W I D E R H A L L - Nr. 59
J a n u a r / F e b r u a r ~ 2 0 1 1 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Wahrheit durch Klarheit.

Der Fall Püschel - 2. Teil.
SPD-Bürgermeister wechselt zur NPD.


In der Weihnachts-Nr. veröffentlichte ich im WIDERHALL
einen Leserbrief des SPD-Bürgermeisters Hans Püschel
aus Sachsen-Anhalt, der einen Parteitag der NPD besucht
hatte, was nach seiner eigenen Aussage sein erster
Kontakt mit dieser Partei war. Dem zwangsläufigen Aus-
schlußverfahren kam er zuvor, trat aus der SPD aus und
wechselte zur NPD, die ihn als Direktkandidaten bei den
im März stattfindenten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt
aufstellte. Im Folgenden bringe ich ein Gespräch des
Kandidaten mit der "Deutschen Stimme" und anschließend
dokumentiere ich einen Briefwechsel zwischen ihm und
einem Hamburger System-Journalisten, wobei ich die
vorgebrachten Meinungen nicht unbedingt teile. Abge-
schlossen wird die Auseinandersetzung durch den Grund-
satzartikel "Wahrheit durch Klarheit" des Vorsitzenden
des Bundes für Gesamtdeutschland Horst Zaborowski, der
die Thesen des System-Journalisten aushebelt und nach-
weist, daß das System gegen die autochthone Stammbevöl-
kerung arbeitet und rassistisch deren Würde mit Füßen tritt. KHH.

*

Chancen für einen Landtagseinzug in Sachsen-Anhalt?


Deutsche Stimme-Frage:
Herr Püschel, Sie haben für großen Medienrummel gesorgt, als Sie als SPD-Bürgermeister den NPD-
Bundesparteitag in Hohenmölsen besucht haben und in einem Leserbrief ihre positiven Eindrücke
schilderten. Was hat Sie zu diesem Schritt veranlaßt?

Hans Püschel:
2010 hatte sich bei mir Frust aufgestaut, ich wurde wie viele andere sozusagen zum "Wutbürger". Zum
einen, weil meine Gemeinde per "Rechtsprechung" gezwungen wurde, über 500.000 Euro Gewerbesteuern
an die Gemeinde zu zahlen, in der die Firma ansässig ist, der die vielen Windmühlen in unserer
Gemarkung gehören. Wir haben also alle negativen Belastungen und die anderen das Geld! Und sind nun
auch noch pleite, nachdem ich die zwanzig Jahre seit der Wende unsere Gemeinde gesund und ~
leistungsfähig halten konnte. Hinzu kam die bösartige Ungleichbehandlung durch die Gemeindereform. Da
bei uns keine freiwillige Lösung möglich war, beendete der Gesetzgeber zur Strafe die Amtszeit der Räte
und Bürgermeister zum Jahresende. Während bei den aufgezwungenen Fusionen die Verantwortlichen für
ihre weitere Funktion als Ortschaftsorgan keine Aufwandsentschädigungen mehr bekommen, bleibt die
Regelung für die freiwillig "Reformierten" unverändert. So also verstehen die Herrschaften die Würdigung
des Ehrenamtes: je nach Willfährigkeit. Bei eigenen Diäten und Pensionen sind sie weniger geizig!

Hinzu kam aber auch Enttäuschung über die "große" Politik. Das Schönreden von Problemen wie
Demographie, die Benachteiligung der sogenannten "Unterschicht" (vor allem der Kinder), Überfremdung,
Ausnutzung unserer sozialen Netze. Auch der Druck auf die NPD und ihre Sympathisanten stimmte mich
immer wütender, und ich habe das auch innerparteilich kritisiert. Was da praktiziert wird an Ausgrenzung,
Diskriminierung bis hin zu Berufsverboten, erinnert an Zustände in Diktaturen! Andererseits haben mir
gestandene Männer bekundet, sie würden "den Hut ziehen", weil ich den Parteitag besuchen wollte. Sie
selbst hätten Angst wegen beruflicher Nachteile. Um Gottes Willen, dachte ich mir: Wir sind im 21.
Jahrhundert! Dieses Erlebnis erzeugte bei mir ein "nun erst recht"! Nicht zuletzt der fehlende Nationalstolz,
die erbärmlich unterwürfige Außendarstellung unseres Landes und der schäbige Umgang mit dem
Vertreibungsunrecht haben mich bestärkt.

DS-Frage:
Die Reaktionen der Medien, vor allem aber die Ihrer Parteifreunde ließen nicht lange auf sich warten und
fanden ihren Höhepunkt in der Einleitung eines Ausschlußverfahrens. Hatten Sie die Intensität der brachial
über Sie eingebrochenen Empörung so erwartet?

Püschel:
Getroffene Hunde bellen - sagt ein altes Sprichwort. Daß das Ärger bringt, war mir klar. Aber ich war
immer gern für klare Worte, weil das die Problemlösung meist mehr beschleunigt als drum herum zu
reden. Hab sicher deshalb auch nie Parteikarriere gemacht, aber das war mir egal, weil's um die Sache geht.
Hatte das schon e'weng geahnt...

DS-Frage:
Kam die Entscheidung zum Parteitagsbesuch spontan, oder haben Sie sich vorher - eventuell mir Freunden,
der Familie - beraten? Wie waren im Vorfeld und im Nachgang die Reaktionen Ihrer persönlichen
Vertrauten, die der Menschen in Ihrer Gemeinde?

Püschel:
Im kleinen Familienkreis sprachen wir schon vorher darüber, sonst wenig, weil ich niemanden mit
hineinziehen wollte. Meine Frau geht mit mir schon bald 40 Jahre durch's Leben, kennt mich und trägt das
schon mit (ist sicher auch manchmal Kummer gewöhnt). Nur mein ältester Sohn hat fast mit mir gebrochen
- das belastet mich, am meisten. Alle anderen Reaktionen waren überwiegend positiv, natürlich vor allem
die, die nicht im öffentlichen Bereich beschäftigt sind. Wer näher an den Fleischtöpfen sitzt, ist ja nicht so
sehr an Veränderung interessiert. Etwas erstaunt hat mich meine Amtskirche, die mich als
Gemeinderatsvorsitzenden loswerden will. Offensichtlich ist Trunkenheit am Autosteuer - also die
Gefährdung von Menschenleben - weniger schlimm als mit Ausgegrenzten zu reden. Auf meinen Einwand,
daß Christus sich gerade zu den gesellschaftlich Geächteten gesetzt hat, habe ich bis heute keine Antwort
erhalten.

DS-Frage:
Immer wieder blasen die Medien zur Hetzjagd auf Tabubrecher, ohne sich mit den Inhalten
auseinanderzusetzen. Wie erklären Sie sich die Stigmatisierung politischer Standpunkte, alternativ die
Totschweigespirale? Wenn unsere Argumente so primitiv wie falsch wären, dann müßte es doch leicht
sein, uns in der inhaltlichen Debatte, z.B. in Talkshows, zu schlagen. Seltsamerweise werden NPD-
Politiker aber nicht eingeladen...

Püschel:
Hauptproblem für die Exponenten unserer Gesellschaft scheint zu sein, daß sie bei sachlichen
Diskussionen an ihre eigene Unzulänglichkeiten stoßen, denn über kurz oder lang werden die finanziellen
Interessen mächtiger Lobbyisten im Hintergrund berührt. Es geht ~ i m m e r ~ ums Geld! Und wenn's
denen an die Fleischtöpfe geht, wenden sie ihre Folterinstrumentarien an. Dann kommen die pauschalen
Totschlagargumente, die gesellschaftliche Ächtung, ja Vernichtung der Tabuverletzer. Selbst große, wie ich
dachte unabhängige, Zeitungen wie die FAZ bringen nur primitive, abgeschriebene Polemik, wie ich selber
feststellen mußte. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Der Journalismus ist auf ein erbärmliches
Niveau verkommen. Da waren ja die meisten DDR-Journalisten noch mutiger. Die haben wenigstens
zwischen den Zeilen noch eine Menge Wahrheit durchblicken lassen!

DS-Frage:
Sie sprachen davon, daß die Diskriminierung einwanderungskritischer Ansichten Sie an Zeiten erinnere, als
Andersdenkende an die Wand-gestellt wurden. Hätten Sie es nach der Wende für möglich gehalten, daß
Menschen hierzulande für Ihre Gesinnung kriminalisiert werden? Und daß sich "Ihre" SPD maßgeblich an
solch einer Hetzjagd beteiligen würde?

