W I D E R H A L L - Nr. 65
W E I H N A C H T - D e z e m b e r 2 0 1 1 .
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Syrien: Wahrheit oder Lüge?

Die Medienpropaganda gegen Syrien.


Geschrieben von Maria Lourdes am 03/12/2011

Seitenbetreiber: Der Artikel ist etwas holprig,
aber ich korrigiere nur, wenn es unerläßlich ist.
Im Anschluß folgen noch zwei weitere Äußerungen
zum Thema. KHH.

*

Seit acht Monaten schüren die westlichen Führungen und gewisse öffentliche Medien Propaganda für einen Krieg
in Syrien.

Die Anklagen extremsten Gewichtes, die sie gegen Bachar el-Assad vorbringen, erschrecken jene, die sich Fragen
über die guten Gründe einer neuen militärischen Intervention stellen.

Alle? Nein, weil mit Hilfe des Netzwerk Voltaire, einige hierher gekommen sind, um das Ausmaß der NATO-
Propaganda zu überprüfen.

Thierry Meyssan von voltairenet.org - zieht die Bilanz des Medien-Kriegszustandes.

Im Jahre 1999, während des Krieges im Kosovo, entrüstete sich Netzwerk Voltaire, dass Frankreich in diesen
Konflikt auf Seiten der NATO, ohne eine Abstimmung im Nationalrat, mit der passiven Komplizenschaft des
Parlamentsgruppenpräsidenten, eintreten könnte. Wir vermuteten, dass die Weigerung des Präsidenten der
Republik und des Premierministers, eine authentische Debatte zu organisieren, ein schlimmes Vorzeichen für die
Transparenz wäre, mit der dieser Krieg geführt würde.

So nahmen wir die Initiative ein tägliches Blatt über den Konflikt herauszugeben. Da die Internetsite der
serbischen Regierung sofort von der atlantischen Allianz zerstört wurde, besaßen wir keine Möglichkeit, an die
serbische Version der Ereignisse heranzukommen.

Deshalb haben wir uns bei den Presseagenturen der Gegend abonniert (kroatischen, bosnischen, griechischen,
zypriotischen, türkischen, ungarischen und mehr). Während der ganzen Dauer des Konflikts haben wir jeden Tag
eine Zusammenfassung der Pressekonferenz der NATO in Brüssel sowie eine Zusammenfassung der
Zeugenaussagen der Journalisten der Anrainerländer veröffentlicht; Länder, die manchmal schwere Streitsachen
mit Serbien hatten, deren Regierungen aber untereinander die gleiche Version der Ereignisse teilten.

Im Laufe der Zeit spaltete sich die NATO-Version von der der lokalen Journalisten ab, bis sie nichts mehr
gemeinsam hatten. Am Ende handelte es sich um zwei radikal unterschiedliche Geschichten. Wir hatten nicht die
geringste Möglichkeit zu wissen, wer lüge oder ob eine der beiden Quellen die Wahrheit sagte. Unsere Leser
hatten den Eindruck schizophren zu werden, umso mehr als die westeuropäischen Medien nur die NATO-Version
brachten und folglich, unsere Leser nur durch uns mit den zwei Versionen konfrontiert waren. Wir haben diese
Ausdruckweise drei Monate lang weitergeführt.

Als die Waffen endlich schwiegen und die Kollegen und Freunde sich auf Ort begeben konnten, haben sie mit
Bestürzung festgestellt, dass es nicht "Propaganda auf beiden Seiten" gegeben hat. Nein: die NATO-Version war
vollkommen verfälscht, während die der örtlichen Journalisten vollkommen richtig war. In den darauffolgenden
Monaten berichtigten Parlamentsberichte in mehreren Ländern der Allianz die Tatsachen.

Mehrere Werke erschienen über die, von dem Kommunikationsberater Tony Blairs erfundene Methode, die es der
NATO ermöglichte, die ganze westliche Presse zu manipulieren: das "story telling". Es ist möglich, alle westlichen
Journalisten zu hintergehen und ihnen die Tatsachen zu verheimlichen, wenn man ihnen ein Kindermärchen
erzählt, unter der Bedingung, die Erzählung nie zu unterbrechen, sie mit Referenzen zu spicken, die
anteilnehmende Gefühle erwecken und die ihre innere Kohärenz bewahren.

