fremden Schüler vielfach in der Mehrheit, z.B. in Berlin. Deutsche Schüler werden unterdrückt und sind oft
Gewalt ausgesetzt. Von Personen mit ausländischen Wurzeln haben 13,4 Prozent keinen Schulabschluß und 38,3
Prozent keine Berufsausbildung! In deutschen Großstädten geht der Anteil der ausländischen Bevölkerung bereits
bis zu 42 Prozent, bei Kindern unter 6 Jahren bis zu 67,5 Prozent! Daß in solchem Milieu Ghettos und kriminelle
Strukturen entstehen, liegt auf der Hand!
Kirsten Heisig, die unter mysteriösen Umständen verstorbene Jugendrichterin in Berlin, hat dies in ihrem Buch
"Das Ende der Geduld" erschreckend deutlich gemacht. Für Thilo Sarrazin war der Anlaß für sein Buch
"Deutschland schafft sich ab", daß er nicht will, daß seine Enkel und Urenkel in einem Land leben müssen, das in
weiten Teilen muslimisch geprägt ist. Dieser Islam ist eine Religion, die mit Fanatismus gegen "Ungläubige" noch
in der Denkweise des Mittelalters fußt, die beim Christentum dank Aufklärung wenigstens im wesentlichen
überwunden ist. Ich möchte wissen, wie der Islam, der z.B. keine Gleichberechtigung von Frauen kennt, sich mit
unserem Grundgesetz vertragen will.
Gesellschaftlich:
Die vielen türkischen Frauen mit islamischer Kleidung mit Kopftüchern zeigen damit ihre Abgrenzung von uns -
keine Integration! Berlins Institut für Bevölkerung und Entwicklung: "Denn ein bedeutender Teil der Migranten
verweigert sich der Integration". Sie haben an uns Deutsche für Toleranz etc. appelliert. Aber wir Deutschen
waren noch nie ausländerfeindlich. Eine Masseneinwanderung ist aber nicht hinnehmbar. Ihr Appell hätte an die
Migranten gerichtet sein sollen. Vor mehr als 40 Jahren sagte mir schon ein Syrer, daß die Türken im Orient
keinen guten Ruf wegen ihrer Anmaßung besäßen. Das finde ich voll bei den hier lebenden Türken bestätigt. Nicht
nur, daß nicht wenige die BRD als ihr Land bezeichnen. Es gibt auch Stadtviertel wie in Berlin-Kreuzberg, in die
sich kein einzelner deutscher Polizist mehr hineintrauen kann. Die deutsche Polizeigewerkschaft will deshalb
türkische Polizisten auf Streife schicken.
Vor Jahren habe ich einmal versucht, mit einer gebildeten Türkin zu einem Dialog zu kommen. Ich wurde aber
noch nicht einmal einer Antwort gewürdigt. Wir sind heute soweit, daß man sich als älterer Deutscher auf unseren
Straßen als Fremder vorkommt. Eine große Gefahr geht von meist arbeitslosen Jungtürken aus. Ständig kommt es
vor, daß junge Deutsche von Banden mit "südländischem Aussehen" nachts beraubt oder mißhandelt werden.
Schöne Zeiten sind das, was Sie uns, sehr geehrter Herr Bundespräsident, als "Bereicherung" schmackhaft machen
wollen!
Mit der Ihrem Amt gebührenden Achtung
(Unterschrift)
Namen und Adressen der Briefschreiber sind bekannt - KHH.
* * * * * *
5. D i o x i n ~ e i n ~ s c h w e r e s ~ G i f t .
Wegen der hohen Giftigkeit von Dioxin ist es richtig und verständlich, daß sein Auftreten in Nahrungsmitteln
Beachtung findet. Nun muß man aber berücksichtigen, daß die Grenzwerte heute gerade bei dieser Substanz
äußerst niedrig festgesetzt sind und daher eine Panikmache unsinnig ist. Die Grenzwerte sind so festgesetzt, daß
bei langer Dauereinwirkung keine Gefährdung besteht. Also müssen bei kurzfristigem Auftreten in
Konzentrationen unterhalb dieser Grenze - wie jedenfalls an einer Stelle versichert wurde - nicht gleich
Krebskranke oder Tote an die Wand gemalt werden.
Es ist viel wichtiger, Ursachen zu beseitigen.
Wenn es tatsächlich der Fall ist, daß aus Kostengründen (gebrauchte?) Industriefette bei der
Futtermittelherstellung eingesetzt werden, dann ist dieses Verbrechen ganz hart zu ahnden. Damit wird die
Grundlage gelegt, daß sich so etwas nicht wiederholt. Denn wenn heute Dioxin entdeckt und abgestellt, aber die
Profitgier nicht eingedämmt wird, dann ist der nächste Skandal schon programmiert.
Überreaktionen haben oft weitreichende Folgen wirtschaftlicher und politischer Art. So berichtet der
"Ostfriesische Kurier", 08.01.11, S. 8, "Bauern wütend: 4500 Höfe dicht". Im Text findet man die Angabe: Bisher
wurden nur in fünf Betrieben überhöhte Dioxin-Werte nachgewiesen. Wenn auch, wie ein Leserbriefschreiber
richtig feststellt, die Auswirkung auf den Menschen das Wichtigste ist, so dürfen unnötige volkswirtschaftliche
Nachteile auch nicht als belanglos angesehen werden. Denn schließlich hängt die gesundheitliche Versorgung auch
von den vorhandenen Mitteln ab. Die Meldungen, wie alles teurer wird und welche Leistungen gestrichen werden
müssen - jedenfalls bei der derzeitigen Politik - zeigen ja, daß wir an einer Grenze angekommen sind.
Der ganze Wirbel scheint mehr politischen Rangeleien zu dienen, neue Gesetze durchzudrücken und Panik zu
machen.
Erfreulich ist allerdings, daß eine Mehrheit der Bürger etwas höhere Preise für mehr Sicherheit bezahlen würde,
denn ein existenzgefährdender Konkurrenzdruck verführt leicht zu fragwürdigen Maßnahmen. Die betroffenen
Bauern tragen keine Schuld und sind die Hauptleidtragenden.
*
Anmerkung: Um dem Leser zu zeigen, um welche Größenordnung es sich bei den Grenzwerten handelt, sei aus
dem Netzhinweis "Welche Grenzwerte gelten für Dioxine und wer legt sie fest ..." angeführt: Die Grenzwerte
liegen bei 0,7 bis 6 Picogramm/ Gramm. Ein Picogramm ist ein 0, 000 000 000 001 Gramm.
Merkwürdig ist, daß es unterschiedliche Grenzwerte gibt. Entweder muß Dioxin in Abhängigkeit von der
Substanz, in der es sich befindet, unterschiedlich gefährlich sein, oder die Werte wurden nur nach der
Nachweisgrenze festgelegt. Die könnte in unterschiedlichen Substanzen unterschiedlich sein. Daß man die
Nachweisgrenze wählte, ist wahrscheinlicher. Unwahrscheinlich ist dagegen, daß man die physiologische Wirkung
von einem Picogramm Dioxin im Körper noch nachweisen kann.
Elke und Dr. Gundolf Fuchs, d. 16.01.2011.
ePost: Gundolf.Fuchs(A)gmx.de
* * * * * *
6. OBDACHLOSE AUS ANDEREN STAATEN WERDEN IN DEUTSCHLAND BETREUT!?
- -D e u t s c h l a n d ~ w i r d ~ i m m e r ~ m e h r ~ z u m ~
- -" S o z i a l a m t ~ d e r ~ W e l t " .
