W I D E R H A L L - Nr. 61
O S T E R N / A p r i l ~ 2 0 1 1 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

K a t a s t r o p h e n .


Einleitung: Nachdem uns im ersten Beitrag Hans-Wolff Graf
vor Panikmache durch die Medien, Regierungen und sonstig
Interessierte warnte und zur Gelassenheit ermahnte, kann ich
die Leserschaft mit Hans-Jörg Müllenmeister konfrontieren,
der uns die Katastrophe des unsichtbaren Strahlenmonsters
"Radioaktivität" verdeutlichen will, wobei ich beim Schnüren
des Überlebenspaketes keine Haftung übernehmen kann, da mir
die Möglichkeit fehlt, die Angaben zu überprüfen! Aber viel-
leicht kann ja in der Tat das Müllenmeister-Buch "Erlebtes
Universum" helfen, daß der Mann am Schluß seiner Ausführungen
empfiehlt. Unter 3 folgt daraufhin ein Bericht über eine Paket-
Bombe, die in einem Büro des schweizerischen Atomkraftwerk-
Verbandes explodierte, was wohl in einem gewissen Zusammenhang
mit dem Reaktor-Gau in Japan steht, wie überhaupr diese Netz-
Seite insgesamt, mündent im vierten Beitrag über die globale
Hirnschmelze (analog zur Kernschmelze in Japan), die sich
auftut, wenn sich erst einmal die Folgen des Reaktor-GAUs
einstellen und jedem von uns sichtbar werden. K.-H. Heubaum

*

1. Menschen in Angst sind leichter zu (ver)führen.
2. Radioaktivität: das unsichtbare Strahlenmonster.
3. Paketbombe explodierte bei AKW-Verband.
4. Globale Hirnschmelze: Nach dem japanischen Reaktor-GAU
- -Ernüchterung über die Folgen der Globalisierung.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hans-Wolff Graf


1. Menschen in Angst sind leichter zu (ver)führen.


Erinnern Sie sich noch an das Thema BSE? 1996 überraschte die britische Regierung Europa mit der
Meldung, daß Rinderwahnsinn auf Menschen übertragbar sei. Eilfertige Wissenschaftler und pharma-
nahe Institute prognostizierten, bis 2010 würden bis zu 10 Millionen Menschen an dieser Krankheit
sterben. Realiter starben in Großbritannien bis heute 174 Menschen, in Deutschland niemand.

Unter 'YK2' ging ab März 1999 die Schreckensmeldung um die Welt, daß am 1. Januar 2000
mutmaßlich sämtliche Elektrogeräte mit Computerships aufgrund des Jahrtausendwechsels ausfallen
würden. Etwa 600 Milliarden Dollar investierten damals private und öffentliche Betriebe weltweit, um
dieser Gefahr zu begegnen. Von auch nur nennenswerten, wirklich eingetretenen Schäden wurde nie
etwas bekannt.

Bis 2001 war der Bazillus Anthrazis, der Milzbrand auslöst, nur Fachbiologen bekannt. Dann erhielten
neun Politiker und Behörden in den USA eben diesen Milzbrand-Erreger per Post, woraufhin die
Medien über Monate eine weltweite Panik initiierten. Alleine die US-Regierung investierte rund 50
Milliarden US-Dollar zur "Bekämpfung biologischer Angriffe". SARS, eine Lungenkrankheit, wurde
2002 in China entdeckt, woraufhin die World Health Organization (WHO, die
Weltgesundheitsorganisation der UNO) die erste globale Epidemie des 21. Jahrhunderts befürchtete;
auch dies ein mediales Thema, was uns alle über Monate in Atem hielt. Bislang gab es weltweit etwa
1.000 mutmaßlich auf SARS zurückzuführende Tote.

2006 schleppten Wildenten den "Vogelgrippe"-Virus, der dann, auf heimisches Geflügel übertragen,
Geflügelpest hieß, nach Deutschland ein. Flugs wartete der Pharmakonzern Roche mit dem Impfstoff
Tamiflu auf und erzielte damit bis 2008 einen Gewinn von etwa drei Milliarden Euro. Die WHO
rechnete weltweit mit 150 Millionen Toten. Bisher sind etwa 300 Menschen mutmaßlich an der
Vogelgrippe verstorben.

