbeiten versucht.

Inzwischen hat er mir bekannt gemacht, daß die sogenannte Kunstinstallation mit den 18 Beton-Messern
vorzeitig abgebrochen wurde. Hier die entsprechende Meldung des Iran-German-Radio:
http.//german.irib.ir/

"Dresden (IRIB/ddp) - Die Kunstinstallation «18 Stiche» zur Erinnerung an die vor rund einem Jahr im
Dresdner Landgericht ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini wird ab heute abgebaut. Wie der Verein
Bürger.Courage mitteilte, werden die zwölf Betonmesser bis Sonntag abtransportiert. Ursprünglich sei die
seit 1. Juli laufende Aktion länger geplant gewesen. Da es von seiten der Stadt allerdings nur eine
Genehmigung bis Sonntag gebe, würden die Stelen nun entfernt. - Zum Ende des Projekts zieht der
Verband eine durchwachsene Bilanz. Viele Bürger hätten Geld gespendet. Gleichzeitig habe der Verein
ablehnende Zuschriften, rassistische Beschimpfungen und Morddrohungen erhalten. Zudem seien sechs
Betonmesser umgeworfen worden. - Marwa El-Sherbini war am 1. Juli 2009 während einer Verhandlung
im Landgericht Dresden von einem aus Russland stammenden Spätaussiedler aus Fremdenhass erstochen
worden. Der Täter wurde inzwischen wegen Mordes an der Ägypterin und versuchten Mordes an ihrem
Ehemann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt."

Seitenbetreiber: Daß Deutsche für solche Negativ-Aktionen überhaupt Geld spenden, wird mir immer ein
Rätsel sein!!! Allein die zeitliche Begrenzung macht doch schon jede Geldspende unsinnig, mal ganz
abgesehen davon, daß man als Deutscher nicht deutschfeindliche Unternehmungen unterstützt. Ohnehin
wundert es mich, daß es überhaupt zu einer Genehmigung durch die Stadt Dresden gekommen ist, wenn
auch zeitlich befristet. Denn abgesehen davon, daß man sich mit derartigen Aktionen in der ganzen Welt
nur lächerlich macht, muß man sich fragen, wo denn die vielen ungezählten Messer-, Revolver- und Fuß-
Mahnmale zur Erinnerung an die von Ausländern umgebrachten Deutschen aufgestellt sind. Diese
deutschen Opfer verschwinden ganz schnell in der Vergessenheit. Um deren Gedenken kümmert sich kein
Courage-Verein oder sonstiger Gutmenschen-Klub!!! Und noch etwas zum Abbruch der sogenannten
"Kunstinstallation 18 Stiche": Von den geplanten 18 Beton-Messern wurden nur 12 im Stadtgebiet von
Dresden aufgestellt, und die mußten ganz schnell wieder entfernt werden. Hat da die von Rolf Winkler als
"oberste Dienstherrin der Stadt" apostrophierte Nora Goldenbogen (Vorsitzende der jüdischen Gemeinde
von Dresden) Einwände bis in das Rathaus durchsickern lassen? Denn man kann sich vorstellen, daß die 18
Beton-Stelen für EIN Opfer aus Ägypten bei den Vertretern der Holokaust-Religion zumindest Unwillen
hervorrufen.

Karl-Heinz Heubaum
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Abgeschlossen am 15. August 2010.
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Vielen Dank für den Besuch der Homepage. Bitte weiterempfehlen und wieder
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Kritik und Beiträge sind willkommen. Bei Leser-Briefen setze ich die Erlaubnis
zur Veröffentlichung voraus, wenn nichts anderes angegeben wird.
A C H T U N G ! A C H T U N G ! A C H T U N G ! ! Um den Suchrobotern im Netz
das Auffinden von ePost-Adressen möglichst zu erschweren, verwende ich in
allen eBrief-Anschriften anstelle des @ die Zeichenfolge (A)
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D I S T A N Z I E R U N G . Aufgrund bundesdeutscher Justizpraxis können auch
Zitate, sogar welche aus wissenschaftlichen Werken und historischen Dokumenten,
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