Deutschland wird immer mehr zum "Sozialamt der Welt". Auf diesen Gedanken kann man allmählich kommen,
wenn man sieht, was den Ausländern alles zugestanden wird. Die Zeitung "Die Welt" berichtete in ihrer Ausgabe
vom 06.11.2010 nun, daß "Immer mehr Obdachlose aus Polen" kommen. Es heißt: "In den ersten drei Tagen seit
dem Projektstart Anfang November hat Streetworker Stanislaus Szczerba schon über 120 Obdachlose mit
osteuropäischem Hintergrund in Hamburg angetroffen - auch daher nehmen die Beteiligten an, daß der Umfang
der Zielgruppe des Projekts weit größer als 250 Personen ist, die im Rahmen der Zählung von 'auf Straßen
lebenden Menschen' in Hamburg ermittelt worden waren."
Da stellt sich die Frage: Wo kommen die Menschen her und warum strömen sie nach Deutschland ein? Aber es
kommt noch schöner. Es heißt: "Zudem erhält das polnische Generalkonsulat seit etwa zwei Jahren immer mehr
Anfragen von polnischen Obdachlosen. Diese Beobachtung machte auch die Hamburger Stadtmission in ihren
Einrichtungen. Angesichts der steigenden Anzahl von Obdachlosen aus Osteuropa sah sich die Stadtmission vor
einige grundsätzliche Probleme gestellt: Die Mitarbeiter sprechen die Sprachen der Betroffenen nicht, verfügen
kaum über Kenntnisse der jeweiligen Hilfssysteme der Heimatländer und konnten nur schwer das Vertrauen der
Obdachlosen gewinnen."
Was wird da erwartet? Man geht einfach in ein fremdes Land, meldet sich als obdachlos und dann erwartet man
offensichtlich, daß man nicht nur versorgt, sondern heiß umarmt wird und einem die "gebratenen Tauben"
aufgetischt werden! Was soll das "nur schwer das Vertrauen gewinnen" sonst bedeuten? Es wurde niemand
gezwungen nach Deutschland zu kommen.
Um eine bessere Versorgung der einströmenden Obdachlosen zu erreichen, wurde durch die "Vermittlung des
polnischen Generalkonsuls eine Zusammenarbeit mit der polnischen Stiftung Barka" etabliert. Deren Streetworker
sollen die Hürden überwinden. Als "Ziele des Projekts faßt der polnische Generalkonsul Andrzej Osiak
zusammen: 'Das Projekt gibt den Menschen nicht nur kurzfristig Beistand oder verweist sie dauerhaft auf
öffentliche Hilfe, sondern weist ihnen den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.'"
Warum kann man diesen Menschen nicht in Polen helfen, warum müssen sie nach Deutschland kommen? Die
deutsche Regierung sprach, obwohl sie dazu nicht berechtigt war, dem polnischen Staat, der die deutsche
Bevölkerung am Ende des Krieges und danach brutal vertrieb, die deutschen Ostgebiete zu, und jetzt strömen hier
noch massenweise Polen ein, die vom deutschen Volk durchgeschleppt werden sollen! Verbrecherischer geht es
kaum noch. Was will sich das deutsche Volk eigentlich noch alles bieten lassen?
Zu diesem Thema paßt eine Meldung in der FAZ vom 13.12.2010, S. 4, unter der Rubrik "Inland in Kürze". Es
heißt dort: "Mehr Asylbewerber im Südwesten - Durch den Wegfall der Visumspflicht für Albanien und Bosnien-
Hercegowina muß auch Baden-Württemberg mit mehr Asylverfahren rechnen. Schon im Jahr 2010 haben 5.100
Menschen mehr als im Vorjahr einen entsprechenden Antrag gestellt."
Wieviel waren es denn insgesamt? Darüber wird nichts berichtet!
Weiter heißt es: "Durch die zum 1. Januar wegfallende Visumspflicht für Reisende aus Albanien und Bosnien-
Hercegowina müssen die Aufnahmestellen im Südwesten noch einmal mit monatlich 700 zusätzlichen Anträgen
rechnen. Innenminister Heribert Rech (CDU) sagte, viele Menschen nutzten die neue Reisefreiheit, um in der EU
unterzutauchen. Auch der baden-württembergische Städtetag warnt vor einer Zunahme der Asylbewerberzahlen."
Was nützt eine Warnung ohne eine Abänderungsforderung? Zumal es weiter heißt: "Wenn sich dieser Trend
fortsetze, seien die Kommunen schon 2011 überfordert und könnte nicht mehr alle Asylbewerber unterbringen. Es
sei erforderlich, zur Bearbeitung der Anträge im Bundesamt für Migration mehr Personal einzusetzen. (rso.)"
Wenn eine Überforderung erkennbar ist, kann man die Entwicklung normalerweise nicht so laufen lassen! Es ist
kaum denkbar, daß diese Herrschaften erst jetzt die Folgen erkennen. Dann wäre ihnen grobe Unfähigkeit zu
bescheinigen. Andernfalls ist ihnen Verbrechen vorzuwerfen!
Mit welchem Recht läßt man eine solche Überflutung unseres Heimatlandes mit Fremden zu und mit welchem
Recht jammert man, daß eventuell nicht alle Einströmenden untergebracht werden können? Doch dafür wird
anscheinend schon vorgesorgt. Es findet eine Wohnraumzählung spätestens im nächsten Frühjahr statt. In
Mecklenburg-Vorpommern wurde den Bürgern schon ein entsprechender Fragebogen zugesandt.
Selbstverständlich ist man, wie betont wird, zu einer wahrheitsgemäßen Angabe verpflichtet.
Elke und Dr. Gundolf Fuchs, d. 18.12.2010.
*
Es gibt auch Vorgänge, zu denen man ganz kurz Stellung nehmen kann:
Leserbrief:
Zu "Festnahme nach Sexualtat", DLZ vom 13.12.2010, Seite 4. In dem o.g. Artikel heißt es, daß ein 17jähriger
eine Sexualstraftat beging. Obwohl er nach der Festnahme die Straftat gestand, wurde er wieder auf freien Fuß
gesetzt, mit der Begründung, daß kein Haftgrund vorläge!
Da stellt sich die Frage: Gelten die Frauen und Mädchen in der Bundesrepublik als Freiwild? Elke Fuchs
* * * * * *
7. R e n t e n s i c h e r u n g ~ d u r c h ~
- -U n t e r s t ü t z u n g ~ v o n ~ V e r b r e c h e n ?
In den letzten Monaten wird dauernd davon geredet, daß Terroristen Europa bedrohen. In Stockholm zündete ein
Selbstmordattentäter eine Bombe, bei der er selbst ums Leben kam und zwei Passanten verletzt wurden. Wer war
nun der Attentäter? Nach Medienberichten handelte es sich um einen Iraker, der wahrscheinlich einen
schwedischen Paß hatte, denn es war von einem "Schweden irakischer Herkunft" die Rede. Im Irakkrieg
flüchteten viele Iraker aus ihrer Heimat und kamen überall in Europa unter, so auch in Schweden (etwa 35.000
allein in Stockholm) und Deutschland.
In diesem Krieg wurden von den Amerikanern u.a. uranangereicherte Streubomben geworfen. So kann der
Anschlag, der sich gegen "Verunglimpfungen" von Mohammed richtete, auch aus Rachegefühlen gegen die US-
Kriegsführung gerichtet haben, die die westlichen Regierungen nicht anprangern.