Püschel:
Nein. Ich stand ja in der DDR selber wörtlich mit dem Rücken an der Wand wegen "falscher"
Meinungsäußerung. Um so mehr schauten wir sehnsüchtig aus der Diktatur heraus rüber in die Demokratie.
Da kenne ich zwar Berufsverbote gegenüber Kommunisten in den Anfangsjahren der BRD, von denen man
sich aber im Zuge demokratischer Toleranz entfernt hat. Und heute Berufsverbote gegen Nationale? Hat
die BRD einen solchen Rutsch hin zu linker Intoleranz gemacht unter Führung der "68er" Nun ja, die
Illusionen über die SPD habe ich unter Schröder verloren, wo sie zur reinen Machterhaltungsinstitution
degeneriert ist. Ähnlich wie die CDU unter Kohl. Diese Parteien sind nur noch Machtinstrumente in der Hand
von Lobbyisten und sollen die demokratische Fassade aufrechterhalten, damit der Bürger nicht zu sehr
erschrickt. Die Gesetze und Entscheidungen bestimmen andere im Hintergrund, zur Not mit dem Begriff
"alternativlos".

DS-Frage:
Würden Sie insoweit zustimmen, daß die BRD letztlich eine ähnliche Gesinnungsdiktatur wie die DDR ist,
die nur mit perfideren Methoden arbeitet, da sie den Menschen vorgaukelt, sie würden in einer Demokratie
leben?

Püschel:
Man muß dem wohl zustimmen, aber erst, wenn man direkt betroffen ist. Was ich als grundsätzlich
Neugieriger natürlich auch ausprobieren wollte - bewußt. Außenstehende merken es nicht so, weil das
Ganze natürlich viel subtiler abläuft. Nicht so direkt und plump wie unter Putin oder in China. Bei denen
schreit man Zeter und Mordio und schmeißt mit Steinen aus den Fenstern des Glashauses. Die eigene
Intoleranz und Gesinnungsdiktatur wird unter dem Deckmantel der vorgeblichen Menschlichkeit
verborgen.

DS-Frage:
In einem Interview äußerten Sie, daß Sie die Hetzjagd auf Sarrazin in Ihrer Entscheidung stark beeinflußt
habe. Nun war Sarrazin zwar Eisbrecher, wich aber doch dem Öffentlichen Druck. Wie bewerten Sie als
jemand, der trotz geringerer Lobby standhaft blieb, die Sarrazin-Debatte und seinen freiwilligen Rückzug?

Püschel:
Für mich war Sarrazin ein Katalysator, der die Mechanismen und Rituale des Systems aufgezeigt hat. Die
Großen der Politik haben den Vorteil, daß sie mehr sagen können als die kleinen Lichter. Dafür haben sie
den Nachteil, daß sie an ihren "goldenen Sessel" gewöhnt sind. Für die ist jeder Abstrich von ihrem Status
wohl nicht verkraftbar, sei es Ansehen, öffentliche Wahrnehmung, Bedeutung. Also sind sie auch
verwundbarer und machen - wenn's hart auf hart kommt - einen Rückzieher. Genau dies zeigen ja viele
Beispiele von Provokation einzelner politischer Größen. Ich will da keinen verurteilen, aber das ist der
Preis der Stromlinienförmigkeit und Selbstaufgabe, den man bezahlen MUSS auf dem Weg nach oben -
der eine mehr, der andere etwas weniger. Das Kreuz ist nicht mehr da, wenn man oben angekommen ist!

DS-Frage:
Politiker wie Klaus v. Dohnanyi, Helmut Schmidt oder Thilo Sarrazin finden oft erst nach Ausscheiden aus
dem politischen Geschäft den Mut, Tabuthemen beim Namen nennen. Also erst dann, wenn sie nichts mehr
zu verlieren haben...

Püschel:
Auch große Politiker haben Rücksichten zu nehmen - auf Lobbyisten, die Partei, Koalitionäre, auf Tabus,
gute Posten nach der Amtszeit. Sonst droht der Absturz über gekaufte Parteifreunde oder gar ein Unfall in
der Badewanne. Ehrlich werden sie erst, wenn sie jenseits von gut und böse sind. Als "Fossilien" haben Sie
eine gewisse Narrenfreiheit. Die größten Seitenspringer werden im Alter ja recht heimisch. Anders läßt
sich's nicht erklären, daß z.B. ein Schmidt feststellen darf, daß Hitler 1937 als einer der weltweit besten
Wirtschaftspolitiker bewertet wurde. Jeder andere wäre für diese Aussage ans Kreuz geschlagen worden!
Ich stelle mir vor, daß manch einer im Alter Gewissensbisse über seine Versäumnisse oder für gravierende
Fehler wie z.B. das Fiasko mit der Einwanderung bekommt. Sie erkennen, daß sie gewaltig versagt haben.
Vielleicht braucht's auch mitunter den Abstand des Alters für die Erkenntnisse. Und die können vermutlich
sehr weh tun!

DS-Frage:
Manche sehen in Ihnen einen modernen Michael Kohlhaas, andere werten Ihr Verhalten als Racheakt, weil
Sie die den Verlust Ihres Bürgermeisterpostens durch die Gebietsreform nicht verwunden hätten. Was
entgegnen Sie Ihren Kritikern?

Püschel:
Mir geht's wohl eher wie dem braven Ritter in Uhlands "Schwabenstreichen". Man läßt sich ein Weilchen
den Schild mit "Pfeilen spicken", aber dann kommt irgendwann der Befreiungsschlag, wobei ich den aber
nicht bis in des "Pferdes Rücken" führen würde, weil das für die Schmeißfliege auf seinem Rücken nichts
kann. Und politisch war ich praktisch immer ehrenamtlich unterwegs, wegen des Geldes nur für meine
Gemeinde oder den Landkreis - aber da war ich immer schnell!

DS-Frage:
Im Gegensatz zu vielen Karrierlingen haben Sie nie den Weg in den sicheren Politikerhafen des Bundestags
gesucht, sondern engagieren sich seit 20 Jahren auf kommunaler Ebene. Hat Sie die "groBe" Politik nie
gereizt?

Püschel:
Gelockt schon, aber dann stand eben ein gegebenes Wort dagegen. Im Herbst 1990 hätte ich z.B. auch
gerne die Stelle des Landrats in Hohenmölsen übernehmen können, aber im Juni hatte ich gerade erst den
Einwohnern versprochen: Ja, ich mach Euern Bürgermeister für die nächsten fünf Anfangsjahre Start ins
neue Deutschland! Und dann vier Monate später April, April sagen? Das geht doch nicht. Wort ist Wort.

DS-Frage:
Sie scheinen gut dafür, immer noch ein weiteres Brikett nachzulegen.... die jüngste Bombe ließen Sie kurz
vor Weihnachten mit der Ankündigung Ihrer Direktkandidatur für die NPD in Hohenmölsen platzen - also
in direkter Konkurrenz zu Rüdiger Erben, der Sie als Geisterfahrer bezeichnete. Wie kam es zu diesem
bemerkenswerten Schritt?

Püschel:
Ich wollte mir nicht vorwerfen lassen müssen, absichtlich auf Rauswurf bis Kandidatur gespielt zu haben.
Die Herrschaften waren immer am Zug und konnten selbst bestimmen, wie es weiter geht. Wenn sie dabei
falsch kalkuliert haben: selber schuld! Ich bin der Überzeugung, daß meine Ansprüche an demokratische
Verhaltensweisen eigentlich ein Minimum sind und auch von allen Gesetzen gedeckt. So unlogisch waren
die Schrittfolgen nicht. Ich halt sie für konsequent und zwangsläufig. Wenn das Gegenüber mich böswillig
attackiert, dann treffe ich ihn dort, wo es am meisten weh tut. Dies verkürzt den Kampf und spart unnötige
Quälerei. Das Ganze zeigt, daß die Geisterfahrt bei den Parteien der Mitte stattfindet. Dort sind die
fliegenden Holländer, die wohl absichtlich durch die selbst gelegten Nebelschwaden geistern, um die
Lebensrealitäten von Volk und Land nicht wahrnehmen zu müssen.

DS-Frage:
Welche Chancen rechnen Sie sich aus? Glauben Sie wirklich, Ihren Wahlkreis gewinnen zu können?
Kritiker werfen Ihnen vor, es handele sich um eine "Spaßkandidatur"...