2009 wurde erstmals ein Fall bekannt, bei dem das bereits seit Jahrzehnten bekannte H1N1-Virus, der
Erreger der Schweinegrippe, auch auf den Menschen übertragen wurde. Hierfür gaben allein die
deutschen Behörden etwa 300 Millionen Euro für Impfstoffe aus, und erstmals wurde sogar über eine
Zwangsimpfung (!) nachgedacht. Die Schweinegrippe forderte bislang in Deutschland etwa 250 Tote;
an der normalen Grippe sterben jährlich alleine hierzulande etwa 22.000 Menschen.

Ob Erdbeben und Tsunamis, Vulkanausbrüche oder Tornados, Epidemien oder Terroranschläge -
nichts beflügelt die Medien mehr, um Leser, Hörer und Zuschauer in geradezu "lustvoll" inszenierter
Weise in Panik und Schrecken zu versetzen. Sie appellieren damit an Urängste, die selbst dann
lähmende Wirkung auslösen, wenn die Orte des Geschehens und damit die Gefahr fernab liegen, eine
unmittelbare Gefahr also gar nicht vorliegt.

Im Begleittroß dieser medialen Schreckensmeldungen profilieren sich dann mediengeile Politiker, die
einschlägigen Talkshows mit Prominenten und den üblichen Claqueuren; eilfertige [zumeist öffentlich-
(un)rechtliche] Wissenschaftler untermalen das Geschehen mit drohenden apokalyptischen
Fachberichten; Pharmaunternehmen wittern neue Geschäftsfelder und humanitäre Organisationen -
natürlich nur die großen - sammeln fleißig Spenden, über deren Verbleib die Öffentlichkeit so gut wie
nie informiert wird.

Dabei weiß jeder, daß genetische Mutationen von Krankheitserregern und Naturkatastrophen völlig
natürliche Geschehnisse sind - beileibe nicht nur auf unserer Erde, sondern auch im gesamten Kosmos
- und wohl auf ewig immer wieder auftreten. Nur uns Menschen eigen ist, daß wir darauf geradezu
traumatisch reagieren, Medien, Politiker und andere Meinungsführer uns diese Geschehnisse
phantasievoll ausmalen und bestimmte Konzerne diese kommerziell ausschlachten.

Die meisten der Katastrophen, die wir heute gewärtigen, werden aber ohnehin durch Menschen
verursacht: Kriege und Bürgerkriege, Attentate und Terroranschläge, Erosionen und Dürren (durch
Monokulturen und gewinnorientierte Abholzung, Überfischung und Ausrottung ganzer Kulturen), die
steigende chemische Vergiftung von Flüssen, Seen und Meeren, der radikale Abbau von Rohstoffen,
Kriminalität aller Art, sowie die steigende Anzahl von körperlichen, emotionalen und psychischen
Krankheiten, die wir so gerne als Folgen der Verstädterung oder konglomerativ als
"Zivilisationskrankheiten" titulieren. So waren von den rund 400 Fluten, Stürmen und Erdbeben, die
zwischen 1998 und 2009 (von den weltweiten Versicherungen akribisch notiert) auftraten, etwa 11
Millionen Menschen betroffen, daß jedoch weltweit etwa 9 Millionen Kinder vor Erreichen des 12.
Lebensjahres an Hunger, mangelnder Versorgung mit Wasser und dadurch bedingten Krankheiten
sterben, etwa 500.000 Menschen pro Jahr durch (Bürger-)Kriege ihr Leben und weitere 1,2 Millionen
ihre Gesundheit verlieren, rund 1,6 Milliarden Menschen in latentem Hunger leben und weitere 1,5
Millionen unter Zwangsprostitution leiden, wird selten medial thematisiert und deshalb kaum beachtet
und zur Kenntnis genommen.

Bei aller Tragik für die jeweils Betroffenen - wir sollten ruhiger, unaufgeregter, rationaler und damit
mutmaßlich hilfreicher und effektiver mit derartigen Katastrophen umgehen, als daß wir uns von
Medien und Politikern in Panik versetzen, von merkantilen Interessen sich darauf stürzender Konzerne
ausbeuten und emotional mißbrauchen lassen.

Die effektivste Hilfe in derartigen Momenten kommt ohnehin immer nur aus dem engsten Umfeld und
auf kommunaler Ebene, nicht von profilierungssüchtigen Politikern, kommerziellen Profiteuren oder
sensationsgierigen Vertretern der Medien.