Ich hatte nicht den Reflex gehabt vor dem Kriegsausbruch nach Serbien zu fahren und ich habe es auch nicht
während der bewaffneten Auseinandersetzung machen können. Jedoch, lieber Leser, heute bin ich in Syrien, wo
ich mir die Zeit genommen habe, zu forschen und wo ich diesen Artikel schreibe. Er ist mit vollkommener
Sachkenntnis geschrieben, so dass ich behaupten kann, dass die NATO-Propaganda heute in Aktion ist, was
Syrien betrifft, wie sie einst in Serbien funktionierte.

Die Allianz hat begonnen, eine von der Wirklichkeit entfernte Geschichte zu erzählen, deren Ziel es ist, eine
"militärische humanitäre Intervention" zu rechtfertigen, gemäß dem Blair’schen Oxymoron. Die Parallele endet
hier: Slobodan Milosevic war ein Kriegsverbrecher, den man als Verbrecher gegen Menschenrechte darzustellen
versuchte, um sein Land in Stücke zu reißen; Bachar el-Assad ist ein Widerstandskämpfer gegen Imperialismus
und Zionismus, der die Hezbollah unterstützt hat, als der Libanon angegriffen wurde und der die Hamas und den
islamischen Dschihad unterstützt, in ihrer Suche nach Freiheit der palästinensischen Heimat.


V i e r ~ L ü g e n ~ d e r ~ N A T O :

1. Gemäß der NATO und ihren Alliierten im Golf hätten Massendemonstrationen seit acht Monaten in Syrien
stattgefunden, um mehr Freiheiten und den Rücktritt des Präsidenten Bachar el-Assad zu verlangen.

DAS IST FALSCH!

Es gab tatsächlich in einigen Städten Aufmärsche gegen den Präsidenten Bachar el-Assad auf Abruf (aufgrund der
Hetze - KHH) saudischer und ägyptischer Prediger, die sich über Al-Jazeera (bekannter arabischer TV-Sender,
dessen Auftrag- und Geldgeber radikal islamistische Fundamentalisten sind, denen die "Weltlichkeit" Assads ein
Dorn im Auge ist, wie auch Falle Ägypten, Tunesien und Libyens - KHH.) verbreiteten, aber sie haben im Ganzen,
maximal, nur 100.000 Leute mobilisiert. Sie verlangten nicht mehr Freiheit, sondern die Errichtung eines
islamitischen Regimes. Sie forderten den Rücktritt von Präsident Bachar el-Assad, nicht auf Grund seiner Politik,
sondern weil diese Protestler einer sektenartigen sunnitischen Religion angehören, dem Takfirismus, und klagen
Bachar el-Assad an, ein Ketzer (er ist Alauit) zu sein, der die Macht in einem Muslim-Land usurpiert. Laut ihrer
Meinung kann das Land legitimer Weise nur von einem moslemischen Sunniten ihrer theologischen Strömung
geleitet werden.

2. Gemäß der NATO und ihren Alliierten im Golf hätte das "Regime" mit scharfer Munition geantwortet, um die
Massen auseinander zu treiben, womit es seit Jahresanfang mindestens 3.500 Tote verursacht hätte (inzwischen
1000 mehr - KHH.).

DAS IST FALSCH!

Zum Ersten gibt es keine Repression der Demonstranten, die niemals existierten. Dann, seit Anfang der Ereignisse
haben die Autoritäten begriffen, dass man konfessionelle Konfrontationen provozieren wollte in einem Land, wo
die Weltlichkeit (Trennung von Kirche und Staat) das Rückgrat des Staates seit dem 8. Jahrhundert ist. Der
Präsident Bachar el-Assad hat daher der Armee, der Polizei und dem Sicherheitsdienst verboten, von Schußwaffen
Gebrauch zu machen, falls Zivilpersonen verletzt werden könnten. Es geht darum, Verletzte oder gar Tote zu
vermeiden, welch immer ihre Religion auch sei, die als Vorwand für einen Religionskrieg benützt werden könnten.
Dieses Verbot wird von den Sicherheitskräften unter Einsatz ihres Lebens eingehalten, wie wir es später sehen
werden. Was die Toten anbelangt ist ihre Zahl die Hälfte der vorgegebenen. Die meisten sind keine Zivilopfer,
sondern Polizisten und Soldaten, wie ich es durch Spitalbesuche und Besuche der zivilen und militärischen
Leichenhallen konstatieren konnte.