Püschel:
Oberstes Ziel ist, daß die NPD in den Landtag einzieht und dort Muntermacher für die angeblichen
Frühaufsteher wird! Dazu wird meine Kandidatur hoffentlich einen ordentlichen Beitrag leisten. Und -
dann hat sich's doch gelohnt, den Kopf so weit aus dem Fenster zu halten! Wenn ich nicht in den Landtag
komme, was sol1's? Dann brauch ich meine Lebensplanung nicht umwerfen und kann weiter im "Kleinen
Hoftheater" in Eulau den Räuberhauptmann Hotzenplotz spielen oder den Frater Walther oder Otto-
Reutter-Abende geben. Ich glaube sogar, das macht mir mehr Spaß als Landtagsarbeit...

DS-Frage:
Sie konnten in den letzten Wochen die NPD-Führung um Spitzenkandidat Matthias Heyder kennenlernen.
Welche Eindrücke haben Sie - und wie sehen Sie die Erfolgsaussichten?

Püschel:
Klar, wenn das nicht so eine junge, bodenständige und gegenwartsbezogene Truppe wäre, hätte ich mich
doch nicht aufstellen lassen. Hier ist nichts von reaktionären Spinnereien zu hören oder werden die
verlorenen Schlachten der Vergangenheit immer wieder geschlagen. Wir wollen gemeinsam die Zukunft
bewältigen. Da wird jede Hand gebraucht, und das Zeitfenster, die Probleme in den Griff zu bekommen, ist
schon dabei, sich langsam zu schließen. Dann war's das mit Deutschland - so wie ich es mir auch noch in
hundert Jahren vorstelle und wünsche! Und wenn ich mich so in meinem Umfeld umhöre, vor allem bei
der Jugend, stehen die Chancen für einen Landtagseinzug ganz gut. Packen wir es an!

Herr Püschel, ich bedanke mich herzlich für das Interview!

Püschel: Und ich bedanke mich für die Gelegenheit, meine Beweggründe darstellen zu können!

* * *

Zur Person

Hans Püschel wurde 1948 in Weißenfels geboren, nach dem Abitur Fernstudium an der TU Dresden, seit
1977 in Krauschwitz wohnhaft, 1990 Mitgründer der örtlichen SPD; mehrere Ämter im Kreis Weißenfels,
zuletzt Bürgermeister in Krauschwitz; 2010 Austritt aus der SPD nach Querelen um seinen Besuch des
NPD-Parteitages von Hohenmölsen. Hans Püschel ist Selbständiger und Vater von vier Kindern.
*
Quelle: Deutsche Stimme, Postfach 10 00 68, D-01571 Riesa

* * * * * *

Seitenbetreiber: Es folgt nun der eingangs angekündigte
Briefwechsel zwischen einem Hamburger System-Journalisten
namens Patrick Gensing und Hans Püschel, der von der SPD
zur NPD gewechselt ist, und der wegen Sympathie-Kundgebun-
gen der polnischen Solidarnosc gegenüber in der DDR
"abgeholt" wurde. Den Briefwechsel gebe ich nicht ohne
Wertung als Dokumentation bekannt. Entsprechende Anmer-
kungen von mir sind eingeflochten. Eingeleitet wird der
Briefaustausch mit Püschels letzter ePost an mich, die
uns deutlich die Gemütsverfassung eines ehemaligen Bür-
gers der DDR aufzeigt. K.-H. Heubaum

*

Beschäftigung mit der NPD als berufliche Existenz?

Püschel: "Ich will den Kollaps des Systems nicht,
aber er wird bei Untätigkeit zwangsläufig kommen."


Von: "Hans Püschel" <hapueschel(A)gmx.de>
An: <karl-heinz.heubaum(A)t-online.de>
Datum: 04. Jan 2011 09:46
Betreff: Mitschriften

Hab ich noch vergessen:
Ach so, zur NPD hatte ich natürlich vor dem Parteitag keinen Kontakt. Ich hatte nur Staatssekretär Erben
wiederholt darauf hingewiesen, daß das Berufsverbot (weil der Schornsteinfeger NPD-Mitglied ist - KHH.) für
den Battke gesetzwidrig ist und undemokratisch. Und auch das Handeln des Hohenmölsener Bürgermeisters,
ehemaliges Kreisleitungsmitglied, dann Bürgerinitiative und dann CDU-Mitglied, hat mich auf die Palme gebracht.
Na gut, daß so einer keine Demokratie kann, ist schon klar, aber daß die Wessis, also die gelernten bzw.
geborenen Demokraten keine Demokratie können oder wollen - das ist mir erst so nach und nach aufgegangen.
Und wissen Sie, gerade weil ich solidarisch bin - wie seinerzeit mit der Solidarnosc - stelle ich mich neben die
NPD. Das verlangt meine Auffassung von Fairness und Demokratie. Aber vielleicht kann man solche Ausprägung
auch nur unter schwierigen Lebensumständen entwickeln. Unter Wohlstandsbedingungen wird wohl fast
zwangsläufig daraus das sog. Gutmenschentum.
Gutes Neues Jahr noch nachträglich.
Hans Püschel

* * *

Am 21.12.2010 00:22, schrieb patrick.gensing@email.de:

Sehr geehrter Herr Püschel,
mein Name ist Patrick Gensing, ich bin Journalist aus Hamburg und beschäftige mich beruflich viel mit der NPD.
Nun habe ich gelesen, dass Sie für die NPD kandidieren wollen.

Ist dies zutreffend? Wenn ja: Wie bewerten Sie die Einschätzung, die NPD gebe sich nur einen bürgerlichen
Anstrich und sei in Wirklichkeit eine "nazistische Kampfpartei"?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar,
mit freundlichen Grüßen
Patrick Gensing

* * *

Von: "Hans Püschel" <hapueschel(A)gmx.de>

Sehr geehrter Herr Gensing,
es ist sicher schön für Sie, daß Sie durch die Beschäftigung mit der NPD eine gute berufliche Existenz haben wie
viele andere auch in Deutschland. Mir wär's lieber, all die Kraft, Geld und Energie würden in die Lösung unserer
offensichtlichen Probleme gesteckt. Ich halte es der NPD zu gute, daß sie immer wieder den Finger in die Wunden
steckt und darin rumrührt, trotz aller Prügel, die sie dafür einsteckt. Und gerade das ist für mich entscheidend,
mich für sie einzusetzen. Da interessiert mich der Sch..., der vielleicht irgendwo im Hintergrund steht oder von
einigen kolportiert wird, herzlich wenig (Noch dazu, wo er wohlmöglich von Inoffiziellen Mitarbeitern des
Verfassungsschutzes arrangiert wird zwecks praktischer Verteufelung?) Unser Altkanzler sagte mal, daß
entscheidend ist, was hinten raus kommt. Und deshalb unterstütze ich die NPD in ihrem "in den Wunden rühren",
weil ich diese "Wunden" seit 15 Jahren ständig und täglich vor mir habe, mit ihnen umgehen muß (als
Bürgermeister - KHH.), ohne daß sich Wesentliches ändert. Diese jahrzehntelange Ignoranz der Kräfte der Mitte -
wohl auch die Ihrige, wenn Sie sich selbst gegenüber ehrlich sind - bin ich so was von leid. Und ich will, solange
es noch geht in meinem Alter, an dem Rad mit drehen, die Situation in und für Deutschland zu retten. Oder sind
Sie wirklich der Meinung, daß das alles - so wie's heute läuft - unendlich so weiter geht? Ich will den Kollaps
dieses Systems nicht, aber er wird bei Untätigkeit zwangsläufig kommen.

Übermorgen wird es genau 30 Jahre her sein, daß ich frühmorgens von Arbeit weggeholt wurde (in DDR wegen
Unterstützung der polnischen Solidarnosc - KHH.). Ich will nicht, daß man in Deutschland - für das ich mir seit
20 Jahren den Hintern gerne und leidenschaftlich aufreiße - schon wieder wegen politisch "falscher" Ansichten
verfolgt oder diskriminiert wird. Was geht den CDU-Wirtschaftsminister an, ob die Schornsteinfeger im Lande
linke oder rechte Ansichten haben? Hat der denn nichts besseres im wirtschaftlichen Schlußlichtland Sachsen-
Anhalt zu tun???? (...)

Was ist das für eine Demokratie geworden???

Und Sie als Journalist - der ja beruflich von Freiheit lebt und eigentlich dafür ganz sensibel sein und kämpfen
müßte - schreien darüber nicht auf?? Und hacken lieber im gemeinsamen Chor auf den oder die mit ein, die das
erbärmlich finden und dieses böse abgekartete Spiel nicht mitmachen wollen?