Hans-Wolff Graf

ePost: hw.graf(A)efv-ag.de
www.zeitreport.de

* * * * * *

2. Radioaktivität: Das unsichtbare Strahlenmonster.


Von Hans-Jörg Müllenmeister

Aufgeschreckt durch die furchtbare AKW-Katastrophe in Japan, erwachte das Tschernobyl-Monster
wieder aus seiner Todesstarre im Sarkophag. Erneut rückten mögliche globale Strahlenfolgen ins
Bewußtsein. Nein, die Menschheit hat die Radioaktivität nicht gebändigt, oft nicht einmal ihre Wirkung
verstanden. Die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes ist
ungleich Null, und damit latent.

Radioaktivität entzieht sich unseren Sinnen. Dafür fehlt uns der Sensus. Das erzeugt Angst. Die rasche
Folge immer neuer Schreckensnachrichten, die um den Globus hasten, erzeugt zudem einen
Abstumpfungseffekt.

Gewiß, Radioaktivität ist meßbar, aber vielen von uns sind die dargebotenen Meßwerte in Röntgen,
Becquerel, Curie, Sievert oder Gray genau so unheimlich wie die Strahlung selbst. Was verbirgt sich
z.B. hinter einer Strahlendosis von 1000 Milli-Sievert, wie schädlich ist diese für unseren Körper? Das
sind z.B. Fragen, die wir uns stellen. Und was ist normal. Wieviel ist schädlich?

Ein Erbe unseres Planeten ist die natürliche Radioaktivität. Permanent bestrahlt uns die Höhenstrahlung
aus dem Weltall. Die Atemluft enthält das radioaktive Edelgas Radon-222, meist angedockt an
Aerosolen. Und unsere Nahrung? Wir nehmen z.B. Kalium auf: ein Gemisch aus den drei Isotopen K-
39, K-41 und das radioaktive K-40 mit nur etwa 0,012% Masseanteil. Das alles sind gleiche Atome,
die sich nur durch die Anzahl ihrer Neutronen im Kern unterscheiden. Stellen Sie sich diese drei
Isotope wie Drillingsbrüder vor. Nur das Isotop Kalium-40 ist radioaktiv. Im Gegensatz zu seinen
stabilen nichtstrahlenden Atom-Brüdern hat K-40 eine extreme Halbwertszeit von 1,28 Milliarden
Jahren, d.h. nach dieser Zeit ist erst die Hälfte einer anfänglich vorhandenen Anzahl Kerne zerfallen.
Aus Zeitgründen sollten Sie das nicht nachzuprüfen.

Das Becquerel.
Nach der Nahrungsaufnahme bestrahlt uns innerlich der Anteil aus Kalium-40: In jeder Sekunde
zerfallen in unserem Körper etwa 5000 Kalium-40-Atomkerne; dabei senden sie Energie in Form von
Beta- und Gamma-Strahlen aus. Machen wir daran die Meßeinheit Becquerel Bq fest: es sind die
Teilchen-Zerfalle in einer Sekunde. Wenn 5000 Atomkerne pro Sekunde zerfallen, dann sind das im
Beispiel 5000 Becquerel. Die früher benutzte Einheit für die Radioaktivität heißt Curie Ci, zu Ehren
der Nobelpreisträgerin Madame Curie (1 Ci = 37 Milliarden Bq; 37 Bq = 1 Nano-Curie). Auch im
Boden tragen mehrere Radionuklide zur natürlichen Radioaktivität bei: 1 kg Erde hat im Mittel eine
Aktivität von einigen hundert Bq.

Die bisherige künstliche Radioaktivität unserer Umwelt stammt aus den Kernwaffenversuchen der 60er
Jahre; sie lässt strahlend grüßen, auch die des Reaktorunfalls Tschernobyl, ferner die aus den Kriegen
in Irak, Kosovo und Afghanistan, aber auch die aus der Industrie, Medizin und Forschung. Nach dem
Reaktorunfall in Tschernobyl reicherte sich z.B. in Röhrenpilzen oder im Wildfleisch radioaktives
Cäsium-134 und Cäsium-137 an. Bis zum heutigen Tag ist das meßbar.

Zerfallsarten.
Wenn Radionuklide zerfallen, werden Teilchen mit hoher Geschwindigkeit ausgesandt. Sie ionisieren
das umgebende Material und werden dabei abgebremst. Zerfallsarten sind der Alpha- und der Beta-
Zerfall. Dabei sendet der Atomkern oft auch Gamma-Strahlung aus. Diese Zerfallsarten haben
unterschiedliche Gefährlichkeit.