3. Nachdem es uns gelungen ist, die Mauer des Schweigens zu brechen und zu erreichen, dass die großen
westlichen Medien von der Anwesenheit von aus dem Ausland gekommenen Mordgeschwadern in Syrien
berichten, welche das Militär und die Polizei aus dem Hinterhalt angreifen und Zivilleute in Mitten der Stadt
ermorden, haben die NATO und ihre Golf-Alliierten über das Auftauchen von Deserteurbanden berichtet.
Demnach hätten die Soldaten (aber keine Polizisten) dem Befehl, auf die Bevölkerung zu schießen, widerstanden
und den Dienst verweigert. Sie wären untergetaucht und hätten die freie syrische Armee gebildet, die schon 1.500
Mann besitze.

DAS IST FALSCH!

Es gibt nur einige Dutzende Deserteure, die nach der Türkei geflohen sind, wo sie von einem Offizier des
Stammes Rifaat el-Assad/Abdel Hakim Khaddam kommandiert werden, welcher bekannterweise mit der CIA
verbunden ist. Es gibt jedoch mehr und mehr Abtrünnige, junge Leute die ihren Militärdienst verweigern, oft mehr
unter dem Druck ihrer Familie als aus persönlichen Gründen. Tatsächlich können die Soldaten, die in einen
Hinterhalt geraten, nicht von ihren Schußwaffen Gebrauch machen, um sich zu verteidigen, wenn Zivilpersonen
gegenwärtig sind. Sie sind daher gezwungen ihr Leben zu riskieren, wenn es ihnen nicht gelingt vorher zu fliehen.

4. Gemäß der NATO und ihren Alliierten im Golf hätte der Zyklus Revolution/Repression einem beginnenden
"Bürgerkrieg" Platz gemacht. 1,5 Millionen Syrier, die in die Falle geraten sind, würden an Hunger Leiden. Man
sollte daher "humanitäre Korridore" organisieren, um Nahrungsmittelhilfe heranbringen zu können und der
Zivilbevölkerung, die es wünscht, die Flucht aus den Kampfzonen möglich zu machen.

DAS IST FALSCH!

Wenn man die Zahl und die Grausamkeit der Angriffe der aus dem Ausland (z.B. aus Saudi-Arabien - KHH.)
stammenden Mordgeschwader betrachtet, sind die Bewegungen der Bevölkerung gering. Syrien ist autark was die
Nahrungsmittel betrifft und die Produktion hat kaum nachgelassen. Im Gegenteil finden die Angriffe auf den
großen Verbindungswegen statt, welche dadurch oft unterbrochen sind. Außerdem schließen die Warenhändler,
wenn die Überfälle/Angriffe in der Stadt beginnen, sofort ihre Läden. Der Nachschub ist dadurch sehr
gehandikapt, speziell was die Nahrung betrifft. Das Hauptproblem ist woanders: die wirtschaftlichen Sanktionen
haben ein Desaster ausgelöst. Während Syrien in den letzten zehn Jahren eine jährliche Wachstumsquote von 5%
besaß, kann es jetzt nicht mehr sein Erdöl an die Europäische Union verkaufen und seine Touristenaktivität ist
vollkommen zerstört. Viele Menschen haben ihre Arbeitsstelle und ihr Einkommen verloren. Sie sparen wo sie
können. Die Regierung hilft ihnen, verteilt gratis Heizöl und Nahrungsmittel. Unter diesen Bedingungen sollte
man eher sagen, dass ohne die Unterstützungs-Maßnahmen der Bachar el-Assad-Regierung 1,5 Millionen Syrier
auf Grund der westlichen Sanktionen unter Nahrungsmittelmangel leiden würden.

Während wir nun im Stadium eines nicht konventionellen Krieges sind, mit Söldnereinsatz und Spezialtruppen, um
das Land zu destabilisieren, hat sich schließlich die von der NATO- und den Golfalliierten fabrizierte Erzählung
schon stark von der Wirklichkeit entfernt. Diese Kluft wird sich mehr und mehr vergrößern.