Herzliche Grüße nach Hamburg, von dem ich von Kindheit an geträumt habe als dem großen Tor zur freien Welt
und keine Sendung Eurer wunderschönen samstäglichen Musik von der Waterkant versäumte, jahrzehntelang...

Hans Püschel

* * *

Am 21.12.2010 11:37, schrieb patrick.gensing@email.de:

Sehr geehrter Herr Püschel,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass die Beschäftigung mit der NPD und rechtsextremer Gewalt keine wirtschaftliche
Basis für mich bietet, im Gegenteil: Ich arbeite hauptberuflich als Journalist und stecke große Teile meiner Freizeit
in das Projekt NPD-BLOG. Mir wird zwar immer wieder unterstellt, ich verdiene damit viel Geld, das Gegenteil
ist der Fall: Ich investiere in dieses Projekt - und zwar Tausende Stunden unbezahlter Arbeit.

Warum ich das tue? Weil mir eine offene und vielfältige Gesellschaft wichtig ist - und die sehe ich in einigen
Regionen Deutschlands durch die NPD bedroht, nicht durch das Unvermögen der demokratischen Parteien, die
hier schwach und verunsichert agieren. Schauen Sie sich die aktuellen Vorkommnisse in Mecklenburg-
Vorpommern an, wo Neonazis beispielsweise einen Bürgermeister bedrohen, schauen Sie sich einen aktuellen Fall
in Magdeburg an, wo rechtsextreme Schläger Jagd auf Nicht-Deutsche machen. Schauen Sie nach Sachsen, wo es
eine Serie von rechtsextremen Gewalttaten gibt, die öffentlich kaum Erwähnung finden.

Sie sprechen die Krise der parlamentarischen Demokratie an: Diese sehe ich auch - und zwar mit Sorge.
Allerdings denke ich nicht, dass eine Partei wie die rückwärtsgewandte NPD auch nur eine realistische Lösung
anbietet. Wo sehen Sie diese? (...)

Ihr Frust über die "große Politik" ist nachvollziehbar, eine moderne Gesellschaft und ein demokratischer Staat
funktionieren aber deutlich komplizierter, als es die NPD wahrhaben will. Eine Partei, die der Parole "Das Reich
ist das Ziel, die NPD ist der Weg" folgt (Zitat Udo Voigt, zudem habe ich Bilder von Veranstaltungen vorliegen,
wo entsprechende Fahnen hängen), eine Partei, die nicht die Würde aller Menschen anerkennt, kann keine
Lösungen für eine differenzierte, moderne und lebenswerte Gesellschaft bieten.

Mit freundlichen Grüßen aus dem schönen, weil bunten Hamburg,
Patrick Gensing

* * *

Von: "Hans Püschel" <hapueschel(A)gmx.de>

Sehr geehrter Herr Gensing,

zumindest in dem Druck auf die Mitte sehe ich Hoffnung, den die NPD aufmacht mit ihrer parlamentarischen
Präsenz, sich der Probleme anzunehmen und das Verdrängen und Gesundbeten aufzugeben.

Wir wollen doch jetzt nicht die Vergehen von linken und rechten Extremisten aufrechnen? Ich glaube, der
Schaden von links ist größer, wird nur regelmäßig bagatellisiert, oder nicht? Wir hatten hier z.B. am 31.10.
offensichtlich einen Überfall von Ausländern auf einen Jugendlichen in Zeitz, der nirgends in Berichten auftaucht.

Ich gehe davon aus, daß ihre Auflistung genausogut für die andere Seite aufgemacht werden kann. Ich glaube
auch, daß Sie das wissen. Was mir nicht ganz klar ist, warum dann der enorme (einseitige!) Druck gegen die
NPD. Andere Staaten der Welt gehen mit Meinungsfreiheit und Toleranz viel großzügiger um und leben gut
damit. Sie wollen mir doch nicht glaubhaft machen wollen, daß die NPD, wie ich sie in Hohenmölsen und
Sachsen-Anhalt sehe und kennenlerne, Buchenwald oder Dachau wieder aufmachen will oder würde??? Soll das
Ihr Ernst sein?? Das kann doch keine ernsthafte Intension sein. (...)

Und Sie nehmen diesen Bürgermeister in Mecklenburg-Pommern in Schutz? Der Mann hat im Auftrag des
Bundespräsidenten eine Ehrung zu überreichen, ist eigentlich nur Bote (eine kinderreiche Familie sollte die Ehren-
Patenschaft des Bundespräsidenten bekommen, die der fragliche Bürgermeister nicht überbrachte, weil der Vater
der NPD angehört oder nahe steht - KHH.). Der Mann hat einen Eid darauf geleistet (wie ich auch), jedem seiner
Bürger Gerechtigkeit widerfahren zu lassen - ohne Ansehen der Person! Und das läßt Sie kalt? Das ist gute
Demokratie? Und Sie finden das als guter Journalist richtig? Nicht vielleicht auch, daß Ihre eigene Freiheit selbst
mit bedroht ist, wenn Sie es dulden oder befürworten, daß anderen die Freiheit beschnitten wird? Oder meinen
Sie, weil Sie auf der richtigen Seite der Freiheitsbeschneider stehen, kann Ihnen nichts passieren? So blind darf
man doch eigentlich gar nicht sein!!

Und die Würde der Menschen?

Ich möchte erst mal, daß die Würde der deutschen "Unterschicht" und deutschen Billigarbeiter wieder hergestellt
wird, ehe wir an die Würde ausländischer Staatsbürger denken und uns verwenden (*). Unsere Deutschen haben
nämlich ein originäreres und unmittelbareres Recht darauf, von uns Chancen- und Lebensgleichheit ermöglicht zu
bekommen. Der Engländer sagt mit Fug und Recht: Right or country. Nur wir Deutschen entblöden uns nicht, die
eigenen Landsleute gegenüber anderen hintenan zu stellen. Und ich habe täglich mit diesen Unterprivilegierten zu
tun. Vielleicht wär's gut für Sie, daß auch einmal zu üben.
Hans Püschel

(*) = Hier hätte Püschel einwenden müssen, daß es keine Veröffentlichung von Seiten der NPD gibt, die die
Würde von Ausländern verletzt. Entsprechende Gerichtsverfahren gingen m.W. zugunsten der NPD aus. KHH.

* * *

Am 21.12.2010 12:58, schrieb patrick.gensing@email.de:

Sehr geehrter Herr Püschel.
Sie flüchten sich in allgemeine Behauptungen und Gleichsetzungen. Konkret können Sie keine einzige Forderung
der NPD benennen, die als sinnvolle und realistische Lösung funktionieren könnte. Weiterhin verweisen Sie auf
Ihren demokratischen Eid: Wie ist dieser mit der völkischen Ideologie der NPD in Einklang zu bringen?

Zu Ihrer Gleichsetzung von linker und rechter Gewalt: Nein, eine entsprechende Sammlung über linke Gewalt
lässt sich nicht machen (*). Die Formen der linksextremen Gewalt sind grundsätzlich anders, richten sich eher
gegen Stärkere (staatliche Institutionen) als die rechtsextreme Gewalt, die sich vornehmlich gegen Schwächere
(Obdachlose, Migranten) richtet. Dies ergibt sich aus den unterschiedlichen Ideologien. Das legitimiert Gewalt
nicht, aber auch vor Gericht wird nach Motiven unterschieden.

Weiterhin möchten Sie nicht ernsthaft behaupten, das Thema Integration sei in den vergangenen Monaten nicht
ausführlich in den Medien behandelt worden, oder? (*1) Zu Ihrem Hinweis auf die deutsche Unterschicht: Wie
viele Migranten leben denn in Krauschwitz? Sind die das Problem?

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Gensing

(*) = Doch, linke Gewalt kann sehr wohl aufgelistet werden, man muß nur die Verfassungsschutzberichte lesen!
Was die rechtsextreme Gewalt angeht, so ist anzumerken, daß durch veränderte Vorgaben zur statischen
Erhebung jede Wirtshausschlägerei und andere ähnliche Vorkommnisse bei Uneindeutigkeit der rechten Gewalt
zugerechnet wird. Natürlich ist rechte Gewalt genauso zu verurteilen, wie die der Linken! Im übrigen muß
festgestellt werden, daß sich sog. rechte Gewalt oft, sehr oft auf die Abwehr linker Gewalt richtet, anstatt auf
schwächere Ausländer oder gar Behinderte.