Was ist ein Alpha-Zerfall? Da schleudert der zerfallende Kern Alpha-Teilchen heraus. Das sind
Heliumkerne, die jeweils aus zwei Protonen und zwei Neutronen bestehen. Alpha-Strahlung hat in Luft
eine Reichweite von einigen Zentimetern, sie durchdringt aber kaum die menschliche Haut. Doch
Vorsicht: eingeatmete Alpha-Teilchen zerstören das Lungengewebe. Alpha-Strahlung entsteht z.B.
beim Zerfall von Radon-222, Uran-238 und Plutonium-239.

Beim durchdringenderen Beta-Zerfall mit Beta-Teilchen wird ein Elektron aus dem zerfallenden Kern
herausgeschleudert. Die Beta-Strahlung hat in Luft eine Reichweite von Metern. Sie wirkt wie ein
Steckschuß im Körper und entsteht z.B. beim Zerfall Kohlenstoff-14, Kalium-40, Strontium-90 und
Cäsium-134 oder -137.

Bei einem Alpha- oder Beta-Zerfall entsteht oft auch Gamma-Strahlung. Das ist elektromagnetische
Strahlung wie die Röntgenstrahlung oder der UV-Anteil des Sonnenlichts. Gamma-Strahlung
durchdringt Materie wie ein glatter Durchschuß - um im Bild zu bleiben. Bei hoher Energie durchdringt
Gammastrahlung hunderte von Metern Luft, menschliches Gewebe bis zu etwa einem Meter. Gamma-
Strahlung wird z.B. bei den Beta-Zerfällen von Kalium-40 und Cäsium-134 ausgesandt, aber auch
beim Alpha-Zerfall von Uran-238.

Strahlenschutz und Strahlenschäden.
Wie schützen wir uns vor diesen Strahlungen? Durch einen ausreichenden Abstand von der
Strahlenquelle oder wir schirmen die Strahlung ab. Für das Abschirmen von Alpha- und Beta-Strahlung
genügen relativ dünne Materialschichten aus Papier oder Aluminiumblech. Alpha-Strahlung
durchdringt kaum die Haut. Für das Abschirmen von Beta-Strahlung genügt bereits die Kleidung, für
die Augen eine Brille. Zur Abschwächung von Gamma-Strahlung wird dickes und schweres Material
wie Beton oder Blei benötigt.

Wirkt die Energie der Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlung auf Atome und Moleküle lebender Zellen
ein, können Bindungen aufbrechen und die Chemie kann sich verändern; Zell- und Organstrukturen
erleiden gesundheitliche Schäden. Es können Akutschäden, Spätschäden und Erbschäden, also
genetische Veränderungen entstehen. Will man das gesundheitliche biologische Strahlenrisiko
beurteilen, muß man eine Organdosis einführen. Sie ist maßgebend für Akutschäden - aber auch eine
effektive Dosis - bezüglich Krebs und genetische Schäden.

Biologische Dosis.
Ausgangspunkt für die Organ- und für die effektive Dosis ist die Energieabgabe der Strahlung pro kg
Masse, etwa an Geweben oder an ein Organ. Die übertragene Energie ist physikalisch meßbar; sie läßt
sich mit Dosimetern bestimmen. Für die biologische Schädigung ist vor allem entscheidend, ob die
durchdringende Strahlung das Gewebe stark oder weniger stark ionisiert. Diese Ionisationsdichte ist bei
Alpha-Strahlung größer als bei Beta- und Gamma-Strahlung, selbst bei gleicher Energieabgabe. Man
beschreibt diese Unterschiede der Strahlenarten mit einem Zahlenfaktor: die übertragene Energie wird
für jede Strahlenart mit dem ihr zugehörigen Faktor gewichtet. Röntgen- und Gammastrahlung dienen
als Referenz, ihren Wichtungsfaktor setzt man gleich Eins. Für die Alpha-Strahlung ist dieser Faktor
bis zwanzigmal größer.