Was Sie betrifft, lieber Leser, haben Sie nicht den geringsten Grund, mir mehr zu glauben als der NATO, da Sie
selbst nicht am Ort sind. Sie haben aber jetzt mehrere Elemente in der Hand, die Sie hellhörig machen sollten.

* * *

Quelle: Lupo-Cattivo

http://lupocattivoblog.wordpress.com/2011/12/03/syrien-wahrheit-oder-luege-die-medienpropaganda-gegen-
syrien/

* * * * * *


Syrien und seine "Revolution".

Genauer hinsehen lohnt sich -

Realität und Medienberichterstattung klaffen auch in diesem Fall auseinander!


Von Matthias Faust

In der großen Weltpolitik hat es Syrien schon allein aufgrund seiner Lage nicht einfach - mittendrin im
Schmelztiegel ständiger Auseinandersetzungen, grenzt das Land im Süden an Israel und Jordanien, im Westen an
den Libanon, im Norden an die Türkei und im Osten an den Irak.

Seit dem sogenannten "Arabischen Frühling" im Dezember 2010, einer Serie von Aufständen, Protesten und
Revolutionen in der arabischen Welt, die in Tunesien ihren Anfang nahm, ist die Lage nicht einfacher geworden.
Im Frühjahr 2011 begannen auch in Syrien ähnlich anmutende Proteste, die bis heute andauern. Dennoch ist es
notwendig, in diesem Fall einmal genau hinzuschauen.

Syrien galt in der Region schon lange als ein sehr fortschrittliches Land, die Bürger sind überdurchschnittlich
gebildet und versorgt. Immer wieder hört man dennoch in westlichen Medien den Vorwurf, es handle sich bei
Syrien ebenfalls um einen diktatorisch geführten Staat. Hier ist es grundsätzlich wichtig zu verstehen, daß man in
sämtlichen Staaten der arabischen Welt nicht die Meßlatte der "westlichen Demokratie" anlegen darf, um ein Land
zu beurteilen. Wir befinden uns dort in einem gänzlich anderen Kulturkreis, der auf einem ebenso anderen Werte-
und Rechtssystem aufgebaut ist.

Westliche Politiker, die hier einem syrischen, saudi-arabischen oder iranischen Politiker grobe Mängel vorwerfen,
mögen selbst erst einmal ihre Hausaufgaben machen.

In den westlichen Medien hört man tagtäglich von einer "Revolution" in Syrien. Fraglich ist, ob es diese überhaupt
gibt, und ob es sich dabei nur um "eine" handelt.

Natürlich gibt es auch in Syrien mehrere Gruppen, die der Regierung Assads gegenüber oppositionell gegenüber
stehen. Dies ist ja, auch nach westlichem Werte-Kodex, nichts Ungewöhnliches.


WER IST DIE "OPPOSITION"?

Gerade in Syrien muß man die derzeitige Opposition aber in viele kleine Gruppen unterteilen. Zum einen existiert
eine Gruppe junger Menschen, die sich durch die "Revolutionsbewegungen" in der arabischen Welt aufgerufen
gefühlt haben, ähnliches in ihrem Heimatland zu veranstalten. Dies sind letztendlich reine "Abenteuerkämpfer", die
ohne wirklichen politischen Hintergrund agieren. Als Ziel haben sie zwar den Sturz der Regierung Assads im
Fokus, fragt man allerdings nach, was danach kommen soll und wie das "neue System" aussehen soll, schaut man
in ahnungslose Gesichter.

In den westlichen Medien hört man am häufigsten von einer kleinen Gruppe Intellektueller, die allerdings im Land
selbst eine eher unbedeutende Rolle spielt. Diese Personen sind es, die immer wieder gerne von den Reportern
zitiert werden, weil sie wissen, wie man sich entsprechend der Situation ausdrückt. Im Land selbst sind diese
Personen so gut wie unbekannt und haben keinerlei Rückhalt.