(*1) = Hier wird auf Sarrazin und die öffentliche Auseinandersetzung mit seinen Aussagen angespielt. Es mag ja
sein, daß die Medien ausreichend diskutiert haben, aber mehr als Quasselei ist eben dabei nicht herausgekommen,
denn es hat sich nichts geändert und es wird sich nichts ändern. Ganz in Gegenteil, nun wird die Verausländerung
noch machtvoller vorangetrieben, noch mehr Geld in die sog. Integration geschaufelt, so Aktivität vorgaukelnd in
der Hoffnung, daß bald die Sarrazin-Welle abflaut. - KHH.

* * *

Von: "Hans Püschel" <hapueschel(A)gmx.de>

Doch, Herr Gensing:
Alles zur Familien- und Kinderförderung (s. Sachsen-Anhalt-Flugblatt der NPD), Mittagessen in den Schulen,
Ausreichende Entlohnung, damit die Menschen keine Bittsteller werden. Im Weißenfelser Schlachthof arbeiten
vielleicht 1000 Rumänen und andere Osteuropäer für 4-5 Euro die Stunde in der Tierzerlegung, ein Knochenjob,
das wären bei ordentlicher Bezahlung alles Arbeitsplätze für Deutsche;

- Wo soll konkret mein Amtseid mit der 'völkischen' Gesinnung kollidieren? Und warum antworten Sie nicht zum
Mecklenburg-Pommern-Bürgermeister? Warum soll die Frau mit ihren 7 Kindern schlechter behandelt werden, als
die hundert Anderen in Deutschland?

- Für die Betroffenen, Herr Gensing, ist die Motivation der Gewalt meist zweitrangig. Denen allen brauchen Sie
nicht mit gerichtlich unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu kommen und dem Betroffenen ist die mehr oder
weniger hehre Motivation - ich wiederhole mich - so was von egal! Können Sie sich da hineinversetzen? Wenn
z.B. dem Bäckermeister Mundt in Weißenfels die Scheiben von linken Chaoten eingeworfen werden? Die
Polizeiaufmärsche erfolgen doch nicht wegen der Militanz der Rechten, sondern wegen der der Linken! Das
bestätigt Ihnen jeder. Mein Pfarrer als Bunte-Ketten-Veranstalter in Hohenmölsen erklärt mir, daß man in
Hohehnmölsen ja vor der Linksgewalt Angst gehabt hat und nicht vor der rechten. Und wenn den Leuten bei
diversen Chaostagen regelmäßig Scheiben eingeschlagen, Autos angezündet werden, dann sind das alles keine
Institutionen sondern einfach betroffene Bürger, die zufällig die Pechvogelkarte gezogen haben.

Die Sammlung über linke Gewalt ließe sich mit Sicherheit machen - oder wollen Sie mich für dumm verkaufen?
Man müßte es nur WOLLEN! (Noch einmal: Man muß nur aufmerksam die Verfassungsschutzberichte lesen -
KHH.)

- Was hat sich denn durch meist widerwillige Medienbehandlung geändert? Außer Sarrazins Beschimpfung? Bei
mir wohnen Immigranten mit deutschem Paß, die nach 10 Jahren kein Deutsch sprechen. In Israel gibt‘s nach
einem halben Jahr keinen Schekel mehr vom Staat, wenn die Landessprache nicht beherrscht wird. Bei uns wird
nach 10 Jahren noch der Dolmetscher bezahlt!!!! Mir geht‘s um die deutsche "Unterschicht", Herr Gensing, die
hier in Krauschwitz und auch in Weißenfels lebt, wo ich seit Jahren als Vermieter Sozialarbeit mache und die
Nachfolge-Generationen in wachsendem Umfang in die Hartz-Karrieren wachsen sehe. Auf dem Dorf ist's nicht
mal so schlimm, weil da die Sozialbindungen noch besser sind.

- Die Migranten sind doch nur ein Problem, wenn sie sich nicht integrieren wollen: also keine deutsche Sprache
beherrschen, bewußt sich nicht integrieren, nicht arbeiten, sondern dauerhaft den Sozialstaat belasten, in erhöhtem
Maße kriminell sind und selbst dann noch umsorgt werden. Das macht kein Staat der Welt. Und die relativ
wenigen Migranten sind z.B. schon ein Problem in Weißenfels, wenn sie mit Drogen handeln, selbst nach
Verurteilung wieder hier sind und weiter mit Drogen handeln... und die Weißenfelser sehen das alles und die
Hilflosigkeit unseres Rechtssystem demgegenüber.

mfg Hans Püschel

* * *

Am 23.12.2010 13:23, schrieb patrick.gensing@email.de:

Sehr geehrter Herr Püschel,

ich habe meine Meinung zu der Patenschaft von Bundespräsident Wulff (...) aufgeschrieben.

Kurzfassung: Ich halte nichts davon, Kinder für die Gesinnung der Eltern verantwortlich zu machen, verstehe aber
Bürgermeister Knaack, der einer rechtsextremen Familie eine solche Ehrung nicht überbringen möchte, da er vor
Ort sieht, wie sich neonazistisches Gedankengut ausbreitet und Akzeptanz findet. Überhaupt ist es erstaunlich,
dass die Familie Wert auf die Patenschaft legt, möglicherweise beginnt hier die Instrumentalisierung des Kindes,
denn ansonsten wird Wulff aus diesen Kreisen als "Türken-Wulff" betitelt.

Weiterhin verfüge ich selbstverständlich nicht über die absolute Wahrheit und bin auch nicht der Hort der
Objektivität, allerdings habe ich im Gegensatz zu der NPD auch nicht den Anspruch darauf. Die NPD verkündet
hingegen, nur sie verfüge über die richtige Weltsicht und alle anderen seien korrupte bzw. moralisch kaputte
Idioten. Schauen Sie mal unter dem Stichwort Verismus nach. Hier einige Zeilen von mir zu diesem Phänomen:

"Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten beeindruckt in gewisser Weise immer wieder deren
unerschütterlicher Glaube, im Recht zu sein. Ganz im Stil eines politischen Geisterfahrers, der alle
Entgegenkommenden für unzurechnungsfähig erklärt, wollen die Anhänger einer Volksgemeinschaft keine
gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse durch unterschiedliche Interessensvertretungen, längere Debatten halten
sie für überflüssig, Parlamente verachten sie als 'Schwatzbuden'. Hinter diesen Ansichten steht die tiefe
Überzeugung, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein - und diese muss demnach auch nicht hinterfragt werden.
Der Wissenschaftler Wolfgang Gessenharter weist in diesem Zusammenhang auf den Verismus hin, den die
Völkischen vertreten - gegen den Fallibilismus, von dem pluralistische Demokratien ausgehen, bzw. ausgehen
sollten. Dem Fallibilismus liegt zugrunde, dass ein Irren möglich sei, dass eine kritische Überprüfung der eigenen
Meinung stets notwendig sei (was allerdings nicht mit ständigen Relativierungen verwechselt werden darf). Der
Begriff Verismus wurde aus der Kunst entliehen. Er steht laut Gessenharter für die 'Betonung der absoluten
Richtigkeit, der wirklichen Wahrheit der eigenen Erkenntnisse die spöttische Herabwürdigung der
Andersdenkenden verknüpft. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit deren Argumenten, ein nachvollziehbares
Abwägen der jeweiligen Positionen kann damit für die Neuen Rechten unterbleiben; der Gegner ist - gemäß der
Freund-Feind-Unterscheidung - eben nicht prinzipiell gleich und ebenbürtig, sondern erkenntnismäßig wie auch
moralisch längst disqualifiziert. Eine Auseinandersetzung mit ihm müsse nur deshalb geführt werden, weil er
(noch) faktisch herrsche und diese Herrschaft mit dem Totschlags-Mittel der Political Corectness (PC) zu
stabilisieren versuche.'" (Hier kann jeder auf den Gedanken kommen, daß auch umgekehrt daraus ein Schuh wird,
daß nämlich die sog. "Gutmenschen" bzw. sog. "Demokraten" meinen im Besitz der alleinseligmachenden
Wahrheit zu sein - KHH.) (...)

Ihr Hinweis auf die "Ausländerkriminalität" ist ebenfalls wenig weiterführend, da es sich hier nicht um politische
Delikte handelt, sondern "konventionelle" Kriminalität einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, die allerdings
höchst heterogen ist. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, die rechtsextreme Kriminalität ist durch die Motivation der
Täter klassifiziert - "Ausländerkriminalität" sagt hingegen nichts über die Hintergründe aus. Generelle Aussagen
über Motive von vollkommen unterschiedlichen Verbrechen sind nicht möglich, sondern blanker Populismus.