Wirkung ionisierender Strahlung auf den Menschen.
Multipliziert man die Energieabgabe pro kg an ein Organ mit dem Wichtungsfaktor der einwirkenden
Strahlenart, so erhält man den Dosiswert an Gamma-Strahlung, der die gleiche Organschädigung
bewirkt wie die Strahlenart, der das Organ tatsächlich ausgesetzt war. Ein derartiger Dosiswert
berücksichtigt also die dem Gewebe übertragene Energie und außerdem die unterschiedliche
biologische Wirkung verschiedener Strahlenarten.

Die Maßeinheit für die Organdosis und die effektive Dosis ist das Sievert Sv. Verwirrend: In der
Nuklear-Medizin wird als Einheit das Gray benutzt, das auch 1 Sievert entspricht. Für Gamma- und
Beta-Strahlung gilt: 1 Sv = 1 Joule/kg. Das ist also eine Energie von 1 Joule, bezogen auf die Masse
von 1 kg. Für andere Strahlenarten wird bei gleicher Energieabgabe der Dosiswert in Sievert um den
Wichtungsfaktor der Strahlenart größer als für die Gamma-Strahlung. Kleine Dosen werden in
Millisievert (mSv) angegeben; 1 Sv entspricht 1000 mSv. Früher gebrauchte man die Einheit rem; als
Umrechnung gilt: 1 Sv = 100 rem. Kurz: eine angegebene Strahlendosis in Sievert berücksichtigt also
die dem Gewebe übertragene Energie und außerdem die unterschiedliche biologische Wirkung der
Strahlenarten.

Akutschäden.
Akutschäden an einem Organ entstehen nur, wenn die Organdosis einen gewissen Schwellenwert
übersteigt. Dieser beträgt bei kurzzeitiger Bestrahlung über Stunden etwa 0,5 Sv für sensible Organe.
Wird indes eine Dosis über Tage oder Wochen verteilt, dann liegt die Schwellendosis höher. Eine
Trübung der Augenlinse kann beispielsweise bei kurzfristiger Bestrahlung ab etwa 2 Sv beginnen; bei
langfristiger Bestrahlung tritt dies erst bei rund 10 Sv auf - aufgenommen über Jahrzehnte.

Ist der ganze Körper von der Strahlung betroffen, verändert sich das Blutbild, später kommt es zu
Übelkeit und Erbrechen. Bei kurzzeitiger Bestrahlung durch Gamma-Strahlung mit etwa 5 Sv
erkranken alle Betroffenen, etwa 50% davon nehmen einen tödlichen Verlauf. 8 Sv führen
höchstwahrscheinlich zum Tode. Keimendes Leben und Kinder sind strahlenempfindlicher als
Erwachsene - wegen der höheren Teilungsrate der Zellen. Bei hohen Dosen können später auch noch
Krebs und Erbschäden auftreten.

Spätschäden.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Spätschaden wird mit zunehmender Dosis größer. Man kann aber
nicht sagen, daß eine Dosis bis zu einem bestimmten Wert ungefährlich sei, darüber aber plötzlich
gefährlich. Der Körper vergißt keine Strahleneinwirkung, er addiert alle im Laufe der Zeit
aufgenommenen Dosen zu einer Gesamtdosis. Krebs und Erbschäden können auch durch kleine Dosen
entstehen. Die Dosis gibt an, wie groß die Wahrscheinlichkeit dafür ist.

Umgang mit dem Geigerzähler.
Hat die Messung mit einem Geigerzähler für den Laien eine Aussagekraft? Nun, ein einfaches Geiger-
Müller-Zählrohr registriert unbewertet nur die Anzahl der eintreffenden Impulse. Die unterschiedliche
Ionisierungsfähigkeit im Gewebe und kinetische Energie von z. B. Alpha- und Betastrahlung bleibt
unberücksichtigt. Zunächst erschrickt der Unkundige, weil sein Geigerzähler stets eine Impulsrate
anzeigt. Das ist aber die immer vorhandene Hintergrundstrahlung. Diese kosmische Strahlung ist eine
hochenergetische Gammastrahlung, sie muß man vom Meßergebnis abziehen. Mit einem einfachen
Filtertrick" vor dem Zählrohr läßt sich der Geigerzähler auf die Strahlungsart einstellen: bereits ein
Karton genügt, um die Alphastrahlung abzublocken. Man mißt dann die Beta- und Gammastrahlung.
Ein zwei Millimeter dickes Aluminiumblech blockt die Beta- und Alphastrahlung ab. Gemessen wird
dann reinrassig die Gammastrahlung. Mit einem einfachen Geigerzähler läßt sich sehr wohl eine
vorhandene künstliche Radioaktivität feststellen.