Jetzt bestätigt ein Bericht der Frankfurter Rundschau vom 15.12.2010 die mittelbare Beteiligung deutscher Stellen
an diesem Verbrechen. Im Internet findet man die Meldung unter "Riestern für die Rüstung". Sie besagt, daß die
Gelder, die für die Riester-Rente von den deutschen Bürgern eingezahlt werden, bei Herstellern der Streubomben
angelegt wurden. In dem Bericht der Rundschau heißt es u.a.: "Die Renditen deutscher Riester-Renten werden
auch durch Investitionen in geächtete Streubomben erwirtschaftet. Proteste in diese 'tödlichen Investments'
werden von der Initiative 'Facing Finance' und vom Ex-Arbeitsminister Riester laut - nicht aber von der
Bundesregierung."
Weiter heißt es: "Mindestens 21 Anbieter der öffentlich geförderten 'Riester-Fonds' haben rund 500 Millionen
Euro in die Hersteller der International geächteten Waffen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Untersuchung der Nichtregierungsorganisation 'Facing Finance', die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. 'Die
erschreckenden Rechercheergebnisse lassen nur einen Schluß zu', sagte Barbara Happe von der Initiative. Die
Bundesregierung unterstütze aber die 'tödlichen Investments' im Rahmen der Riester-Förderung mit Steuergeld
und bezeichne diese als legal. Gegen eine derartige Verwendung von Riester-Mitteln wandte sich auch der Vater
dieser Altersvorsorge, Ex-Arbeitsminister Walter Riester (SPD), der bei der Präsentation der Zahlen anwesend
war."
* * * * * *
8. D E R ~ " D O L C H S T O S S " ~ E R F O L G T E ~ W I R K L I C H !
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges forschte Erich Ludendorff (1865-1937; preuß. General) nach den
Ursachen so mancher Merkwürdigkeiten, die ihm im Verlaufe der Kampfhandlungen aufgefallen waren. Solange
der Krieg dauerte, konnte er sich diesen Forschungen nicht widmen, galt es doch alles zu tun, Deutschland aus
diesem ihm aufgezwungenen Krieg so unbeschadet wie möglich herauszuführen.
Später erkannte Ludendorff, daß Hintergrundmächte wie die Freimaurerei eifrig am Werke waren, eine Niederlage
Deutschlands herbeizuführen. Dazu gehörte u.a. der Munitionsarbeiterstreik und die Meuterei der Marine. Es kam
der Begriff "Dolchstoß" auf, weil dem deutschen Heer durch die vorgenannten Tatsachen der Sieg aus den
Händen genommen wurde. Diese Erkenntnis wird von den Gegnern Deutschlands und deren Sympathisanten stets
als "Dolchstoßlegende" bezeichnet und behauptet, daß das Heer kräftemäßig am Ende war und deshalb der Krieg
verloren ging.
Nun gibt es eine kleine Schrift "Eberts Prozeß - Von einem, der dabei war: 'A'", (Brunnen-Verlag, Karl Winckler,
Berlin), in der gleich zu Beginn auf ein Buch "Wie es war", von Captain Wright vom Großen Hauptquartier der
Alliierten verwiesen wird. In diesem Buch heißt es u.a.:
"So drangen denn die Deutschen im Laufe der Kampfwoche immer weiter nach Amiens vor, die Fetzen der
Goughischen Armee vor sich hertreibend. Gelang es ihnen, Amiens zu erreichen, so waren die französischen und
britischen Heere getrennt, denn an der Somme unterhalb Amiens war keine wirkliche Verbindung mehr möglich.
War erst die Spaltung geglückt, so konnte Ludendorff Atem schöpfen, seine aus hundert Divisionen bestehende
Operationsmasse erst gegen den einen, dann gegen den anderen Gegner schleudern und entweder die erschöpften
und dezimierten Engländer den Kanalhäfen zujagen oder die ungeheuer ausgedehnte Front der Franzosen
aufrollen. Ende der Woche fanden daher heftige Debatten in London, Paris und Versailles statt. Die schlimmsten
Möglichkeiten wurden ins Auge gefaßt. Man traf Vorbereitungen zur Räumung von Paris. Spät in der Nacht vom
Sonnabend zum Sonntag telephonierte Clemenceau an den Präsidenten der Republik, er möge sich darauf gefaßt
machen, mit der Regierung nach Bordeaux flüchten zu müssen. Berechnungen wurden aufgestellt, ob es möglich
sei, den Rest der britischen Armee nach England hinüberzuretten. Der Verlust von Amiens konnte den Verlust des
Krieges nach sich ziehen. Noch einmal winkte der Sieg den Deutschen in unmittelbarer Nähe."
Die Zeitungen in London bereiteten die Bürger schon auf eine Niederlage vor, aber sie meinten, auch wenn das
europäische Festland aufgegeben werden müßte, braucht der Krieg für England nicht verloren zu sein. Den
Alliierten drohte eine Hungersnot und so schickte der britische Lebensmittelkontrolleur, Baron Rhonda, eine
Depesche nach Amerika mit der Bitte: "Senden Sie uns sofort und dringend alle Lebensmittel, die Sie noch irgend
abtreten können. Truppensendungen, so nötig sie auch sind, hintansetzen. Der Lebensmittelkontrolleur der
Vereinigten Staaten, Hoover, antwortete wörtlich: 'Wir haben bereits alle verfügbaren Lebensmittel, die wir bis 1.
Januar abgeben konnten, an unsere Verbündeten abgeliefert. Weitere Einschränkungen unmöglich.' Auf diesen
Bescheid hin drahtete Rhondra nur noch den einzigen Satz; 'Der Krieg ist zu Ende, wir sind geschlagen.'"
Damit ist klar gesagt, daß der Munitionsarbeiterstreik im Januar 1918, deretwegen die Armee nicht mehr mit der
nötigen Munition versorgt werden konnte - die Niederlage des deutschen Heeres einleitete. Und diese
Verhaltensweise kann man ganz eindeutig als "Dolchstoß" bezeichnen!
Wer waren nun die Schuldigen für den Munitionsarbeiterstreik?
Die Streiks begannen in der zweiten Januarhälfte 1918 in Österreich. Er kam mit politischen Forderungen, vor
allem mit der nach einem "demokratischen" Frieden. Vor allem die SPD stand dahinter und die Spartakisten. Der
Verständigungsfriede wurde in dem ersten und letzten Augenblick verlangt, wo Deutschland einen Siegfrieden
erkämpfen konnte. Friedrich Ebert gab das Wiener Signal verstärkt weiter. Er stellte die viel gewaltigere Macht
der Sozialdemokratie in den Dienst des Rüstungsstreiks.
"Am 22. Januar erklärte Ebert in der Vertraulichen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstages: 'Die
sozialdemokratische Partei begrüßt das Vorgehen der Arbeiterschaft Österreich-Ungarns mit größter Sympathie
und erklärt sich mit ihr in aller Form solidarisch'. Am 25. Januar veröffentlichte der sozialdemokratische
'Vorwärts' aus der vertraulichen Parlamentssitzung diese Stellungnahme der Partei; an demselben Tage wußte also
die Arbeiterschaft Berlins, am nächsten Tage ganz Deutschlands, daß Ebert den Streik empfehle. Am 28. Januar
brach der Streik in Berlin denn auch aus, da die Arbeiter seinen Erfolg nun für gesichert hielten - und der offizielle
Eintritt der sozialdemokratischen Führer in die Streikleitung war nur noch eine selbstverständliche Formalität. ...