Dass rechtsextreme Straftaten vom VS initiiert oder provoziert werden, ist ein weiterer Opfermythos, der sich
durch nichts belegen lässt. Es sind schlicht substanzlose Behauptungen, im Einzelfall schon einmal vorgekommen,
aber bei rund 1000 Verletzten durch rechte Schläger jährlich nicht zu verallgemeinern. (Auch hier sollte der Mann
bei der Wahrheit bleiben. Laut Verfassungsschutzbericht gab es 738 Verletzungen in 2009 durch Rechtsextreme,
wobei zu berücksichtigen ist, daß jede ungeklärte Schlägerei schlicht dieser Seite zugeschoben wird, nach neuen
Statistikregeln. - KHH.)

Sie folgen offenbar dem Gedanken "Zuerst die Deutschen, dann lösen sich alle Probleme". (Es hat niemand
behauptet, daß sich alle Probleme lösen, wenn staatlicherseits zuerst die eigenen Bürger berücksichtigt werden.
Diese Satzverdreherei ist typisch für die Dialektik dieser Gensings. - KHH.) Diese Weltsicht widerspricht dem
Gleichwertigkeitsgedanken, der konstitutionell für eine Demokratie ist - und ist schlicht naiv. Dass das Geld ganz
woanders verschwindet (Sie sprachen selbst die Banken an), ist offensichtlich, aber nicht so leicht als Propaganda
zu verkaufen.

Ich wünsche Ihnen angenehme Festtage und ein paar ruhige Stunden, in denen Sie sich noch einmal mit Ihrer
neuen politischen Heimat auseinandersetzen können. Wie geschrieben: Ihre Unzufriedenheit und Frustration über
die politischen und sozialen Verhältnisse sind für mich nachvollziehbar, Ihr Engagement für eine rassistische und
auf den NS fixierte Partei - deren Kader die Opfer des Nationalsozialismus, darunter viele Sozialdemokraten,
verhöhnen - hingegen nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Gensing

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Von: "Hans Püschel" <hapueschel(A)gmx.de>
Betreff: Mitschriften

Sehr geehrter Herr Gensing,
Naja, Sie weichen aus - wie leider immer - denn einerseits ziehen Sie ständig unsere gelobte Demokratie als Beleg
und Grundlage heran, andererseits gestehen sie Einschränkungen als verständlich zu. Tut mir leid, aber ein
bißchen schwanger geht eben nicht. Und sie wissen auch, daß Sie genau mit dieser Verhaltensweise eigentlich Ihre
ganze Demokratie-Diskussion ad absurdum führen. Wie wollen Sie von anderen erwarten, daß Sie eigene falsche
Standpunkte aufgeben, wenn Sie selbst nicht den kleinsten Schritt dahin zu gehen im Stande sind. Und damit
machen Sie zumindest mir Ihre ganze Argumentation unglaubwürdig. Sie - Ihre Argumentation - hat für mich
deshalb eine Motivation, die woanders, aber nicht in Ethik oder Moral zu suchen ist, also nämlich in finanzieller
oder machterhaltender Hintergründe. Sie wollen den Andersdenkenden nicht ihre Freiheit zugestehen und weichen
deshalb den Sachfragen aus.

Das philosophische lange Geschwafel - verzeihen Sie die abfällige Wertung, aber wenn das andere unehrlich ist,
dann kann ich's nicht anders empfinden - bringt mir doch nichts, auch dem normalen Menschen nicht, wenn‘s nur
benutzt wird, um den eigenen Selbstbetrug zu bemänteln. Angesichts der von mir angeführten Probleme, kann ich
die Parlamente auch nicht mehr anders als Schwatzbuden bezeichnen, zur eigenen und
Interessengruppensicherung. Solche Gegenteilbeweise würde ich mir und dem Wähler draußen wünschen. Nicht
den Beweis, daß man gegen Rechts und deren Fürsprechern mit allen undemokratischen Mitteln vorgehen kann.
Worin unterscheiden Sie sich dann von der Diktatur, wenn Sie denken, diktatorische Mittel sind in dem von Ihnen
definierten Fällen und Zielen zulässig? Das Eis, auf dem Sie sich befinden, ist doch schon lange gebrochen, Herr
Gensing.

Und ich will mich doch gerade nicht mit meiner angeblichen neuen politischen Heimat auseinandersetzen, sondern
mit der Mitte, die seit Jahrzehnten ignoriert, wie sie Land und Leute vor den Baum fährt. Aber auch das
interessiert Sie im Grunde nicht. Für Sie ist alles gut, so wie es ist, weil sie gut in diesem System eingebunden sind
und gut davon leben. Immer mehr Millionen erleben aber gerade das genaue Gegenteil. Warum implizieren Sie so
selbstsicher, daß der Grundsatz "zuerst die Deutschen" so schlecht wäre. Ich finde ihn hundertprozentig richtig:

- In der Familie sind mir die Angehörigen wichtiger als Dritte, Außenstehende. Dies wird auch jeder normale
Mensch so empfinden.

- Im deutschen Nationalstaat - der die BRD ja nun mal Gottseidank ist - haben die Staatsangehörigen gegenüber
dem Staat die originärsten Rechte, wer sonst? Und der Staat hat gegenüber den Staatsangehörigen die
weitestgehendsten Pflichten, ähnlich wie ich als Vater gegenüber meinen Kindern, für die ich auch aufkommen
muß. Von daher ist es doch logisch und notwendig, daß alle Deutschen (Staatsbürger) den in Deutschland
lebenden ausländischen Staatsbürgern vorgehende Rechte haben bzw. der Staat entsprechende Pflichten. Alles
andere wäre unmenschlich und unnatürlich. Wenn deren Bedürfnisse befriedigt sind, kann der Staat dann durchaus
im Rahmen seiner Möglichkeiten auch dritten, in dem Fall ausländischen Staatsbürgern, Zuwendungen erteilen.
Aber grundsätzlich sind für die natürlich deren Staaten alimentierend verantwortlich im Bedarfsfall - logisch?

Und die Bedürfnisse unserer "Unterschicht", also sie in den Stand zu versetzen, ein selbstbestimmtes, auf eigenem
Broterwerb gegründetes Leben zu führen, sind noch lange nicht erfüllt bzw. sind wir noch weit davon entfernt.
Also ist die Zuwendung für und an Dritte (ausländische Staatsbürger) moralisch höchst fragwürdig, weil es die
bedürftigen Deutschen benachteiligt, sie also in ihren Rechten und Ansprüchen zugunsten Dritter, nicht oder
weniger Anspruchsberechtigter benachteiligt. Das könnte man Rassismus nennen gegen die eigene Rasse, nach
Ihren eigenen Definitionen?? Auch beim Erb- und Unterhaltsrecht sind eigene Kinder besser gestellt -
natürlicherweise - als Pflege- oder Ferienkinder im Hause...
Herzl. Weihnachtsgrüße Hans Püschel

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Wahrheit durch Klarheit.


Deutschland ist deutsches Land....
...ist das Land der Deutschen.


Deutschland ist deutsches Land. Deutschland ist das Land der Deutschen. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein
Staat auf deutschem Land! Die Autochthonen (Ureinwohner) sind germanische Stämme. Im Laufe von
zweitausend Jahren schlossen sich diese Ureinwohner zum deutschen Volk zusammen. Dieses deutsche Volk
verteidigte seine Heimat mal mit mehr oder auch mit minderem Erfolg. Bis ins 19. Jahrhundert hinein gelang es,
die Angreifer zum größten Teil außerhalb des heimatlichen Bodens abzuwehren oder zumindest die verlorenen
Gebiete zurückzuerobern, wobei entscheidend war, daß so viel Deutsche noch weiterhin vorhanden waren, damit
sich das deutsche Volk aus seiner Substanz heraus erholen konnte.

In der geschichtlichen Abfolge:

Im Jahre 9 nach unserer Zeitrechnung erringt Hermann, der Cherusker, mit seinem Stamm die Freiheit. In der
Schlacht am Teutoburger Wald fügte er dem römischen Feldherrn Varus mit seinen Legionen eine vernichtende
Niederlage zu. Im Jahre 451 n. Chr. besiegte ein römisch-westgotisches Heer die Hunnen in der Schlacht auf den
Katalaunischen Feldern und stoppte ihren Vormarsch in Europa.

Am 10. August 955 besiegte Otto der Große in der Schlacht auf dem Lechfeld die Magyaren. Damit endete die im
Jahre 899 begonnene Serie kriegerischer Auseinandersetzungen mit dem Ostfrankenreich. Diese Schlacht war
nicht nur der Endpunkt der Ungarneinfälle, sondern wird auch als "Geburt der deutschen Nation" bezeichnet.

Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 war ein Höhepunkt der Türkenkriege mit der Ersten Wiener
Türkenbelagerung. Unterstützt von Truppen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation konnte die Stadt
von den Verteidigern behauptet werden.

Vom 14. Juli bis 12. September 1683 fand die Zweite Wiener Türkenbelagerung statt. Nach zahlreichen
fehlgeschlagenen Eroberungsversuchen, dem Eintreffen eines Entsatzheeres und der anschließenden "Schlacht am
Kahlenberg" zogen sich die Truppen des Osmanischen Reiches wieder zurück.

In der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 vollzog sich ein Wendepunkt in den
Befreiungskriegen. Napoleon hatte dem Heiligen Römischen Reich den Todesstoß versetzt und wurde ungewollt
zum Geburtshelfer des Zweiten Deutschen Reichs.

Am 18. Januar 1871 wurde eine öffentlichkeitswirksame Gründung des Zweiten Deutschen Reiches unter der
Regie von Otto von Bismarck mit der Kaiser-Proklamation im Schloß von Versailles vollzogen.

Dies ist im Ursprung der Beginn eines einhundertvierzig-jährigen und über den heutigen Tag hinaus andauernden
Vernichtungskriegs gegen das deutsche Volk und Reich. Höhepunkte in dieser Vernichtungsstrategie waren: Der
Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 sowie der Zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945. Vom Ende des Zweiten
Weltkrieges bis in die heutige Zeit wandelte sich diese Vernichtungsstrategie. Schußwaffen schwiegen; dafür
rüsteten die Propagandawaffen mit Hilfe des technischen Fortschritts in hohem Maße auf.

Es waren die "Untergetauchten" des Zweiten Weltkrieges und deren Nachfahren, die sich in diese Medienschlacht
gegen das eigene Volk einspannen ließen und auf dem Boden des Zweiten Deutschen Reichs willfährig "Staaten"
errichteten. Sie hatten vom deutschen Volk keine Ermächtigung dazu eingeholt. Ihnen genügte ihr krummer
Buckel - die Verneigung in vorauseilendem Gehorsam den Besatzungsmächten gegenüber. Eine Haltung, die wir
leider auch bei einem Teil der Deutschen zur Zeit Napoleons hinnehmen mußten. Die Alliierten des Zweiten
Weltkrieges setzten sich über das Völkerrecht hinweg und lösten auch Preußen auf. Dieser Akt galt nicht nur dem
Staat Preußen, sondern vorwiegend dem Geist Preußens. Gerade dieser preußische Geist war es, der zu
Napoleons Zeiten die Freiheit Preußens und damit auch die Befreiung des gesamten deutschen Volkes von der
Fremdherrschaft in die Wege leitete.

Den politischen "Eliten" von Besatzers Gnaden blieb es vorbehalten, ein trojanisches Pferd auf dem Boden der
Bundesrepublik Deutschland zu errichten. Im Bauch dieses Listobjekts aus der Antike sammelten sich
ausländische "Truppen" ohne militärische Waffen. Die meisten von ihnen entstammten Völkern, die bis 1945
unsere Gegner waren. Sie wurden in den ersten Nachkriegsjahren auch bei bundesrepublikanischen Behörden und
Medien als Fremdarbeiter bezeichnet. In den 60er Jahren (die Umerziehung zeigte erste Ergebnisse) wurde die
Umgangssprache in Gastarbeiter umgedeutet.

Diese Umdeutung zeigte den Weg auf, wie die deutsche Sprache ihrer Inhaltsdeutung beraubt wurde. Diese
Menschen kamen als Fremde in unser Land und blieben bis auf den heutigen Tag Fremde im deutschen Volk. Die
unter publizistischem Druck vorgegebene Bezeichnung Gastarbeiter täuschte vor, diese Menschen kämen als
Gäste in unser Land. Jeder normale Deutsche empfindet unter dem Begriff "Gast" einen Menschen, der für eine
vorübergehende Zeit bei uns wohnt und beköstigt wird. Es geht uns Deutschen gegen unsere Ehre, wenn wir
unserem Gast nicht seinem Stande gemäß einen Aufenthalt in unserem Heim bieten könnten. (Ausnahmen sind
Familienfeiern. Aber auch bei diesen Anlässen wird die Gastgeberin ihre Gäste nach Möglichkeit selber bewirten.
Nur ganz nahen Verwandten wird zugestanden, beim Abräumen der aufgetragenen Speisen und Getränke zu
helfen. Wobei die Jugend gerne diese Gelegenheit nutzt, um unter sich "ihre" Themen zu besprechen.) Mit diesem
Einschub kommt die ganze Verfremdung unserer deutschen Sprache zum Ausdruck bei Verwendung des Begriffs
Gastarbeiter. Inzwischen wurde der Gastarbeiter zum Mitbürger. Auch hier erneut über die Umdeutung unserer
deutschen Sprache mit den Ziel der Begriffsverwirrung. Dies neu geschaffene Wort Mitbürger soll unterschwellig
eine Einbürgerung vortäuschen. Wenn ein Mensch in einen Staatsverband aufgenommen, sprich eingebürgert
worden ist, hat er den Status eines Staatsbürgers. Er ist somit Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland. Dies
sagt nichts darüber aus, welcher Volkszugehörigkeit dieser Paßinhaber zuzurechnen ist. Er kann durchaus
Mitbürger sein. Ob er Angehöriger des deutschen Volkes ist, wird damit nicht dokumentiert.

Ein Geburtsfehler der Bundesrepublik Deutschland besteht darin, daß diese Staatsgründung nicht auf einer
Verfassung beruht, sondern nur auf einem Grundgesetz. Nach internationalem Recht kann über eine Verfassung
nur in Freiheit abgestimmt werden:

"Eine verfassunggebende Versammlung hat einen höheren Rang als die auf Grund der erlassenen Verfassung
gewählte Volksvertretung. Sie ist im Besitz des pouvoir constituant. Mit dieser besonderen Stellung ist
unverträglich, daß ihr von außen Beschränkungen auferlegt werden. [...] Ihre Unabhängigkeit bei der Erfüllung
dieses Auftrages besteht nicht nur hinsichtlich der Entscheidung über den Inhalt der künftigen Verfassung,
sondern auch hinsichtlich des Verfahrens, in dem die Verfassung erarbeitet wird."

Diese internationalen Voraussetzungen waren im von den alliierten Truppen besetzten Deutschland nicht
vorhanden! Weil die Bundesrepublik Deutschland kein Volk hatte, wurden wir als deutsches Volk einfach
eingesklavt. Ein besonderer Fall, bei dem die Sklavenhalter aus den Sklaven rekrutiert werden. Der Artikel 56, die
Eidesformel, wurde von der Weimarer Verfassung mit in das Grundgesetz integriert, um den Schein zu erwecken,
für diese Gründung der Bundesrepublik Deutschland hätte die Zustimmung des deutschen Volkes vorgelegen.

"Artikel 42, (1) Der Reichspräsident leistet bei der Übernahme seines Amtes vor dem Reichstag folgenden Eid:
(2) Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden
von ihm wenden, die Verfassung und die Gesetze des Reichs wahren, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und
Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.
(3) Die Beifügung einer religiösen Beteuerung ist zulässig".

Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht für die Vereidigung von Bundespräsident, Bundeskanzler
und Minister unter Art. 56 : "Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen
Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen,
meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."
Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.

Ein Unterschied ist bezeichnenderweise erkennbar in den Formulierungen über das Verhältnis von Staat und
Kirche. Die Weimarer Verfassung läßt eine religiöse Beteuerung zu. Im Grundgesetz kann der Eid auch ohne
religiöse Beteuerung geleistet werden. Fazit: In der Weimarer Verfassung wird die Trennung von Staat und
Kirche deutlich. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wird die Nähe des Staates zur Kirche
erkennbar. Diese in das Privatleben der Deutschen eingreifenden Formulierungen sind für den Bestand des
deutschen Volkes nicht entscheidend. Entscheidend jedoch sind die in den Präambeln der Weimarer Verfassung
und des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sichtbar werdenden Grundaussagen. Obwohl von einigen
den Präambeln kein hoher Wert beigemessen wird, legen gerade diese Texte die Hintergedanken der Abfassenden
frei.

Weimarer Verfassung: Präambel
"Das Deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und
Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den
gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben."

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: Präambel
"Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als
gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk
kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. - Die Deutschen in den Ländern Baden-
Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses
Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk."

