W I D E R H A L L - Nr. 57
S e p t e m b e r / O k t o b e r ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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1. Spiel-Casino "Deutsche Einheit".
2. Otto Aufschwung: Gegen Domino - die Staatsmafia.
3. Bei der Wi(e)dervereinigung verzichteten
- -Kohl/Genscher auf Ostpreußen.
4. SEDler Gregor Gysi und die Wi(e)dervereingung.
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Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz

Spiel-Casino "Deutsche Einheit".


War die Wende eine Phase politischer Hochkultur? Das zumindest versuchen uns die beteiligten Politiker derzeit
zu vermitteln. Feiern werden abgehalten, man schwelgt in höchsten Tönen, lobt - sich selbst. Gedenktafeln werden
enthüllt. In Bronze, für die Ewigkeit. Schaut man jedoch hinter die Kulissen der Selbstbeweihräucherungs-Shows,
so drängen sich andere Eindrücke auf. Da schimmert billigstes Schmierentheater durch. Was geschah tatsächlich
vor nunmehr 20 Jahren? Dass Kanzler Kohl das Parlament in der Enteignungsfrage 1945/49 dreist belog, ist
zweifelsfrei belegt, blieb indes bis dato folgenlos. Zehntausende verloren durch diese Lüge ihren Besitz. Ein
weiteres Beispiel:

Berlin-Schönefeld 8. September 1990. Ein Lear-Jet mit der Kennung D-CLAN am Leitwerk hebt ab und fliegt gen
Westen. Ist hier Nomen = Omen? An Bord reist - inkognito - die Spitze der DDR-Führung. Staats-Chef De
Maiziere und vier seiner Top-Leute. In Begleitung des Chefs auch eine junge Dame mit wachem Verstand. Der
Jet des Deutschland-Clans landet um 11:12 Uhr in Düsseldorf. Kurz vor dem Ende der DDR ist rasch noch eine
Aufgabe geradezu historischer Dimension zu erledigen. Die Spiel-Casinos des Arbeiter und Bauern-Staates
müssen in Sicherheit gebracht werden. Dazu besucht man WestLB-Chef Friedel Neuber. Bei ihm sind die Stätten
sozialistischer Geldabschöpfung in den besten Händen. Wer könnte die DDR-Casinos sicherer in die
kapitalistische Zukunft führen als der "Gangster in Nadelstreifen" (Süddeutsche Ztg. 23.1.03)? Er ist der perfekte
Schutzpatron der einarmigen Banditen in den Spielsälen. Politisch optimal abgesichert ist "Pate" Neuber durch
Intimfreund und NRW-Ministerpräsident Johannes Rau. Der genoss insbesondere die Dienste der WestLB in der
Luft - den Flugservice der Firma PJC (Privat Jet Charter) - überaus intensiv.

Den PJC-Jet hat Neuber auch nach Ostberlin entsandt. Zur Tarnung. Der Lear-Jet ist weit weniger auffällig als der
Regierungs-Jet der DDR. Nach den Verhandlungen fliegt De Maiziere mit einem weiteren Kollegen ganz stiekum
zurück nach Ostberlin. Um 17:40 Uhr landet D-CLAN wieder in Schönefeld. Die Rechnung für den DDR-
Regierungs-Flug über 29.933,96 DM zahlt die WestLB! So vermeidet Staats-Chef De Maiziere dumme Fragen zu
seinem peinlichen Casino-Trip. Bereits Vorgänger Modrow hatte sich rührend um die lukrativen volkseigenen
Sumpfblüten gekümmert. Er vergab die Konzessionen zum Betrieb der Casinos an die VEB Interhotel. Laufzeit:
25 Jahre.