Die größte Gruppe unter den Oppositionellen bilden die Religiösen. Diese bestehen zum Großteil aus der
"Muslimbruderschaft" und den noch radikaleren "Salafisten", die beide innerhalb der Oppositionsgruppen am
besten organisiert und zahlenmäßig am stärksten sind, verstärkt werden diese durch weitere religiöse Fanatiker,
auch aus dem angrenzenden Ausland. Finanziell und materiell unterstützt wird diese Gruppe vermutlich oftmals
durch Länder wie beispielsweise Saudi-Arabien. Der einzige Zweck der Aktionen ist die gezielte Destabilisierung
des Landes. (Um es zu einem islamischen Staat mit der Scharia umwandeln zu können. KHH.)


KONTRAPRODUKTIVE EINMISCHUNG!

Übrig bleibt die schweigende Mehrheit, der Großteil der Bürger Syriens, die vielleicht nicht immer mit allen
Entscheidungen der Regierung glücklich waren, sich aber entsprechend arrangiert hatten. Diese große Mehrheit
wünscht sich zwar Reformen und Veränderungen im eigenen Land, zugleich lehnen sie aber die Art und Weise der
rebellierenden Minderheit strikt ab.

Vom Westen kaum zur Kenntnis genommen wurden die zahlreichen Reformen, die zahlreichen Veränderungen,
die Präsident Al-Assad mittlerweile angeschoben hat. So soll es künftig freie Wahlen geben, besonders negativ
aufgefallene Funktionsträger wurden aus dem Dienst entlassen, das Demonstrationsrecht wurde reformiert,
Sondergerichte und -gefängnisse abgeschafft.

Ende Juni fand ein offizielles Treffen der syrischen Opposition in Damaskus statt, beobachtet von einer großen
Anzahl internationaler Medienvertreter, ein zweites Treffen wurde Ende September durchgeführt. Ein neues
Parteiengesetz wurde erlassen, das die Bildung unabhängiger Parteien zuläßt, ebenso ein neues Wahl- und ein
neues Mediengesetz.

Insgesamt betrachtet haben die syrischen Aufstände also sicherlich wesentlich mehr bewegt, als in den westlichen
Medien dargestellt wird. Daß Gruppierungen, die durch ausländische Kräfte unterstützt und bewaffnet werden, als
Terroristen eingestuft und entsprechend bekämpft werden, dürfte selbst nach westlichem Wertekanon als normal
angesehen werden.

Syrien vermag es, seine momentanen Probleme selbst zu lösen. Eine Einmischung von außen, erst recht eine
militärische Intervention wäre mehr als kontraproduktiv und würde das Land vermutlich für lange Zeit in ein
absolutes Chaos stürzen.

Die "westliche Wertegemeinschaft" sollte dringend beginnen zu lernen, daß sich ihre eigenen Werte nicht auf die
ganze Welt übertragen lassen. Länder, die viele Jahrhunderte lang anhand einer vollkommen anderen Kultur
erwachsen sind, sollten mit ihrer eigenen Kultur, ihrem eigenen Glauben und ihrem eigenen Stolz weiter existieren
dürfen. Eine Gegenwehr gegen die gleichmachende westliche Einmischung kann hierbei grundsätzlich nur begrüßt
werden.

* * *

Quelle: "Deutsche Stimme", Dezember 2011, Postfach 100068, D-01571 Riesa. - www.deutsche-stimme.de

* * * * * *


Tunesien: Eigentor.


Auch in Tunesien herrscht nach der vom Westen tatkräftig unterstützten "Befreiung" jetzt "Demokratie".

Die befreiten Tunesier machten im Oktober bei der ersten Parlamentswahl kräftig Gebrauch davon und wählten
eine Islamistenpartei zur stärksten politischen Kraft: die bis vor kurzem verbotene "En-Nahda"-Bewegung des
Rachid al-Ghannouchi, der laut der Online-Enzyklopädie Wikipedia u.a. von der radikalislamischen Hamas als
Theoretiker besonders geschätzt wird. Bekannt ist auch, daß Ghannouchi 2001 in einer Al Jazeera-
Femsehdiskussion die Mütter islamistischer Selbstmordattentäter pries und als "neues Vorbild für die Frau" lobte.
Ein richtiger Muster-Demokrat nach dem Geschmack des Westens... mü

Quelle: "Deutsche Stimme", Dezember 2011, Postfach 100068, D-01571 Riesa. - www.deutsche-stimme.de

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Abgeschlossen am 9. Dezember 2011.
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