Haben wir doch Sinne für die Radioaktivität?
Kaum zu glauben, aber eine starke Röntgenstrahlung ist im abgedunkelten Raum als schwacher,
blaugrauer Schein wahrzunehmen. Das Wissen darum ist vergessen. Der gute alte Vater Röntgen hätte
Ihnen das bestätigen können. Vermutlich funktioniert diese Erregung auf den Sehnerv durch eine
Phosphoreszenz im Augapfel. Und daß die Liquidatoren, die selbst ernannten biologischen Roboter in
Tschernobyl, wegen des Ernstes der Lage wahrlich kein Blech redeten, als sie durch die starke
Strahlung einen metallischen Geschmack im Mund vorgaben, auch das ist dokumentiert.

Schnüren Sie bald Ihr Überlebenspaket. Neben einer Handvoll Gold- und Silbermünzen, je ein Glas
kolloidales Silber und Natriumchlorit, eine Tüte Bittermandeln, eine Dose Basenpulver, einer Tinktur
Strophanthin, eine Schachtel Vitamin D, dehydrierte Nahrung, Sauerkraut, ausreichend Kerzen und
eine gute Lektüre. Altruistisch wie ich bin, empfehle ich Ihnen mein Buch "Erlebtes Universum".
Genießen Sie es im Schein des Kerzenlichts. Darin steckt übrigens viel Spannendes, auch zum Thema
Radioaktivität und Co.

* * * * * *


3. Paketbombe explodierte bei AKW-Verband.


<http://www.20min.ch/dyft/01f3e5/F_.S44.W600.C3355443/Paketbombe%20explodierte%20bei%20
AKW-Verband.png>

Beim Anschlag gegen das AKW-Konsortium Swissnuclear in Olten wurden zwei Frauen verletzt. Die
heftige Explosion hinterliess ein Chaos in den Räumen, ein Opfer ist immer noch im Spital.

Kurz nach 8 Uhr ist in einem Geschäftsgebäude in Olten eine Paketbombe explodiert. Dabei wurden
zwei Frauen verletzt. "Sie haben die explosive Sendung geöffnet", sagt Thalia Schweizer, Sprecherin
der Kantonspolizei Solothurn. Beide Frauen erlitten ein Gehörtrauma, eine Frau erlitt zudem
Verletzungen im Brustbereich und an den Armen, teilte die Polizei vor Ort mit. Die beiden Opfer
wurden ins Spital gebracht, eine Frau konnte die Klinik wieder verlassen. Die Wucht der Explosion
räumte einen Tisch ab und hinterließ gemäß Polizei ein Chaos. Die Explosion sei auch in der
angrenzenden UBS-Filiale deutlich zu hören gewesen, so ein UBS-Mitarbeiter gegenüber 20 Minuten
Online. Das Gebäude habe gezittert.

Der Anschlag galt entgegen ersten Meldungen nicht der UBS, sondern hat ganz offensichtlich einen
politischen Hintergrund: Die explosive Sendung war an Swissnuclear adressiert. Der Zusammenschluß
der Schweizer AKW-Betreiber setzt sich "für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb der
Kernkraftwerke in der Schweiz" ein, wie es auf der Homepage
<http://swissnuclear.ch/de/home.html>
heisst. Sie ist im selben Gebäudekomplex wie die UBS an der Froburgstrasse 17 einquartiert. Für eine
Stellungnahme war bislang niemand erreichbar. Gemäss Polizei wurden die Angestellten des
betroffenen Büros evakuiert. Insgesamt befanden sich fünf Personen in den Büroräumlichkeiten im
sechsten Stock. Das Gebäude wurde zwischenzeitlich abgeriegelt, inzwischen haben die restlichen
Firmen den Betrieb wieder aufgenommen.

Greenpeace demonstriert gegen AKW-Betreiber.

Seit dem frühen Morgen demonstriert Greenpeace in Olten gegen den AKW-Betreiber Alpiq. Die
Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang gibt. Der Umweltverband betonte, dass er damit nichts zu tun
habe. "Wir sind selber schockiert", sagt Sprecher Yves Zenger gegenüber der "Aargauer Zeitung".
Greenpeace stehe für absolute Gewaltfreiheit. "Wir verurteilen den Anschlag gegen Swissnuclear aufs
Schärfste."