Im März 1919 erklärte Hermann Müller auf der Zusammenkunft der Internationale in Genf, der Januarstreik 1918
sei der stärkste Schlag gewesen, den die Sozialdemokratie versucht habe, und er wäre 'zu einem vernichtenden
Schlage gegen die Vaterlandspartei' geworden, wenn die Zeit schon reif gewesen wäre. Die Vereinigung aller
Deutschen, die unter Hintansetzung alles Parteimäßigen nur das eine Ziel hatten: den Willen zum Durchkämpfen
in unserem Volke zu stärken und es davor zu bewahren, daß es auf den Ententeschwindel von einem
'demokratischen' Frieden hereinfalle. Müller prahlte also mit dem großen sozialdemokratischen Schlage zur
Verhinderung eines klaren deutschen Sieges." (S. 5)
Der Streik brach zusammen, weil "sofort rund 50.000 Berliner streikende Arbeiter ... zum Heeresdienste an der
Front eingezogen" wurden.
Ebert wollte sich in dem späteren Gerichtsverfahren damit ausreden, daß er den Streik abmildern wollte. Es
konnte ihm aber nachgewiesen werden, daß das nicht stimmte. Von Ebert ernannte Zeugen konnten nichts zu
seiner Entlastung aussagen. (S. 10)
In seiner "Weihnachtsbotschaft vom 25. Dezember 1918 bekannte Ebert stolz, auch während des Krieges ...
hätten er und seine Genossen die 'Machthaber' gehaßt, bekämpft und zuletzt gestürzt." (S. 10)
Das sagt doch alles, wer den Streik und damit die Niederlage Deutschlands zu verantworten hat. Da können diese
Herrschaften noch soviel zetern, daß der Dolchstoß, den sie dem Heer zufügten, eine Legende ist.
* * * * * *
9. VERWUNDERUNG, DASS ZWEIERLEI MASS NICHT HINGENOMMEN WIRD
- -UND DASS "IDENTITÄTSWERTE" BEACHTET WERDEN SOLLEN?
- -D i e ~ B r u t a l i t ä t ~ d e s ~ B o l s c h e w i s m u s .
In seinem Beitrag "Identität in der Wertegemeinschaft", FAZ, 30.12.2010, spricht Karl-Peter Schwarz zwei
wichtige Themen an: Einmal das zweierlei Maß in der Bewertung von Massenmorden, die gewisse einflußreiche
Kreise gar nicht gern geändert hätten. Und dann die unterschiedliche Bewertung der Bedeutung von
"Nationalstaaten".
Eine Änderung bezüglich der Bewertung von Massenmorden fürchten all jene, die den "Holocaust"
instrumentalisieren wollen, denn das gelingt nur, wenn die These von der "Einmaligkeit" erhalten bleibt. Nun gibt
es aber andere Völker, die die Brutalität des Bolschewismus erlebt haben. Und diese können gar nicht verstehen,
daß ihre Leiden durch die Einmaligkeitsbehauptung relativiert werden sollen.
Die EU verpflichtet seit 2008 ihre Mitgliedsstaaten dazu, "das öffentliche Billigen, Leugnen oder gröbliche
Verharmlosen von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen unter Strafe zu
stellen, sofern die Verbrechen nach den Kriterien der Rasse, Hautfarbe, Religion, Abstammung oder nationale
oder ethnische Herkunft begangen werden."
Die aufgezählten Kriterien decken gewiß einen weiten Bereich ab, und man fragt sich, wie Völkermord überhaupt
definiert sein soll, wenn eine Handlung nicht unter eines der genannten Kriterien fällt. Wichtiger ist aber noch die
Frage, weshalb nicht jedes "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" in das Verbot eingeschlossen ist. Bei
Journalisten könnte man Sinnwidrigkeiten auf Mangel an Genauigkeit zurückführen, aber bei den Verfassern von
grundlegenden EU-Gesetzen muß man befürchten, daß sich hinter scheinbar unsinnigen Gesetzestexten Absichten
verbergen. So könnte man die Ausrottung der Indianer, die eine Weltmacht von Israels Gnaden in Verruf bringt,
als Folge brutaler wirtschaftlicher Machtpolitik bezeichnen, die aber nicht zum Zwecke des Völkermords
betrieben wurde. Und schon ist dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit geschickt aus dem Kriterienkatalog
herausgenommen, gehört also nicht mehr zu den verabscheuungswürdigsten Verbrechen.
Schwieriger ist es schon, die furchtbaren Verbrechen der sowjetischen Machthaber aus dem Kriterienkatalog
herauszudiskutieren. Durch die Verschleppung von Bevölkerungsgruppen in andere Gebiete, in denen sie neben
dem Verlust der Heimat auch noch in der Gefahr standen, durch Vermischung ihre Identität zu verlieren, sind klar
die Kriterien der Rasse, Abstammung oder nationale oder ethnische Herkunft erfüllt.
Nur uns Deutschen konnte erzählt werden, daß die befolgten Mordaufrufe gegen Deutsche als Folge deutscher
Verbrechen zu werten seien. Daher dürften Verbrechen von Deutschen nicht gegen die Morde an Deutschen
"aufgerechnet" werden.
Die ehemaligen Ostblockländer denken da anders, stoßen damit aber auf den Widerstand der "Weststaaten" bzw.
deren politischen Vertretern. Im genannten FAZ-Bericht heißt es nämlich: "Kurz vor Weihnachten lehnte die
Europäische Kommission jedoch eine Initiative Litauens, Lettlands, Bulgariens, der Tschechischen Republik,
Ungarns und Rumäniens ab, diese Liste um Verbrechen zu erweitern, die nach den Kriterien der Klasse und der
politischen Überzeugung verübt wurden." Dabei wäre diese Erweiterung gar nicht unbedingt nötig, um die
"Leugnung" oder Verharmlosung der meisten sowjetischen Menschheitsverbrechen nach EU-Kriterien zu
verfolgen, denn wie bereits dargelegt spielten rassische Gesichtspunkte eine große Rolle. Danach müßten Lenin-
und Stalin-Verherrlichungen genauso verfolgt werden wie Holocaust-Leugnung. Im letztgenannten Fall werden
ungeheuerlicherweise bereits Zweifel kriminalisiert!
Die EU-Oststaaten bemängeln zu Recht, daß die bolschewistischen Verbrechen nicht mit den
nationalsozialistischen gesetzlich gleichgesetzt sind.
Der FAZ-Kommentator gibt dem litauischen Justizminister recht, wenn er das zweierlei Maß geißelt, denn es
heißt: "Zu Recht sagte der litauische Justizminister Remigijus Simalius, daß alle Opfer gleichermaßen Achtung
verdienten und alle Täter gleichermaßen bestraft werden müßten. Es sieht schlecht aus mit einer
'Wertegemeinschaft', die sich nicht dazu aufraffen kann, diesen elementaren Anspruch nach allen Seiten zu
erfüllen."
Man mache sich die Tatsache einmal richtig bewußt: Die EU-Kommission, die vorgibt, Europa zu Recht und
Freiheit zu führen, lehnt eine Initiative ab, die eine Selbstverständlichkeit fordert. Beachtenswert und erfreulich ist
es, daß der FAZ-Kommentator nicht nur den litauischen Justizminister anführt, sondern als "westlicher"
Pressevertreter in gleicher Klarheit den Standpunkt vertritt: Gleiches Recht für alle! Er geht sogar noch einen
Schritt weiter und stellt die Gesinnungsjustiz selbst in Frage, wenn er darlegt:
"Gute Gründe sprechen dagegen, Gesinnungsdelikte strafrechtlich zu verfolgen. Will man dennoch unter Berufung
auf die besondere Leiderfahrung der Völker Europas daran festhalten, so gibt es keinen Grund, nicht auch die
Billigung, Leugnung oder Verharmlosung kommunistischer Verbrechen unter Strafe zu stellen."