Der Betrieb der DDR-Casinos im Kapitalismus war fortan allerdings nicht frei von Problemen. Ein Bericht des
NRW-Finanzministeriums (11/1605-6) beschäftige sich schon im Jahre 1995 mit der "Beteiligung der WestLB an
Spielbanken in den neuen Bundesländern". Dabei stellte sich heraus, dass bis Ende 1994 ein Bruttospielertrag von
216 Mio. DM erzielt worden war. Nach Abzug von 168 Mio. DM Spielbankenabgabe stand zwar ein
Nettospielertrag von 48 Mio. DM. Daraus verblieb nach Abzug der "entstandenen Kosten" jedoch nur ein
"Gesamtüberschuss von 1,7 Mio. DM". Wo die restlichen Zocker-Millionen geblieben waren, ließ sich - leider -
nicht mehr ganz genau klären. 500.000 DM seien beispielsweise an einen gewissen Herrn Görlich gezahlt worden.
Auf dessen ausdrücklichen Wunsch in bar. Man habe dabei "den Formerfordernissen der WestSpiel
beziehungsweise der WestLB durch Ausfertigung ordnungsgemäßer Quittungen Rechnung getragen".
Staatssekretär Dr. Bentele musste leider "darüber hinaus diesbezüglich auf die Beachtung des Steuergeheimnisses
verweisen". Keine Partei legte übergroßen Eifer an den Tag, nach dem Verbleib der Casino-Millionen zu fahnden.
Auch ließ sich nicht mehr klären, "ob und gegebenenfalls welche Summe der Modrow-Regierung für die Vergabe
der Spielbankenlizenz gezahlt worden sei": "Der WestLB ist nicht bekannt, ob und ggfs. in welcher Höhe die
VEB-Interhotel hierfür Zahlungen an die Regierung Modrow geleistet hat". Die Frage, ob und gegebenenfalls
welche Summe die De Maiziere-Regierung für ihre Mühen erhielt, lag zwar ebenso auf der Hand, wurde indes
nicht einmal gestellt.

Später kam raus, dass die WestLB auch der CDU mehr als 400.000 DM gespendet hatte. In allerbester
Tarnmanier, gestückelt in Einzelbeträge unter 20.000 DM, der Veröffentlichungsgrenze. Damit war klar, dass
kein deutscher Staatsanwalt sich je in diesem politischen Glücksspiel-Sumpf um Klarheit und Wahrheit würde
kümmern dürfen. Im Spiel-Casino "Deutsche Einheit" - real existierende, gesamtdeutsche
"Regierungskriminalität" im wahrsten Sinne des Deutschen Richterbundes.

Peine, den 08. September 2010.
gez.: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz
www.hans-joachim-selenz.de

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Seitenbetreiber: Natürlich ging es bei der Wiedervereinigung vor 20 Jahren auch um ganz andere Dinge als um die
"läppischen" DDR-Spielkasinos. "Mit der von der Kohlregierung sabotierten deutschen Wiedervereinigung
wurden nicht Einzelne, sondern das gesamte deutsche Volk verraten, betrogen und aller seiner Rechte beraubt",
so die Buchankündigung mit dem Titel:


Otto Aufschwung: Gegen Domino - die Staatsmafia.


Es ist eine Dokumentation zur deutschen Wiedervereinigung, dem größten deutschen Staatsverbrechen, 3.
Auflage, 258 Seiten, 332 Abbildungen, DIN A 4, TB, Preis 26 Euro - ISBN 978-3-934323-00-1

Im Buchprospekt wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es "Gerichtlich freigegeben" ist, was wohl bedeutet,
daß es um das Erscheinen juristische und gerichtliche Auseinandersetzungen gegeben hat. Der Prospekt fährt fort:

"Mit diesem Buch wird eine detaillierte Dokumentation (über 300 Abbildungen) zu der historischen Zeit der
deutschen Wi(e)dervereinigung vorgelegt. Entgegen allen bisherigen und sich täglich wiederholenden, äußerst
seltsamen Schilderungen und Darstellungen in den deutschen Medien, kann in diesem Buch wohl erst- und
einmalig an einem Einzelfall die von der Bundesregierung politisch 'gemanagte' Wi(e)dervereingung nicht nur
beschrieben, sondern auch be- und nachgewiesen werden."

