W I D E R H A L L - Nr. 60
M ä r z ~ 2 0 1 1 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz


Der Bundesanwalt und sein ermordeter Chef.


Die Polit-Abhängigkeit deutscher Staatsanwälte zeigt sich auch beim Buback-Prozess in Stuttgart. Dort
ist Verena Becker als Mittäterin beim Attentat auf Generalbundesanwalt Buback angeklagt. Die
Bundesanwaltschaft behauptet jedoch, Becker habe nicht geschossen. Woher sie dies Wissen hat, ist
völlig offen. Bis dato weiß - zumindest offiziell - niemand, wer die tödlichen Schüsse abgab. Zeugen
berichteten dem Sohn des Ermordeten, eine Frau habe geschossen. Nun erschüttert eine kürzlich
aufgetauchte dpa-Meldung vom Tag nach der Tat die Vorgaben der Bundesanwälte schwer. Sie
verdeutlicht, daß offizielle Behördenangaben vom Tattag, auch jene der Bundesanwaltschaft selbst,
nachträglich auf den Kopf gestellt wurden. Und zwar komplett. Bis dato wurden Zeugen, die eine Frau
auf dem Motorrad gesehen hatten, als unglaubwürdig oder gar als Lügner bezeichnet. Insbesondere,
wenn sie bezeugten, das Motorrad sei um den Buback-PKW herumgefahren. Die jetzt aufgetauchte
dpa-Meldung zeigt jedoch, daß die Bundesanwälte auch Angaben ihrer eigenen Behörde manipulieren:

"dpa 100 id Buback Chronologie eins - um 09:20 Uhr war Siegfried Buback tot - von dpa-
Korrespondenten Hans H. Mägler und Wolf A. Wiegand Stuttgart/Karlsruhe, 8. April 77 dpa/LSW

" - am Donnerstag, 7. April 1977, wurde der höchste Ankläger der Bundesrepublik Deutschland,
Generalbundesanwalt Siegfried Buback (57), auf offener Straße in Karlsruhe während der Fahrt zum
Dienst erschossen. Das schwerste Attentat der deutschen Nachkriegsgeschichte läßt sich aus den
Angaben der Ermittlungsbehörden wie folgt rekonstruieren:

"09:00 Generalbundesanwalt Siegfried Buback (57) verläßt in seinem Dienstwagen mit Fahrer
Wolfgang Goebel (30) und dem für den Fuhrpark der Bundesanwaltschaft zuständigen
Justizhauptwachtmeister Georg Wurster (43) - der nur gerufen worden war, weil Bubacks Wagen nicht
ansprang - sein Haus in Neureut bei Karlsruhe zur Fahrt in den Bundesgerichtshof.

"09:15 Das Fahrzeug stoppt an der Ecke Linkenheimer Allee / Moltkestrasse in unmittelbarer Nähe des
Bundesverfassungsgerichts an einer roten Ampel. Als das Licht auf grün springt, wird auf das Auto
Bubacks von einem mit zwei Personen besetzten Motorrad aus das Feuer aus einer Maschinenpistole
eröffnet. Göbel wird sofort getötet, Buback stirbt um 09:20 Uhr auf dem Rasen am Straßenrand, wohin
ihn Passanten gelegt hatten. Wurster wird lebensgefährlich verletzt.

"09:16 Das Motorrad vom Typ Suzuki GS 750 mit dem Kennzeichen LU-LN 8 fährt um das zum
Stehen gekommene Auto des Generalbundesanwaltes herum und dann in schneller Fahrt Richtung
Stadtmitte. (Der PKW stand nach Zeugenangaben zwischenzeitlich direkt auf der Kreuzung.)

"Buback Chronologie zwei (Stuttgart/Karlsruhe) 'Alarmfahndung' im gesamten Bundesgebiet.

"10:39 Das Bundesinnenministerium beauftragt das BKA mit der Strafverfolgung. Die Fahndung nach
den Attentätern wird in einer sog. 'Alarmfahndung' auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt.

"11:40 Die Karlsruher Polizei teilt nach der Vernehmung eines jugoslawischen Augenzeugen mit, daß
es sich bei den Tätern um zwei jüngere Personen - eine von beiden möglicherweise eine Frau - handle.
Der Beifahrer habe die Tatwaffe aus einer vor ihm liegenden Tasche geholt.

"Buback Chronologie drei (Stuttgart/Karlsruhe) Fahndung auf Tatfahrzeug konzentriert.

"21:30 Die Karlsruher Behörden haben eine totale Nachrichtensperre verhängt.

"24:00 In der Nacht übernimmt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Leitung der Ermittlungen."

"Karfreitag 8. April 10:20 Uhr: Das BKA gibt bekannt, daß die Fahndung auf die drei mutmaßlichen
Anarchisten Günter Sonnenberg, Knut Folkerts und Christian Klar konzentriert sei." (FAZ)

Die Existenz dieser dpa-Meldung versetzt die Bundesanwälte in Panik. Der Verdacht, man schütze
Verfassungsschutz-Spitzel Verena Becker, ist nun mit Händen zu greifen. Im Gerichtssaal fragt einzig
Nebenkläger Michael Buback zielgerichtet: "Wer konnte von den RAF-Mitgliedern ein solches
Motorrad fahren?" Der Zeuge Boock: "Sonnenberg und Becker." Der Bürger, der diesen Prozeß in den
Medien verfolgt, ist irritiert. Warum liest man von all dem nichts in der Presse? Deren Vertreter sitzen
im Gerichtssaal. Des Rätsels Lösung ist auf dem Gang davor zu beobachten. Dort hält Bundesanwalt
Hemberger private Pressekonferenzen ab. Frau Friedrichsen (SPIEGEL), Herr Janisch (Süddeutsche
Zeitung) und auch Herr Neumeyer (dpa Karlsruhe) lassen sich von ihm in den Block diktieren. Warum
er Zeugen, die exakt das aussagten, was einst auch seine Behörde offiziell verlautbarte, der Lüge
bezichtige, will Bundesanwalt Hemberger indes partout nicht beantworten .

Peine, den 24. Februar 2011
gez.: Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz

Selenz` Kommentar 24. Februar 2011. www.hans-joachim-selenz.de

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Um das Bild zu vervollständigen, weise ich auf zwei weitere Texte zum Buback-Mord von Prof. Selenz
im WIDERHALL hin. Dazu die Direkt-Verweise unten in der Linkliste. K.-H. Heubaum
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Abgeschlossen am 4. März 2011.
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