Diese Fassung der Präambel der Bundesrepublik Deutschland stellt eine Fälschung dar, weil die Länder
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei Gründung der
Bundesrepublik Deutschland nicht zum Hoheitsgebiet derselben gehörten. Zudem hat das deutsche Volk über das
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 1949 nicht abgestimmt. Es waren die Vertreter der Länder, die im
Parlamentarischen Rat abstimmten. Wobei festzuhalten ist: Der Parlamentarische Rat war ein von den elf
Ministerpräsidenten der deutschen Länder der drei westlichen Besatzungszonen auf Anweisung der drei
Westmächte, Frankreich, Großbritannien und Vereinigte Staaten von Amerika (USA) eingesetztes Gremium.
Dabei ist zu beachten, daß auch diese Landesregierungen zum größten Teil von den Alliierten des Zweiten
Weltkrieges eingesetzt worden waren und demgemäß keine parlamentarische Legitimation besaßen. Weiterhin ist
zu beachten, daß die Vertreter von Bayern ebenfalls nicht zugestimmt hatten.

[Am 8. Mai 1949 um 23:55 Uhr (um der politischen Bedeutung des Tages willen) verabschiedete der
Parlamentarische Rat nach 36-maligen Nachbesserungen mit 53 zu 12 Stimmen das Grundgesetz. Gegen das
Grundgesetz stimmten dabei jeweils die beiden Abgeordneten der KPD, des Zentrums, der DP und sechs der acht
CSU-Abgeordneten.]

Weiterhin ist zu berücksichtigen, daß die Deutsche Demokratische Republik in den oben zitierten Ländern als
Antwort auf das unter Anweisung der Westalliierten am 8. Mai 1949 beschlossene Grundgesetz für die
Bundesrepublik Deutschland für ihren Machtbereich ebenfalls aus Besatzers Gnaden am 7. Oktober 1949 die
Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik beschlossen hatte. Der Wortlaut war "Verfassung" und
wurde wie das bundesrepublikanische Grundgesetz geändert. Änderungen der DDR-Verfassung unter den
eingesetzten Machthabern nur am 26. September 1955 (GBl. I S. 653), 8. Dezember 1958 (GBl. I S. 867) und am
12. September 1960 (GBl. I S. 505).

Für die Bundesrepublik Deutschland ist ein Vergleich der Formulierungen der Präambeln von Weimarer Republik
und Bundesrepublik Deutschland sehr aufschlußreich. Während in der Präambel zur Weimarer Verfassung zum
Ausdruck kommt, daß das deutsche Volk in seinen Stämmen vom Willen beseelt ist, sein Reich in Freiheit und
Gerechtigkeit zu erneuern, wird die Abhängigkeit von der Fremdbestimmung durch die Alliierten in der Präambel
zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland offensichtlich. Warum soll das deutsche Volk ein besonders zu
betonendes Bewußtsein und Verantwortung vor Gott und den Menschen haben? Also erst der Knüppel, und dann
wird die Katze aus dem Sack gelassen: "gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa". Das besagt, die
Verschmelzung des deutschen Volkes in eine europäische Vielvölkerdiktatur war bei Gründung der
Bundesrepublik Deutschland vorgegeben.

Zurück zu den Eidesformeln. Leider sind diese Eide juristisch nicht einklagbar. Politisch werden sie nicht
eingeklagt, weil die politische Kaste der Bundesrepublik Deutschland nicht nur von den 68er Ideologien
durchsetzt ist; sie gehören größtenteils nicht nur dieser "Generation" an, sondern waren und sind auch "Täter". Es
ist nicht zu erwarten, daß diese Täter ihrer Ideologie abschwören. Es gibt übereinstimmend Stellungnahmen
bundesdeutscher Politiker, die beim Thema "Ausländer" auf die für das deutsche Volk belastende Entwicklung
hingewiesen haben. Jedoch - Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, erfordert aktives Handeln!- Und dieses
haben diese Politiker im Sinne des bei ihrer Vereidigung von ihnen geleisteten Schwurs nicht vollbracht. Im
Grunde genommen haben alle Politiker der Bundesrepublik Deutschland nur für ihre eigenen, persönlichen-, wie
Parteiinteressen gehandelt - und dies auf allen Feldern der Politik. Auf außenpolitischem Gebiet waren sie gemäß
ihren eigenen Auffassungen in der Rolle des Sklavenhalters handlungsunfähig.

In der Wirtschaftspolitik hat Ludwig Erhard zwar als Wirtschaftsminister den Begriff der "sozialen
Marktwirtschaft" geprägt, jedoch er beschränkte seine Aktivitäten auf die Narrenfreiheit der Wirtschaft. Das
soziale Gewissen hatte bei den Alteigentümern großer Firmen noch aus ihrer Tradition heraus einen Nährboden.
Mit dem Generations-, Eigentümer- und Managementwechsel verlor der "Soziale Stern" seine Leuchtkraft. Die
Frage: Hat der Arbeiter der Wirtschaft zu dienen, oder hat die Wirtschaft den Schaffenden zu dienen? wurde
durch den Herrschaftsanspruch der Wirtschaft entschieden. Das natürliche Gewinnstreben uferte in eine zügellose
Raffgier aus. Dazu kam noch, daß der technischen Entwicklung nur zögerlich gefolgt wurde. Es war billiger,
Arbeitskräfte aus dem Ausland zur Arbeit ins Land zu holen als die technischen Möglichkeiten zu schaffen, um
mit den vorhandenen deutschen Arbeitskräften die Produktion zu steigern. - Und diesem Treiben sahen alle
Regierungen seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit allen dazugehörigen Regierungsmitgliedern und
dem Beamtenapparat tatenlos zu.

In dem Maße, in dem die 68er in den Gemeinden, Ländern und im Bund den Gang durch die Institutionen
vollzogen, wurde nicht nur das Hereinholen von unqualifizierten Arbeitskräften von Staats wegen gefördert,
sondern auch ausländischen Firmen wurde der goldene Teppich ausgelegt, um Produktionsmittel in der
Bundesrepublik Deutschland zu erwerben. (Siehe aktuell: die deutsche Baufirma Hochtief, die durch die
spanische Pleitefirma ACS annektiert wird. - KHH.) Hierdurch wurden deutsche Arbeitnehmer von zwei
Seiten in die Zange genommen.

Um seinen Arbeitsplatz mußte der deutsche Arbeitnehmer immer mehr mit den ausländischen Arbeitnehmern
konkurrieren. Und dazu kam, daß viele Firmen im Besitz von Ausländern waren. Das führte dazu, daß der
türkische Gemüsehändler, dessen Vorfahren vor ca. 350 Jahren vor Wien aufgehalten wurden, heute lauthals
verkündet, er habe Deutschland aufgebaut. Um der geschichtlichen Wahrheit willen - als Türken zur Arbeit nach
Deutschland kamen, fanden sie ein soziales Netz vor. Dieses Netz war mitentscheidend, daß in ihren
Heimatregionen ihr Wunsch ausgelöst wurde, nach Deutschland zu kommen. Weiterhin bleibt festzuhalten, daß es
Generationen, insbesondere türkischer Menschen gibt, die sich in dieser sozialen Hängematte ausruhen. Und nicht
nur ausruhen. Es sind gerade diese "Mitbürger", die aggressiv den Anspruch erheben, daß Deutschland "ihr Land"
ist.

"Um der Wahrheit durch Klarheit willen: Deutschland ist deutsches Land.
Deutschland ist das Land der Deutschen. Die Bundesrepublik Deutschland
ist ein Staat auf deutschem Boden! Die Autochthonen (Ureinwohner) sind
germanische Stämme. Im Laufe von zweitausend Jahren schlossen sich
diese Ureinwohner zum deutschen Volk zusammen. Dieses deutsche
Volk verteidigte seine Heimat mal mit mehr oder auch mit minderem Erfolg."
Verteidigen wir unsere Heimat auch heute. Verhindern wir, daß die
Nachfahren der aus dem Bauch des trojanischen Pferdes Gekrochenen
unsere Lebensformen verdrängen. Wir haben unseren Enkeln gegenüber
die Verantwortung, daß am Ende dieser Belagerung unserer Heimat, diese
Heimat unseres deutschen Volkes bleibt.


Horst Zaborowski

Aus: "Unsere Deutsche Heimat", Bund für Gesamtdeutschland (BGD), Postf. 11 01 35, D-40501 Düsseldorf.
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Abgeschlossen am 6. Februar 2011.
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Viele Grüße von Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de