Dieses wichtige Aufklärungsbuch kann bezogen werden bei: GUWG Ullrich, Postfach 45 03 22, D-50878 Köln,
Tel.: 0221-887 48 34; Fax: 0221-887 59 72; ePost: ullrich(A)guwg.de

Natürlich können Sie das Buch auch bei Ihrer örtlichen Buchhandlung bestellen. Unten ein Direktlink zu einem
weiteren Artikel zum Thema: Mit der DDR ist bei der Vereinigung auch die Ur-BRD liquidiert worden = 55wh-
brd.htm

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Bei der Wi(e)dervereinigung
verzichteten Kohl/Genscher auf Ostpreußen.

"Verzicht ist Verrat! Wer wollte das bestreiten."


Wir kannten diese Meldung schon Mitte der 90er Jahre: Der Dolmetscher Gorbatschows hätte berichtet, bei den
Zwei-plus-vier-Verhandlungen 1990 habe Moskau die Rückgabe von Teilen Ostpreußens angeboten, aber
Genscher habe das strikt abgelehnt.

Leider konnten wir damals keinen verläßlichen Beleg für diese Verzichtspolitik der Bonner CDU/FDP-Regierung
präsentieren.

Manchmal dauert es etwas länger, bis die Wahrheit ans Licht kommt Am 21.5.2010 berichtete nun "SPIEGEL
ONLlNE", es sei jetzt ein brisantes Dokument zur Zeitgeschichte aufgetaucht:

Aus einem geheimen Fernschreiben der bundesdeutschen Botschaft in Moskau vom 2.7.1990 an das Bonner
Außenministerium gehe hervor, daß Moskau bei den Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung Gespräche
über den sowjetischen Teil Ostpreußens anbot. - Der sowjetische Generalmajor Geli Batenin traf sich mit Joachim
von Arnim, dem Leiter des politischen Referats der BRD-Botschaft in Moskau, um Fragen zur Zukunft des
nördlichen Ostpreußens zu klären: "Dieses Problem werde sich für die Sowjetunion und Deutschland über kurz
oder lang stellen."

Die deutsche Seite gab sich aber verschlossen: Bei der Wiedervereinigung gehe es um die BRD, die DDR und das
ganze Berlin. Wenn die Sowjetunion "Probleme mit der Entwicklung des nördlichen Ostpreußens habe, so sei das
ihre Sache."

Wir erinnern uns an Brandt, Wehner und Ollenhauer 1963 (vergleiche UN 7/09):

"Verzicht ist Verrat! Wer wollte das bestreiten."


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Quelle: UN (Nr.6/2010), Postfach 101706; D-46017 Oberhausen; ePost: info(A)un-nachrichten.de

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SEDler Gregor Gysi und die Wi(e)dervereinigung.

Der Aufstieg der "Linken" durch ahnungslose Protestwähler macht es
notwenidig, Galionsfiguren wie Gysi zu entlarven.


Gysi war Leiter der Anwaltskollegien in 15 DDR-Bezirken.

Noch 1989 konnte er zu 500.000 Zuhörern auf dem Alexanderplatz in Berlin sprechen. 95,3% aller SED-
Delegierten wählten ihn zum letzten SED-Vorsitzenden. Die Stasi nannte ihn "Notar" und "Gregor".

Noch nach dem Mauersturz trat Gysi für eine "eigenständige DDR" ein. Als Jude wandte er sich in Geheimtreffen
an den Jüdischen Weltkongreß und suchte über die "New York Times" zu erreichen, "gemeinsam die
Wiederauferstehung eines Großdeutschlands zu verhindern".

Gysi war scharf dagegen, daß sich die SED selbst auflöste. "Anmaßend" nannte er es, "über das Eigentum von
etwa 1,5 Millionen Mitgliedern selbstherrlich durch Verzicht zu entscheiden." Und das nach 40 Jahren
Enteignungswelle und Terror durch die SED!

Wer dazu schweigt, verrät die Opfer der DDR-Diktatur!

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Quelle: Kurier CM (Nr.8/2010.); Lippstädter Str. 42; D-59329 Wadersloh; Tel.: 02523-8388.
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Abgeschlossen am 14. September 2020.
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