Warum wehren sich die Brüsseler Technokraten wohl gegen die Einbeziehung weiterer Menschheitsverbrechen in
die Strafkriterien? Ein Grund könnte die Angst sein, daß mit der Aufgabe der Einmaligkeit ihre Macht schwindet,
denn mit dem "Nazi-Knüppel" oder der "Holocaust-Keule" konnten sie so manchen Widerstand gegen
volkszerstörende Maßnahmen niederschlagen. Sicherlich befürchten die Meinungsformer auch, daß dadurch
offenbar werden könnte, wie der auf sein moralisches Ansehen bedachte "Westen" sich mit einem System
verbündete, das von blutigen Menschheitsverbrechen nur so triefte. Und dieses Verbünden fand nicht erst 1941
statt, sondern heimlich mindestens 1939, wahrscheinlich aber schon früher, denn Churchill hatte schon 1936 die
Absicht, Hitler, also Deutschland, den Krieg aufzuzwingen, ob er wolle oder nicht.
Bedenkt man noch, daß im Bolschewismus lange Zeit Juden in der Massenmord-Organisation NKWD weit
überproportional vertreten waren, wie in dem FAZ-Beitrag "Wer waren Stalins Vollstrecker?" im März 2000
vermerkt wurde, dann sind die Forderungen der Oststaaten mehr als verständlich, die sich mit ihrer Initiative
gegen die These von der alleinigen Opferrolle der Juden wenden.
Nun hatte nicht nur der Osten Grund, deutsche Verbrechen maßlos zu übertreiben, um von den eigenen
abzulenken, sondern auch der Westen. Man denke nur an den Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung
und an die verbrecherischen Rheinwiesenlager. Dann bleibt von der moralischen Überlegenheit kaum etwas übrig.
Die Holocaust-Gesetzgebung diente also hauptsächlich dazu, die Verbrechen der Kriegsgegner Deutschlands
soweit wie möglich aus dem Bewußtsein zu verdrängen. Und das wäre noch vollständiger gelungen, wenn es nur
Nationalmasochisten, Ängstliche oder völlig Gleichgültige gegeben hätte. Zum Glück gab es aber immer Deutsche
- auch sogar Ausländer - die trotz Verunglimpfung als Nazi für die geschichtliche Wahrheit eingetreten sind.
Mit der Frage: "Wie stark kann eine solche europäische Identität sein, die auf einer solchen "Wertegemeinschaft"
beruht?" leitet Schwarz zum zweiten Punkt, zur Einstellung zu Nationalstaaten, über, und er betont: "Die
Geschichte des Widerstands gegen den Totalitarismus, den braunen wie den roten, ist eine Geschichte starker
Identitäten nationaler, religiöser, politischer und kultureller Art; es ist die Geschichte der Verteidigung tief
verankerter Lebenswelten gegen deren Bedrohung durch totalitäre Ideologien, Bewegungen, Parteien und
Regierungen, die ihren Opfern willkürlich Klassen- oder Rassenidentitäten zuschrieben."
Diese Kennzeichnung ist nicht ganz klar. Klasse- und Rassenzugehörigkeiten gibt es, die werden nicht nur
zugeschrieben. Gemeint ist wohl, daß die Verfolgung aufgrund von Klassen- oder Rassendiskriminierung
stattfand. Als Beispiel wird der israelische Politiker Nathan Sharanski angeführt, "der in der Sowjetunion wegen
zionistischer Betätigung neun Jahre in Haft war". Nun ist der Zionismus keine Bestrebung, die die Rechte anderer
Völker achtet. Insofern kann eine Betätigung gemäß dieser religiösen Vorstellung in einem anderen Staat schon
verboten werden. Die Art und Weise der Bestrafung war dagegen auf jeden Fall unmoralisch bis verbrecherisch,
denn die Vernehmungsmethoden des KGB sind ja bekannt und der Inquisitionsgerichtsbarkeit vergleichbar.
Wichtig ist aber das Gefühl, das die Unbill besser ertragen ließ. Sharanski sprach von "einer befreienden Wirkung
der jüdischen Identität" und fährt fort: "Zwischen Identität und Freiheit ... besteht ein unauflöslicher
Zusammenhang. Ohne Freiheit drohe Identität zu Fundamentalismus und Totalitarismus zu verkommen, ohne
Identität werde Freiheit bedeutungslos".
Das Verkommen zu Fundamentalismus und Totalitarismus ist nicht so leicht zu verstehen. Vielleicht ist in bezug
auf Deutschland gemeint, der Nationalsozialismus, der die deutsche Art jedenfalls nach den Worten erhalten
wollte, machte dies unmöglich, weil er den Deutschen nicht die Freiheit gab, denn Pflichterfüllung kann man
fordern, aber keine Volksliebe. Die kann der Mensch nur in Freiheit gewinnen.
Der Zusammenhang zwischen Freiheit und Identität, so der FAZ-Kommentator, "wird in Europa entweder
verschwiegen oder geleugnet. Identität wird zwar Zuwanderern konzediert, aber die Behauptung der eigenen
Identität gilt als politisch inkorrekt und wird nur noch geduldet, wenn sie sich ausdrücklich multikulturell und
multireligiös definiert". Wie die eigene Identität in einer Multikultur erhalten werden soll, ist die Frage. Die
Integration wird doch gerade von denen gefordert, die zugeben müssen, daß die Multikultur - das Nebeneinander
unterschiedlicher Kulturen - gescheitert ist. Allerdings wird auch immer mehr erkannt, daß die Integration
gescheitert ist. Und daß der Weg von Grund auf falsch war, kann man der Beurteilung des FAZ-Kommentators
entnehmen: "An die Stelle der herkömmlichen religiösen, kulturellen und nationalen Identitäten der europäischen
Völker wurde eine diffuse, moralisch indifferente und multikulturell relativierte 'Wertegemeinschaft' gesetzt". Dies
sei zwar in der besten Absicht geschehen, nämlich wegen der "historischen Erfahrungen" der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts. Bezeichnend ist, daß von zu reparierenden Schäden gesprochen wird, "die die Siegermächte des
Ersten Weltkriegs angerichtet hatten, als sie Europa nationalstaatlich ordneten". Das ist eine Verkennung der
Geschichte. Durch das Versailler Diktat wurde der Keim zum Zweiten Weltkrieg ganz bewußt gelegt, wie selbst
hochgestellte Politiker der Kriegsgegner feststellten. Der Erste Weltkrieg wurde schon geführt, um die Völker zu
zerstören.
Als die Hintergrundmächte dann sahen, daß der völkische Selbstbestimmungswille trotz der Niederlage nicht
beseitigt war, da mußten sie zweigleisig vorgehen. Auf der einen Seite unterstützten sie die Kommunisten und
Spartakisten, auf der anderen Seite die Nationalisten. In diesem Spannungsfeld konnte man gut Extremismus
erzeugen, der sich bei den Nationalen besonders verzerrend auswirkte, weil sie die natürlich volkliche
Entwicklung durch die Internationalisten gefährdet sahen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, der - wie vorhersehbar - durch das Versailler Diktat ausgelöst wurde,
war man dem Ziel der Völkerauflösung sehr viel näher gekommen. Die Integration sollte die
Nationalstaaten durch Einbindung in eine supranationale Ordnung Schritt für Schritt zurückdrängen
und schließlich überwinden. Und aus dem karolingischen Kern sollte eine neue europäische Identität
und schließlich eine neue europäische Nation entstehen, ausgestattet mit Reisepaß, Zwölf-Sterne-
Banner und Beethovens Ode an die Freude. Aber je mehr sich die Integration verselbständigte, desto
größer wurde die Kluft zwischen den Bürgern und den europäischen Eliten. Der Begriff
"verselbständigen" paßt hier wohl nicht. Davon spricht man nur, wenn eine Entwicklung sich ungewollt
in eine andere Richtung bewegt. Nicht aber, wenn eine Gruppe (die Eliten) die Entwicklung will, die
andere Gruppe (die Mehrheit der Bevölkerung) übertölpelt wird.