Der Stadtpräsident von Olten hat rund eine Stunde nach der Explosion vom Anschlag erfahren. "Ich bin
fassungslos", so Ernst Zingg. Er könne über eine solche Tat nur den Kopf schütteln. "In der
Atomdebatte ist aber im Moment ganz offensichtlich mit allem zu rechnen", so Zingg weiter. Um so
wichtiger sei es, daß der Anschlag nun schnell aufgeklärt werde und die Bevölkerung Klarheit erhalte
über die Hintergründe und die Täter.

Im Büro von Swissnuclear ist der kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei mit der
Spurensicherung beschäftigt. Zur Verstärkung der Ermittlungen ist der forensische Dienst aus Zürich
eingetroffen. Die Polizei erhofft sich aufgrund des Sprengmaterials und der Bauart des Zünders
Anhaltspunkte auf die Urheber. "Es gibt bisher kein Bekennerschreiben", sagt Polizeisprecherin
Schweizer.

Leuthard: "Keine falschen Schlüsse daraus ziehen".

Energieministerin Doris Leuthard mochte sich an einer Medienkonferenz in Bern nicht zum Anschlag
äußern. Darauf angesprochen sagte sie: "Ich kann dazu noch nichts sagen." Sie sei auf dem Weg zur
Medienkonferenz darüber informiert worden, daß Online darüber berichtet werde, wolle aber nicht
falsche Schlüsse ziehen. Der Anschlag stieß aufgrund der aktuellen Atomdebatte weltweit auf großes
Interesse: Online-Portale von Österreich über Deutschland bis in die USA und Dubai berichteten über
den Anschlag.

* * * * * *


Woran die meisten Menschen gar nicht denken .........

4. Globale Hirnschmelze: Nach dem japanischen Reaktor-GAU
- - Ernüchterung über die Folgen der Globalisierung.


Von Udo Ulfkotte

In den vergangenen Tagen haben manche Menschen bestimmte Vorräte angelegt: Thunfisch in Dosen
beispielsweise. Der kommt aus dem Pazifik. Und er wird in den kommenden Wochen garantiert nicht
gesünder. Niemand behauptet, daß Thunfisch künftig ausverkauft oder aber extrem radioaktiv belastet
sein wird. Aber gesünder wird der künftige Fang im Pazifik (unabhängig davon, wo er abgepackt
wurde) eben garantiert auch nicht werden. Was dem Durchschnittsbürger der Thunfisch, sind der
Industrie Rohstoffe, Ersatz- und Fertigteile für die Produktion. Und auf diesem Gebiet hat der GAU in
Japan eben Folgen, die wir derzeit offenkundig noch nicht richtig wahrnehmen (wollen). In
Deutschland kriegen wir jetzt wegen des Japan-GAUs erst mal Kurzarbeit. Die komplette Ernüchterung
über Japan und die in diesem Zusammenhang gut zu sehenden Folgen der Globalisierung steht uns in
den kommenden Wochen aber wohl erst noch bevor. Mitte April werden die ersten radioaktiv
kontaminierten Frachter aus Japan europäische Häfen anlaufen. Reedereien und Behörden tüfteln an
Notfallplänen. Doch was tun? Die Ratlosigkeit ist nicht nur beim Thema Containerschiffe groß.

40 Kilometer von den havarierten japanischen Kernreaktoren entfernt steht in Onahama ein weltweit
einzigartiges Werk für Farbpigmente, die metallischen Autolacken eine besondere Brillanz geben.
Ford, Chrysler, Volkswagen, BMW, Toyota und General Motors - sie alle verwenden diese Lacke und
werden nun nicht mehr beliefert. Bestimmten Autoherstellern gehen jene Farben aus, für die man nicht
mal eben schnell irgendwo auf dem Weltmarkt Ersatz beschaffen kann. Wer seinen Blickwinkel
allerdings nur auf die Produktion im unmittelbar betroffenen Erdbebengebiet verengt, der wird im
wahrsten Sinne des Wortes Schiffbruch erleben. Die internationalen Containerschiffe fahren ja nun
wegen der Radioaktivität auch die Bucht von Tokio nicht mehr an. Doch von dort werden 40 Prozent
der japanischen Containerfracht exportiert. Ein Drittel des Bedarfs für Chips, die weltweit in
Neufahrzeuge eingebaut werden, fällt auf absehbare Zeit aus. Der schwedische Autohersteller Volvo
muss Fabriken schließen, weil Komponenten für Klimaanlagen und Navigationsgeräte nicht mehr
geliefert werden können. Auch General Motors muss Werke schließen.