Bei den postkommunistischen Staaten vollzog sich das Ende der kommunistischen Regime nämlich
unter nationalem Vorzeichen. Die EU-Mitgliedschaft wird in diesem Teil Europas nicht als
Überwindung, sondern als Krönung der Nationen verstanden. Von einer supranationalen europäischen
Identität wollen Polen, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Rumänen und Bulgaren nichts wissen.
Ob die westlichen "Eliten" zu dumm waren, diese Entwicklung vorauszusehen? Sicher nicht. Sie hatten
ihre Bürger nur so gut im Griff, daß sie diesen Opfer abverlangen konnten, um den
postkommunistischen Staaten die EU schmackhaft zu machen. So verzichtete die deutsche Kanzlerin
Merkel z.B. kürzlich auf 100 oder 200 Millionen Euro aus dem EU-Topf zu Gunsten Polens, um
dessen Widertand gegen Brüsseler Maßnahmen zu beseitigen. Und der deutsche Steuerzahler nahm das
weitgehend geduldig, allerdings nicht überzeugt hin.
Soll man sich eigentlich wundern, wenn kleine Völker, die gewaltsam unter eine Herrschaft mit
volkszerstörender Ideologie gezwungen wurden, sich nach ihrer Befreiung gegen eine Vereinnahmung
durch eine völkerauflösende Ideologie wenden? Übrigens wäre die Einstellung zu einer zu
bewahrenden Identität zwischen Ost und West in der EU wesentlich weniger unterschiedlich, wenn die
westlichen Regierenden und die System-Medien nicht eine solche Völkervermischungspolitik und -
propaganda betrieben.
Als Thilo Sarrazin die Gefahr darstellte: "Deutschland schafft sich ab", da zeigte sich die ungeheure
Kluft zwischen der veröffentlichten und der Meinung der Volksmehrheit.
Bevor man unterschiedliche Einstellungen bei den Völkern in bezug auf Volk und Nation feststellen
will, sollte man erst für vernünftige Voraussetzungen sorgen. Die westlichen Völker - am wenigsten
das deutsche Volk - sind nie gefragt worden, ob sie die Völkerauflösung wollen. Und als Frankreich
und die Niederlande beim EU-Verfassungsvertrag einmal abstimmen durften, da stimmten sie
mehrheitlich gegen einen Zusammenschluß, der Nationalstaaten abschaffen will. Daher mußte man den
EU-Verfassungsvertrag so "frisieren", daß man ihn ohne Volksbefragung in diesen Staaten als EU-
Grundlagenvertrag in Kraft setzen konnte.
Die Verweigerung von Volksabstimmungen zeigt also ganz deutlich, daß man keine echte Demokratie
will. Und vieles deutet darauf hin, daß den Bürgern bald ganz offen erzählt wird, die Menschen seien
für die Demokratie gar nicht reif. Und dann sind wir wieder bei einer Diktatur, der dann aber selbst der
Schein einer natürlichen volksgemäßen Grundlage fehlt, der die Menschen, wie es Marx einmal
ausdrückte, atomisiert, ihn also aus jeder Verbindung herausreißt und dadurch vereinzelt. Vereinzelte
Menschen kann man aber viel besser beherrschen, als solche die in irgendeiner Gemeinschaft gebunden
sind. Das zeigt auch in dieser Hinsicht die Bedeutung des Volkstums auf.
Elke und Dr. Gundolf Fuchs, 03.01.2011.
* * * * * *
10. D a s ~ T r a u e r s p i e l ~ f ü r ~ d i e ~ J u s t i z
- -u n d ~ d e n ~ S t a a t ~ i m ~ " F a l l ~ B a r s c h e l " .
||================================================
|| "Durch meine langjährige Tätigkeit als Anwalt
|| weiß ich, welches Justizunrecht unsere deutsche
|| Nachkriegsjustiz ständig produziert!" Gerhard
|| Baum, Bundesjustizminister 1978 - 1982.
|| "Der Deutsche Richterbund sieht die Justiz im
|| 'Würgegriff der Politik' und fordert deshalb
|| eine'klare Trennung zwischen Justizministerium
|| und Recht sprechender Gewalt'." Deutscher Rich-
|| terbund, Allgäuer Zeitung vom 31. Jan. 2002.
||================================================
Wenn ein Mord aus politischen Gründen von einflußreichen Kreisen verübt wurde, haben diese die
Möglichkeit, die Aufklärung weit hinauszuschieben. Letztlich bricht sich die Wahrheit doch Bahn. So
sind über den gewaltsamen Tod von Luther, Lessing, Mozart und Schiller von Wahrheitsforschern viele
Beweise zusammengetragen. Auch wenn die "Offiziellen" es noch nicht zugeben, setzt sich die
Wahrheit immer mehr durch. Der Mord als "endgültiges" Verbrechen hat auch seine eigenen Gesetze.
Wird er verschleiert, schwindet er trotzdem nicht völlig aus dem Bewußtsein, und die Frage nach der
Todesursache wird immer wieder einmal gestellt. Man sagt ja auch: Ein ungesühnter Tod kommt nicht
zur Ruhe.
Im Falle Mozarts erlebten wir einmal, daß eine Loge im Antwortbrief schrieb: "Die Loge hat
niemanden ermordet, auch Mozart nicht", obwohl diese Frage von uns überhaupt nicht angeschnitten
worden war.
Nun konnte man in der "Welt am Sonntag" (WamS) vom 21.11.10, S. 1, zum Titelthema "Neue Spur
im Fall Barschel - Sie führt zum Mossad" die Überschrift lesen "Gutachter belastet in einer neuen
Analyse den israelischen Geheimdienst - Staatsanwalt sieht Mordvorwurf erhärtet".
Es sei zuvor in Erinnerung gerufen, daß es vor dem geglückten Mord im Schweizer Hotel Beaurivage
bereits mehrere andere Versuche gegeben hatte, Barschel verunglücken zu lassen. Erwähnt sei hier das
Durchschneiden der Bremsschläuche seines Sicherheits-Daimlers auf Fehmarn und der Flugzeugabsturz
bei der Landung auf dem Flugplatz Lübeck-Blankensee. Zu grelles Licht und mit großer
Wahrscheinlichkeit ein Mast, der sonst nicht in der Landeanflug-Bahn stand, haben den Unfall
verursacht.
Wir haben von einem Onkel von Barschel ein Warnschreiben an seinen Neffen zugesandt bekommen,
in dem vor dem Wirken von Geheimmächten gewarnt wurde. Der Onkel bemerkte dazu, daß sein
Neffe von der Richtigkeit der Warnung nicht überzeugt war. Als Barschel nach dem wie durch ein
Wunder überlebten Flugzeugabsturz wieder seine Regierungsgeschäfte aufnehmen konnte, hielt er vor
seinen Parteikollegen eine Rede, die teilweise vom Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Nun kann man Politiker selten nach ihren Reden beurteilen, weil sie es dabei gut verstehen, alles
Streben mit dem Mantel hoher Moral und Tugend zu umhüllen. Mit einem Blick fürs Wesentliche kann
man dennoch Unterschiede erkennen. Der kurze Fernsehausschnitt über sein erstes Auftreten vor seinen
Parteikollegen, den wir zufällig sahen, zeigte uns dann, daß Barschel - wahrscheinlich unter dem
Eindruck der erlebten Todesnähe - eine andere würdigere Haltung ausstrahlte, als man es von
Politikern gewohnt ist. Und dieser Eindruck fand seine Bestätigung in den unverstehenden Gesichtern
vieler seiner Zuhörer, die auch die andere Art des Auftretens und der Behandlung von Problemen
offensichtlich fühlten, aber nicht deuten konnten.
Wer durch einen solchen Mordversuch nicht gefügig wird, sondern daran wächst, der ist den
Hintergrundmächten sehr im Wege.
In der WamS beginnt der Bericht mit einer hochangesiedelten Bewertung: "In einem der
spektakulärsten Politkrimis der bundesdeutschen Geschichte gibt es eine neue Wendung". Man beachte
einmal die Ausdrucksweise "Politkrimi" wenn es sich um Mordverdacht handelt, aber auch, daß
inzwischen 23 Jahre vergangen sind, in denen einflußreiche Kreise versuchten, den Fall unter der
Decke zu halten. Und liest man den Text, dann ist die Spur gar nicht so neu, denn das, was jetzt als
neuer Verdacht erklärt wird, hat der Ex-Mossad-Agent Ostrowski bald nach dem Todesfall behauptet,
und es paßt gut zu den medizinisch-toxikologischen Befunden des Schweizer Professors Hans
Brandenberger, die auch bald nach dem Tode vorgelegt wurden. Denn: "Im Gegensatz zu anderen
Toxikologen vertrat Brandenberger von Anfang an die These, daß der Politiker das tödlich wirkende
Schlafmittel Cyclobarbital nicht selbst eingenommen haben könne". Wörtlich wird Brandenberger
angeführt: "Damit stach ich in ein Wespennest."
Neu sind nur weitere Forschungen, mit denen er seine Ergebnisse bestätigen konnte.
Wichtig ist auch die Meldung: "Der Wissenschaftler betont dabei, daß er seine Schlüsse ... bereits
gezogen habe, bevor er das Ostrowski-Buch kannte. Wenn das zutrifft, so bemerkt der Berichterstatter,
hätten zwei Quellen unabhängig voneinander Bilder des Tatgeschehens gezeichnet, die sich bis in
kleinste Einzelheiten ähneln. Und daß die Aussage zutrifft, wird dadurch erhärtet, daß Brandenberger
gleich zu Anfang wesentliche Befunde veröffentlichte, das Buch von Ostrowski aber erst sieben Jahre
später erschien".
Warum Brandenberger den Eindruck bekam, in ein Wespennest gestochen zu haben, wird auf der
Titelseite nicht weiter ausgeführt. Erst auf Seite 19 wird auf Unstimmigkeiten und Verdächtiges
hingewiesen: "Die Serie von Merkwürdigkeiten begann bereits mit der Spurensicherung am Tatort. Sie
war 'schlampig bis desaströs', wie der 'Spiegel' beschrieb. In einem geheimen Protokoll einer Sitzung
vom 16. Oktober 1987 bei der Schweizer Untersuchungsrichterin, das dieser Zeitung vorliegt, heißt es
beispielsweise, daß keine Probe des Badewannenwassers entnommen worden sei. Laut Lübecker
Ermittlungsakte wurde noch nicht einmal die Temperatur des Wassers gemessen. Die Aufnahmen des
Polizeifotographen waren unterbelichtet und damit unbrauchbar. Pannen kann es überall einmal geben,
obwohl die Aufmerksamkeit mit der Schwere des Falles wachsen sollte, aber wenn eine Reihe von
"Merkwürdigkeiten" auftritt, dann muß sich eine Verschleierungsabsicht dahinter verbergen. Und wer
diesen Versuch durch wahrheitsgemäße Angaben und logische Schlüsse bedroht, der ist ein
"Störenfried", und seine Enthüllungen wirken wie ein Stich ins Wespennest.
Nachdem von weiteren Nachlässigkeiten bei der Spurensicherung berichtet und von "dilettantischem"
Vorgehen gesprochen wird, heißt es: "Angesichts solcher Zustände diskutierten die Lübecker
Staatsanwälte früh darüber, ob in Genf absichtlich lückenhaft ermittelt wurde". Dann aber wird die
"Baseler Zeitung" von 15. Oktober mit einer ungeheuerlichen Meldung angeführt, die von einer
möglichen politischen Einflußnahme berichtet:
"Nach sehr zuverlässigen Informationen, welche die BaZ bekam, haben die politischen und
Justizbehörden von gewichtiger deutscher Seite und über mehrere Kanäle den Wunsch übermittelt
bekommen, daß es in aller Interesse wäre, wenn man diesen Fall als Selbstmord einstufen könnte."
Was mit "aller Interesse" gemeint sein soll, muß erraten werden. Die deutschen und Schweizer Bürger
hatten sicher kein Interesse an einer Falschdarstellung. Wenn aber der Mossad in den Fall verwickelt
war, dann mußten Regierungen und Justiz den Fall vertuschen, um nicht als antisemitisch zu gelten.
"Der Lübecker Oberstaatsanwalt Heinrich Wille, der das Barschel-Verfahren von 1994 bis 1998 führte,
ermittelte akribischer und listete zahlreiche Indizien für einen gewaltsamen Tod auf. Obwohl er das
Verfahren einstellte, weil er keine Beweise finden konnte, sieht er den Mordverdacht erhärtet." Hier
handelt es sich aber um eine Falschdarstellung, denn nicht Oberstaatsanwalt Wille stellte das Verfahren
freiwillig ein, sondern die Einstellung wurde ihm vom damaligen Generalstaatsanwalt in Schleswig-
Holstein, Heribert Ostendorf, befohlen. Der Spiegel vom 27.01.1997, "BARSCHEL-AFFÄRE - Alles
ist möglich" machte noch genauere Angaben zu dem Vorgang.
Ostendorf soll zu Wille gesagt haben: "Den Fall übernehmen wir", und er habe gleich einen anderen
Oberstaatsanwalt mitgebracht, der die Untersuchung in spätestens drei Monaten abschließen sollte. Daß
Oberstaatsanwalt Wille nicht freiwillig aufgab, ist auch daran zu erkennen, daß er ein Buch über seine
Arbeiten am Fall Barschel vor einiger Zeit herausgeben wollte, was ihm aber auch von der heutigen
Regierung verboten wurde.
Sowohl in dem Bericht der WamS, als auch im Hamburger Abendblatt vom 22.11.10, S. 15, "Neue
Mordspekulationen um Uwe Barschel" wird der Oberstaatsanwalt Wille als Skeptiker zitiert und das
geschieht in einer Weise, daß der flüchtige Leser meint, der Oberstaatsanwalt Wille sei jetzt nicht mehr
so vom Mord überzeugt. Dabei scheint sich die Skepsis nur auf die einseitige Festlegung auf den
Mossad als Täterkreis zu beziehen, wie später noch ausgeführt wird. Im Hamburger Abendblatt wird
allerdings der Eindruck erweckt, daß es sich nur um wenig begründete "Spekulationen" eines einzelnen
Toxikologen handelt, denn eine Zwischenüberschrift lautet: "Die Mehrheit der Wissenschaftler geht
nach wie vor von Selbstmord aus". Und da auch bei jedem freiwilligen Ausscheiden aus dem Leben
nach einem Grund gesucht wird, brauchte man für die Selbstmordtheorie bei Barschel ein Motiv. Und
als dieses wird dessen behauptetes "falsches Ehrenwort" und der dadurch erzwungene Rücktritt
angegeben.