Doch es geht nicht nur um die Autoindustrie: Der Boeing-787 Dreamliner, eines der modernsten
Passagierflugzeuge der Welt, kann nicht ausgeliefert werden. Fast die komplette Elektronik kommt
ebenso wie die Komponenten für den Bau der Tragflächen aus Japan. Auch die japanische Fabrik, in
der die Polymere für die Batterien des iPod hergestellt werden, ist geschlossen. Caterpillar muß die
Produktion runterfahren. Auch Apple und Hewlett Packard beziehen ihre Chips ausschließlich aus
Japan. Ebenso schlimm ist das Erdbeben für die französische, britische, amerikanische, niederländische
und spanische Rüstungsindustrie: Sie können Exportaufträge nicht mehr ausführen und stehen vor
Milliardenverlusten, weil die japanischen Präzisionschips fehlen. Die Musikindustrie trifft es ebenso -
japanische Studioelektronik kann nicht mehr geliefert werden. Stark betroffen ist auch die
Medizintechnik, ebenso die optische Industrie.

Die Deutsche Logistik-Zeitung warnt denn auch: Fehlende Chips bremsen Produktion aus. Weltweit
zittern Konzerne vor der drohenden Knappheit von Elektronikbauteilen. Die Folge: Preise für
japanische (Ersatz-) Teile explodieren.

Logistiker suchen derzeit unter Hochdruck nach Ersatzlieferanten. Doch die haben ihre Fabriken
entweder im extrem erdbebengefährdeten kalifornischen Silicon Valley oder im Tsunami-gefährdeten
Asien. Der Kernschmelze der Reaktoren könnte bei den Logistikern auf der Erkundungsreise die
Hirnschmelze folgen. Denn sie werden feststellen müssen, dass es bei kurzfristiger Sichtweise durchaus
billiger sein mag, teilweise fern der tatsächlichen Montagestätten Teile produzieren zu lassen. Auf
lange Sicht aber stellt die Globalisierung garantiert einen Produktionsnachteil dar. Das dürfte nach dem
GAU in Japan vielen klar werden.

P.S.: Ein Containerschiff braucht von Asien bis nach Europa etwa 30 Tage. So lange befindet es sich in
der "Pipeline". Der Lieferengpaß für japanische Ersatz- und Bauteile wird also nicht überall schon jetzt
sichtbar. Erst, wenn das letzte noch vor dem Tsunami vom 11. März ausgelaufene Schiff bei uns
angekommen ist, wird der Nachteil der Just-in-Time-Global-Philosophie in voller Breite sichtbar. Und
dann heißt es Nachdenken darüber, ob wir das künftig alles auch weiterhin so wollen.

*

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/udo-ulfkotte/globale-hirnschmelze-nach-
dem-japanischen-reaktor-gau-ernuechterung-ueber-die-folgen-der-globalisie.html

Zuwanderer kosten dem deutschen Staat jährlich 16 Milliarden Euro. Für die Gesamtzeit der BRD hat
mittlerweile Udo Ulfkotte diese Zahl recherchiert: "Über eine Billion (!) Euro haben Migranten allein in
Deutschland in unseren Sozialsystemen bislang an Schäden verursacht." Siehe sein obiges Buch.
==============================================
Abgeschlossen am 13. April 2011.
==============================================

===================================================================
Vielen Dank für den Besuch der Homepage. Bitte weiterempfehlen und wieder
reinschauen. In unregelmäßigen Abständen kommen neue Beiträge hinzu. Anregungen,
Kritik und Beiträge sind willkommen. Bei Leser-Briefen setze ich die Erlaubnis
zur Veröffentlichung voraus, wenn nichts anderes angegeben wird.
A C H T U N G ! A C H T U N G ! A C H T U N G ! ! Um den Suchrobotern im Netz
das Auffinden von ePost-Adressen möglichst zu erschweren, verwende ich in
allen eBrief-Anschriften anstelle des @ die Zeichenfolge (A)
Ich verweise ausdrücklich auf den Haftungsausschluss und die Bekanntmachungen
gleich am Anfang meiner Hauptseite hin, gültig für alle von mir veröffentlichten
Weltnetz-Seiten. Viele Grüße von Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de