Natürlich kann eine schwere Verfehlung, mit der das ganze bisherige Leben zerstört wurde, zu einem
solchen Schritt führen. Aber wenn man die zwielichtige Person des Barschel-Referenten Pfeifer
bedenkt und daß der "begünstigte" Engholm bald danach als Lügner überführt wurde und abtreten
mußte, dann ist das angebliche "Motiv" nicht sehr überzeugend. Engholm verwickelte sich bei den
Barschel-Anschuldigungen nämlich in Widersprüche. Oberstaatsanwalt Wille hat noch einmal bestätigt:
"Aus Barschels Umfeld war zu erfahren, daß er keinen Suizid-Gedanken gehegt habe," wie dem
Bericht in der WamS zu entnehmen ist. In diesem Bericht wird auch festgestellt: "Ein Profiteam war
am Werk, nicht eine Einzelperson". Auf keinen Fall war trotz der mangelhaften Spurensicherung zu
erkennen, daß das Opfer nicht mit sich allein war. Es ist übrigens im Gegenteil bekannt, Barschel selbst
habe befürchtet, daß man ihn ermorden wolle, denn er sagte zu seiner Frau, er wolle sich mit einem
Informanten am Flughafen treffen, weil dort ein Mord nicht so leicht durchzuführen sei.
Natürlich gehörte Barschel in gewisser Weise zum "System", das bedeutet, daß er manches mitgemacht
haben wird, das nicht an die Öffentlichkeit kommen soll. Aber es gab für ihn Grenzen, außerhalb derer
er nicht mehr mitmachen wollte. Erst in solcher Lage wird den meisten Politkern bewußt, wie mächtig
das "System" und wie schwer es ist, diesem System zu trotzen. Die meisten Politiker sind daher "brav"
und spuren weiter, auch wenn ihnen dabei nicht ganz wohl ist. Wer das nicht tut, lebt gefährlich.
Barschel wollte trotzdem, als er das ganze Ausmaß der Verlogenheit erkannte, dagegen angehen. Die
Verlogenheit ging so weit, daß man die Tatsachen völlig auf den Kopf stellte und Barschel später
Verstrickung in "dubiose" Waffengeschäfte vorwarf, wobei Barschel diesen Geschäften gerade
entgegentreten wollte. Daß Barschel um diese Geschäfte wußte, aber nicht im Sinne der Initiatoren
mitmachen wollte, machte ihn für diese Kreise so gefährlich. Das macht ein großes Aufgebot an
Verfolgern Barschels verständlich. Der Lübecker Behördenleiter (Wille) wies darauf hin, daß es Spuren
für die Beteiligung an der Verfolgungsjagd zu verschiedenen Geheimdiensten gibt. Er nannte in seinem
Bericht - wie bereits angedeutet - neben einer Spur zum Mossad auch Spuren zur Stasi, zum BND,
aber auch zum CIA, hier zum damaligen Agenten Gates, der heute US-Verteidigungsminister ist. Die
Verdachtsmomente werden von einem Gegenspieler des Oberstaatsanwalt Wille, dem Kieler
Generalstaatsanwalt Erhard Rex nicht in Abrede gestellt, aber in den Bereich der
Verschwörungstheorien verwiesen. Dazu stellt der WamS-Berichterstatter verwundert fest:
"Trotz ominöser Sterbefälle (von möglichen Zeugen), dem chemischen Mordnachweis Brandenbergers,
den Hinweisen auf mehrere Täter im Hotelzimmer und der klaren Mordaussage des Lübecker
Chefermittlers zweifeln einzelne Experten daran, daß Barschel Opfer eines Verbrechens wurde, so
auch Generalstaatsanwalt Rex, denn es wird von ihm zitiert: 'Es ist eine bekannte, bedauerliche
Tatsache, daß die Gerüchteküche immer dann brodelt, wenn ein Prominenter unter ungeklärten
Umständen stirbt. ... In diesem Sinne betätigen sich nach dem durch die Weltpresse gegangenen Tod
von Dr. Uwe Barschel Glücksritter, Geschichtenerzähler, Abenteurer, Aufschneider und Wichtigtuer
und sprechen mehr oder weniger gewandt nebulöse Verdächtigungen aus.' Man könne aufgrund der
Faktenlage keine endgültige Aussage darüber treffen, ob Barschel Selbstmord beging oder getötet
wurde. Um das herauszufinden, müßte weiter ermittelt werden."
Die Typen, die Rex hier aufzählt, gibt es natürlich, aber der in den Ruhestand getretene
Generalstaatsanwalt hat zwei Personenkreise vergessen, und zwar einmal die, die bewußt Gerüchte
ausstreuen, um die wirkliche Aufklärung zu erschweren, und eben die, die sich um die Aufklärung der
wahren Tatbestände bemühen. Ohne die letztgenannte Gruppe wäre den Weltmächtigen das Tor zu
Verbrechen viel weiter geöffnet.
Und wer hat weitere Ermittlungen verhindert und zwar mehr als 12 Jahre lang? Das waren sein
Vorgänger im Amt, Generalstaatsanwalt Ostendorf und später er selbst. Und nach insgesamt 20 Jahren
noch von Aufklärungsbedarf zu sprechen, für den das Amt des Schleswig-Holsteinischen
Generalstaatsanwalts in erster Linie verantwortlich ist, mutet doch sehr merkwürdig an. Denn die
Aufklärung wurde durch Schwierigkeiten behindert, die man Oberstaatsanwalt Wille machte - bis hin
zur Entbindung vom Fall Barschel und dem Verbot, seine Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit
vorzulegen!!
Das Wiederaufleben des Falls Barschel zeigt einmal, daß es sich um ein Verbrechen höchst
einflußreicher Kreise handeln muß, die der Justiz Vorgaben machen können wie die erwähnte
Übermittlung des Wunsches zeigt, zum Ergebnis "Selbstmord" zu kommen. Zum anderen zeigt sich,
daß der Wahrheitswille in der Menschheit doch nicht ganz erstorben ist, daß sich immer wieder
Menschen finden, die sich mit einer Vertuschung von Morden nicht abfinden, obwohl "ominöse"
Folgetodesfälle zeigen, wie gefährlich es selbst für mögliche Zeugen ist, denen man zutraut bei einer
Vernehmung die Wahrheit zu sagen.
Die Welt wäre aber zum Untergang verdammt, wenn es nicht immer wieder Menschen gäbe, die - frei
nach Schiller - für das Gute und Wahre kämpfen und nicht ermüden, obwohl sie wissen, daß dieser
Kampf immer geführt werden muß, weil die Feinde nie endgültig erliegen.
Wenn sich die Anzahl der Verantwortungsbewußten erhöhen und die Anzahl der tatkräftigen Kämpfer
gegen das Schlechte und Verbrecherische wachsen würde, dann könnte die Menschheit aus ihrem tiefen
Verfall und aus den Klauen der Machtgierigen jedenfalls so weit befreit werden, daß das Leben wieder
würdig und damit lebenswert wird.
Elke und Dr. Gundolf Fuchs, ePost: Gundolf.Fuchs(A)gmx.de
=======================================
Abgeschlossen am 10. Februar 2011.
=======================================
Links - Verweise: